Ein brennender Lastwagen hat am Freitagmorgen, 5. Juni 2026, einen Großeinsatz im Gleinalmtunnel auf der A9 ausgelöst. Der Lenker blieb unverletzt, die Südröhre musste jedoch stundenlang gesperrt werden.
Rauchentwicklung im Tunnel
Gegen 5:30 Uhr wurden die Einsatzkräfte zunächst zu einer Lkw-Panne mit auslaufenden Betriebsmitteln alarmiert. Noch vor dem Ausrücken erhöhte sich die Alarmstufe jedoch auf „Lkw-Brand im Tunnel“, nachdem sich die Lage verschärft hatte.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte war bereits eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Im Bereich der Fahrerkabine des Lastwagens stand ein Teil des Fahrzeugs in Brand. Daraufhin wurden weitere Feuerwehren sowie die Tunnelbasiseinheiten Nord und Süd nachalarmiert.
Der betroffene Lastwagen befand sich in der Südröhre des Gleinalmtunnels in Fahrtrichtung Süden. Speziell ausgerüstete Tunnel-Einsatzkräfte rückten über einen Querschlag zum Brandfahrzeug vor.
Fahrer konnte sich retten
Nach ersten Ermittlungen war der 41-jährige Lenker aus Oberösterreich mit einem mit Futtermitteln beladenen Lkw unterwegs, als es zu einem lauten Knall kam. Kurz darauf verlangsamte sich das Fahrzeug selbstständig, ehe im Bereich der Fahrerkabine ein Brand ausbrach.
Dem Fahrer gelang es, sich rechtzeitig in eine Rettungsnische zu retten. Er blieb unverletzt.
Die Feuerwehr brachte den Brand rasch unter Kontrolle. Um 6:29 Uhr konnte schließlich „Brand aus“ gemeldet werden.
Schäden an Tunneltechnik
Nach Abschluss der Löscharbeiten überprüfte die ASFINAG die Tunnelinfrastruktur. Obwohl die starke Hitze keine bautechnisch relevanten Schäden verursachte, wurden mehrere elektronische und sicherheitsrelevante Anlagen beschädigt.
Als vorläufige Brandursache gilt ein technischer Defekt am Fahrzeug.
Zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort
Im Einsatz standen die Tunnelbasiseinheiten Nord und Süd, der Abschnittsführungsstab, die Berufsfeuerwehr Graz, Feuerwehren aus den Bezirken Leoben und Graz-Umgebung, das Rote Kreuz, die ASFINAG, die Autobahnpolizei Gleinalm sowie ein Abschleppunternehmen.
Die Umleitung des Verkehrs erfolgt über die S6 und die S35. Die Sperre der Südröhre sollte laut ASFINAG bis in die Abendstunden andauern.






















































