Start Graz Chronik Militärmusikfestival 2026 in Graz begeisterte mehr als 9.000 Gäste

Militärmusikfestival 2026 in Graz begeisterte mehr als 9.000 Gäste

Mit Fotos & Videos. Nach 18 Jahren kehrte das Militärmusikfestival in die Steiermark zurück. In der Grazer Stadthalle verbanden das Österreichische Bundesheer, das Land Steiermark und der ORF musikalische Präzision, steirische Blasmusiktradition und karitativen Einsatz für „Licht ins Dunkel“.

Militärmusikfestival in Graz

Graz wurde zwei Tage lang zum Zentrum der Militär- und Blasmusik: Das Militärmusikfestival 2026 lockte am 21. und 22. Mai mehr als 9.000 Besucherinnen und Besucher in die Stadthalle Graz. Bereits die öffentliche Generalprobe mit ORF-Aufzeichnung am Freitag war mit 3.500 Gästen bis auf den letzten Platz gefüllt. Aufgrund der großen Nachfrage wurde für den zweiten Abend zusätzlich ein Public Viewing im Freibereich eingerichtet.

Nicht nur musikalisch bot das Militärmusikfestival ein starkes Programm: Auch militärische Ausrüstung war Teil des Rahmenangebots. Das Jägerbataillon 17 präsentierten unter anderem den Mannschaftstransportpanzer Pandur Evolution, der auch in die Show des Österreichischen Bundesheeres eingebunden war. Am Haupteingang wurde im Rahmen einer Waffen- und Geräteschau über Ausrüstung und Aufgaben des Bundesheeres informiert.

Auf der Bühne standen über 700 Musikerinnen und Musiker. Neben sieben österreichischen Militärmusiken wirkten unter anderem die Trachtenmusikkapelle Ottendorf, die Marktmusikkapelle Bad Waltersdorf, die steirische Popband „Alle Achtung“ sowie Ewald Pfleger mit den Schick Sisters und der Opus Band mit. Das Programm reichte von traditioneller Marsch- und Militärmusik bis zu modernen Blasmusik-Arrangements und bekannten Austropop-Hits.

Die österreichischen Militärmusiken sind von großer kultureller und gesellschaftlicher Bedeutung und ein wesentlicher Bestandteil der Traditionspflege des Bundesheeres. Insgesamt gibt es acht Militärmusiken, die den Militärkommanden der Bundesländer zugeordnet sind, sowie die Gardemusik in Wien. Die Militärmusik bietet engagierten Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Das Bundesheer sucht nach eigenen Angaben laufend musikalische Talente, die Teil dieses traditionsreichen Ensembles werden und damit den Grundstein für eine professionelle Musikkarriere legen möchten.

Für besondere Showmomente sorgte Willi Gabalier, der als Choreograf des Festivals gewonnen werden konnte. Gemeinsam mit seiner Frau Christiana und rund 30 Tanzpaaren ergänzte er die musikalischen Darbietungen um akrobatische Tanzeinlagen. Auch der Chor der Grazer Kapellknaben, Sopranistin Julia Wiszniewski sowie die Künstler Jonas Lazarus und Wolfgang Niegelhell trugen zum vielfältigen Programm bei.

Ein Schwerpunkt lag heuer auf der Verbindung von Musik und Jugend. Unter dem Titel „Military Tattoo for School“ fand erstmals ein Pilotprojekt des Militärkommandos Steiermark und der Bildungsdirektion statt. Rund 700 Schülerinnen und Schüler aus Graz und Umgebung erhielten Einblick in die Probenarbeit, musizierten mit eigenen Instrumenten gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern und konnten bei einem Meet & Greet hinter die Kulissen blicken.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner würdigte in unserem Interview die Militärmusik als wichtigen Bestandteil österreichischer Tradition und kultureller Vielfalt:

Landeshauptmann Mario Kunasek betonte die starke Rolle der Blasmusik in der Steiermark: Mit knapp 20.000 Musikerinnen und Musikern in 386 Kapellen sei sie ein unverzichtbarer Teil des kulturellen Lebens und verbinde Generationen.

Auch der karitative Zweck stand im Mittelpunkt. Das Festival bildete den Auftakt zum neuen Aktionsjahr von „Licht ins Dunkel“. ORF-Landesdirektor Gerhard Koch hob die verbindende Kraft der Kultur hervor, während „Licht ins Dunkel“-Präsidentin Ines Stilling den Besucherinnen und Besuchern für ihre Spenden dankte. Mit ihrer Unterstützung werde ein Zeichen der Solidarität für armutsgefährdete Kinder und Menschen mit Behinderungen gesetzt.

Noch mehr Eindrücke vom Militärmusikfestival gibt es in den kommenden Tagen auf unseren Social-Media-Kanälen: Wir haben noch nicht alle Videoclips von der Show, den musikalischen Highlights und den besonderen Momenten in der Grazer Stadthalle veröffentlicht. Wer nichts verpassen möchte, folgt uns am besten auf Instagram, Facebook und unserer Bundesheer YouTube Playlist – dort zeigen wir laufend weitere Aufnahmen vom Festival.

Für das Land Steiermark war das Festival zudem ein touristischer und gesellschaftlicher Erfolg. Der Besucherandrang aus allen Bundesländern und aus dem Ausland brachte zusätzliche Impulse für die Erlebnisregion Graz. Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem ORF-Auslandskorrespondent und Milizoffizier Christian Wehrschütz für seine Verdienste mit dem Großen Ehrenzeichen des Landes Steiermark ausgezeichnet.

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