Start Mobilität Ausbau der ÖBB Südstrecke: Erste Ergebnisse liegen vor

Ausbau der ÖBB Südstrecke: Erste Ergebnisse liegen vor

Bahnhof Wildon
Bahnhof Wildon, Foto: ÖBB/Chris Zenz

Die Südstrecke zwischen Werndorf und Spielfeld-Straß soll in den kommenden Jahren zweigleisig ausgebaut werden. Die ÖBB haben dazu bereits erste Informationsveranstaltungen organisiert, um die Bevölkerung frühzeitig einzubinden.

Bei einem Termin mit Gemeinderat und Bevölkerung präsentierten die ÖBB nun erste Untersuchungsergebnisse.

Dabei prüften sie auch eine Forderung der Gemeinde: die Möglichkeit einer unterirdischen Streckenführung mit einem Tunnel und einem unterirdischen Bahnhof.

Unterirdische Lösung für Wildon nicht umsetzbar

Die Untersuchungen umfassten technische, betriebliche und ökologische Aspekte. Laut ÖBB sprechen die Ergebnisse klar gegen eine unterirdische Variante.

Ein zentraler Punkt ist die Kainach. Die Bahn müsste den Fluss unterirdisch queren. Die dafür notwendige Streckenneigung lässt sich jedoch nicht umsetzen.

Zusätzlich hätte eine Tunnelvariante massive Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Die Strecke müsste für mindestens drei Jahre vollständig gesperrt werden. Auch Risiken durch Hochwasser sowie ein höherer Flächenverbrauch und zusätzliche Emissionen sprechen gegen diese Lösung.

Aus diesen Gründen bewerten die ÖBB einen Ausbau an der Oberfläche als die sinnvollste Variante.

Vorteile durch den zweigleisigen Ausbau

Der geplante zweigleisige Ausbau bringt mehrere Verbesserungen mit sich:

  • Modernisierung der Bahnhöfe Ehrenhausen und Spielfeld-Straß
  • Ausbau von Park-and-Ride-Anlagen
  • Ersatz von Eisenbahnkreuzungen durch Unter- oder Überführungen
  • höhere Sicherheit durch weniger Kreuzungen
  • höhere Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h

Dadurch verkürzen sich die Fahrzeiten. Gleichzeitig verbessern sich die Verbindungen und die Erreichbarkeit der Bahnhöfe. Insgesamt soll die Bahn damit attraktiver werden als das Auto.

Zeitplan des Projekts

Aktuell laufen Planungen und Untersuchungen für die Umweltverträglichkeitsprüfung. Diese bildet die Grundlage für die weiteren Genehmigungen.

Nach derzeitigem Stand könnte der Bau zwischen 2030 und 2039 erfolgen. Während der weiteren Planungsschritte wollen die ÖBB die Bevölkerung weiterhin regelmäßig informieren.

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte schreibe hier deinen Kommentar
Dein Name