Die ÖBB haben im Jahr 2025 mehr Menschen transportiert als im Jahr davor. Insgesamt nutzten 559 Millionen Fahrgäste Züge und Busse des Unternehmens. Das entspricht einem Plus von 1,4 Prozent.
Im Alltag bedeutet das: Täglich waren rund 1,53 Millionen Menschen mit den ÖBB unterwegs . Trotzdem fiel der Gewinn deutlich niedriger aus. Vor allem die schwache Wirtschaft wirkte sich negativ aus.
Einnahmen steigen, Gewinn sinkt deutlich
Die gesamten Einnahmen der ÖBB sind gestiegen. Sie lagen 2025 bei rund 9,7 Milliarden Euro und damit um etwa 8 Prozent höher als im Jahr davor. Auch der laufende Betrieb entwickelte sich stabil.
Am Ende blieb jedoch deutlich weniger übrig. Der Gewinn vor Steuern sank um rund 40 Prozent auf 68,1 Millionen Euro .
Ein wesentlicher Grund dafür liegt im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Zusätzlich belasteten höhere Kosten und einmalige Abschreibungen das Ergebnis.
Personenverkehr wächst weiter
Der Bereich mit Fahrgästen bleibt die wichtigste Stütze des Unternehmens. Hier erzielten die ÖBB ein deutlich besseres Ergebnis als im Jahr davor.
Besonders im Nahverkehr stieg die Nachfrage. Insgesamt nutzten rund 301 Millionen Menschen Regionalzüge. Im Fernverkehr waren es knapp 47 Millionen Fahrgäste.
Auch die Qualität verbesserte sich leicht. Rund 94 Prozent der Züge waren pünktlich unterwegs .
Güterverkehr deutlich unter Druck
Anders entwickelte sich der Güterverkehr. Viele Unternehmen transportierten wegen der schwachen Wirtschaft weniger Waren.
Die transportierte Menge ging zurück. Gleichzeitig entstand ein deutliches Minus von mehr als 135 Millionen Euro.
Mehrere Faktoren spielten dabei eine Rolle:
- geringere Nachfrage aus der Industrie
- starker Wettbewerb mit dem Lkw
- hohe Energiepreise
- Probleme im Agrarsektor
Zusätzlich belasteten einmalige Abschreibungen das Ergebnis.
Sparprogramm soll Kosten senken
Die ÖBB haben bereits reagiert und ein Sparprogramm gestartet. Unter dem Namen „Compete“ will der Konzern jährlich rund 300 Millionen Euro einsparen.
Das Unternehmen will dadurch effizienter arbeiten, Kosten senken und sich besser im Wettbewerb behaupten.
Milliardeninvestitionen laufen weiter
Trotz Sparmaßnahmen investieren die ÖBB weiterhin massiv in den Ausbau. Im Jahr 2025 flossen rund 5 Milliarden Euro in Infrastruktur und neue Züge.
Zu den wichtigsten Projekten zählen:
- die Koralmbahn
- der Brenner Basistunnel
- der Semmering Basistunnel
- die Modernisierung der Wiener Schnellbahn
Gleichzeitig erweitern die ÖBB ihr Angebot. Die gefahrenen Zugkilometer stiegen um rund 2,7 Prozent .
Beitrag zum Klimaschutz
Die Bahn spielt auch beim Klimaschutz eine wichtige Rolle. Durch ihre Leistungen haben die ÖBB im Jahr 2025 mehr als 4,2 Millionen Tonnen CO2 eingespart.
Zusätzlich bauen die ÖBB ihre Energieversorgung weiter aus. Über 25 neue Photovoltaik-Anlagen gingen österreichweit in Betrieb. Dadurch stieg die jährliche Stromproduktion aus Sonnenenergie auf rund 65 Gigawattstunden. Das entspricht einem deutlichen Plus gegenüber dem Jahr davor.
Neben Solarenergie bleibt Wasserkraft ein zentraler Bestandteil der Stromversorgung. Ein Beispiel dafür ist das Kraftwerk Spullersee, das bereits seit 100 Jahren in Betrieb ist und 2021 modernisiert wurde. Gemeinsam mit dem Kraftwerk Braz kann es bei Bedarf die gesamte Bahnstromversorgung in Vorarlberg sicherstellen.
Der Strom für den Bahnbetrieb stammt bereits vollständig aus erneuerbaren Quellen. Gleichzeitig wollen die ÖBB ihre Eigenproduktion weiter steigern. Bis 2030 soll der Anteil des selbst erzeugten Bahnstroms von derzeit rund 60 Prozent auf 80 Prozent wachsen.
Mehr Personal und großes Interesse
Die Zahl der Beschäftigten stieg leicht auf über 48.000 Personen . Gleichzeitig bleibt das Interesse am Unternehmen hoch. Mehr als 140.000 Bewerbungen gingen ein.
Auch die Zahl der Lehrlinge nahm weiter zu und liegt inzwischen bei über 2.100.
Schulden steigen durch hohe Investitionen
Die gesamten Vermögenswerte der ÖBB stiegen auf rund 46,9 Milliarden Euro . Gleichzeitig nahm auch die Verschuldung zu.
Der Grund dafür liegt vor allem in den großen Infrastrukturprojekten. Neue Strecken und moderne Züge kosten viel Geld, sollen aber langfristig für bessere Verbindungen sorgen.
Ausblick auf 2026
Für das Jahr 2026 erwarten die ÖBB erneut steigende Fahrgastzahlen. Neue Züge und bessere Verbindungen sollen das Angebot weiter verbessern.
Im Güterverkehr will das Unternehmen gegensteuern und die Verluste reduzieren. Insgesamt rechnen die ÖBB wieder mit einem besseren Ergebnis.




























































