Die Häuslbauermesse Graz 2026 hat sich einmal mehr als wichtiger Gradmesser für die Bau- und Wohnbranche erwiesen. Rund 31.500 Besucher:innen nutzten die vier Messetage, um sich gezielt über Bauen, Sanieren, Renovieren und zeitgemäßes Wohnen zu informieren. Dabei standen weniger das bloße Sammeln von Eindrücken, sondern vielmehr konkrete Projekte und intensive Beratungsgespräche im Vordergrund.
Entsprechend positiv fällt das Resümee der Veranstalter aus. Martin Ullrich, Geschäftsführer der MCG, verweist auf die hohe Qualität des Austauschs: „Es ist eine Freude zu sehen, wie die Besucher:innen durch die Gänge strömen und auf jedem Stand intensive, fundierte Gespräche geführt werden.“ Die Messe bestätige damit ihren Anspruch, eine Plattform für persönlichen Austausch und belastbare Kontakte zu bieten.
Konkrete Pläne statt unverbindlicher Inspiration
Auch externe Beobachter teilen diese Einschätzung. TV-Experte Günther Nussbaum, der am Sonntag auf der Messe zu Gast war, spricht von einem klaren Signal für die Wirtschaft: „Ich habe mit diversen Aussteller:innen gesprochen und sie berichten, dass dies seit Corona die beste Baumesse in Österreich ist. Die Leute kommen mit konkreten Themen und Plänen, das ist ein sehr positives Signal für die Wirtschaft. Die Kund:innen wollen wieder bauen, sanieren oder Heizungen erneuern.“
Diese Entwicklung bestätigt sich auch in den Rückmeldungen der Aussteller:innen. Viele berichten von gut vorbereiteten Besucher:innen, die gezielt nach Lösungen für bestehende oder geplante Bauvorhaben suchten. Erwin Ladenstein, Geschäftsführer des gleichnamigen Familienunternehmens, zeigt sich positiv überrascht: „Das Publikum ist sehr interessiert. Wir erleben hier wieder eine originale Fachmesse mit großem Interesse – absolut empfehlenswert.“
Sanieren und Revitalisieren als klarer Trend
Besonders deutlich tritt ein Trend hervor: Statt Neubau rückt die Sanierung bestehender Gebäude stärker in den Fokus. Andreas Geißler vom Lagerhaus Graz Land eGen betont, dass sich dieser Eindruck bereits früh abzeichnete. „Schon in den ersten Tagen hatten wir sehr gute Gespräche und das Wochenende hat diesen Eindruck nur noch weiter bestätigt. Besonders auffällig ist, dass viele Besucher:innen bestehende Häuser umbauen oder sanieren möchten – Revitalisieren und Renovieren ist klar der Trend.“
Für große Bauunternehmen bleibt die Messe dennoch ein zentraler Fixpunkt im Jahresverlauf. Thomas Raser von Lieb Bau Weiz GmbH & Co KG bezeichnet die Veranstaltung als Startsignal für die neue Saison. „Die Häuslbauermesse Graz ist für uns der Start in die Bausaison und zeigt klar, in welche Richtung die Branche geht. Wir sind seit 41 Jahren dabei und freuen uns schon auf die Messe im kommenden Jahr. Die Zusammenarbeit mit der MCG passiert auf sehr hohem Niveau.“
Internationale Beteiligung und starke Wohnbereiche
Auch internationale Aussteller:innen ziehen ein positives Fazit. Das slowenische Unternehmen Stare Trade d.o.o. berichtet von besonders starken Messetagen am Donnerstag und Freitag sowie von „sehr vielen qualitativ hochwertigen Gesprächen“. Die Häuslbauermesse eigne sich ideal als Auftakt in die Saison und lasse erkennen, dass sich die Branche wieder in Bewegung befindet.
Darüber hinaus erwiesen sich die Themen Küche und Wohnen erneut als Publikumsmagnet. DANKüchen verwies insbesondere auf die KitchenXperience, die moderne Küchentechnik mit Design und Genuss verband. Hubert Dokter sieht darin einen klaren Mehrwert für die Besucher:innen, die sich nicht nur informieren, sondern konkrete Ideen für ihr Zuhause mitnehmen konnten.
Auszeichnung für den schönsten Messestand
Ein zusätzlicher Höhepunkt war die Prämierung des schönsten Messestandes. Das Publikum bewertete Gestaltung, Innovationsgrad und Kundenansprache. Den ersten Platz belegte Lieb Bau Weiz GmbH & Co KG, gefolgt von Edle Räume Graz X Quadratwerk GmbH und DANKüchen Exklusivstore Waltendorf. Die ausgezeichneten Stände galten für viele Besucher:innen als Inspirationsquelle und unterstrichen den hohen gestalterischen Anspruch der Messe.
Insgesamt zeigt die Häuslbauermesse Graz 2026, dass Qualität, persönliche Beratung und konkrete Entscheidungshilfen an Bedeutung gewinnen. Damit positioniert sich die Messe erneut als zentrale Plattform für Bauherren, Sanierer und die gesamte Branche.
Foto: Christof Hütter Fotografie



























































