Was als provokantes Kräftemessen auf der Straße begann, endete für einen 22-Jährigen am Sonntagabend, 18. Jänner 2026, mit mehreren Anzeigen und empfindlichen Konsequenzen. Denn der Mann suchte sich für sein mutmaßliches illegales Straßenrennen ausgerechnet das falsche Fahrzeug aus – ein ziviles Polizeiauto.
Gegen 19.40 Uhr war eine zivile Streife auf der B 67 in Fahrtrichtung Hauptbahnhof unterwegs, als der Lenker eines hochmotorisierten Pkw neben ihnen auftauchte. Mit wiederholten Gasstößen, laut aufheulendem Motor und abruptem Beschleunigen versuchte der Fahrer offensichtlich, ein Rennen zu provozieren. Kurz darauf trat er das Gaspedal durch.
Die Polizisten nahmen die Nachfahrt auf. Innerhalb des Ortsgebiets beschleunigte der Pkw auf bis zu 106 km/h. Wenig später stoppten die Beamten das Fahrzeug im Bereich des Europaplatzes und führten eine Kontrolle durch.
Dabei stellte sich rasch heraus, dass der Lenker, ein 22-jähriger Staatsangehöriger der Russischen Föderation, nicht im Besitz einer gültigen Lenkberechtigung war. Im Auto befanden sich zudem zwei weitere Männer, ebenfalls aus der Russischen Föderation sowie aus Somalia.
Während der Amtshandlung nahmen die Polizisten deutlichen Cannabisgeruch aus dem Fahrzeug wahr. Der Lenker übergab daraufhin freiwillig eine geringe Menge Cannabiskraut. Eine klinische Untersuchung wegen des Verdachts einer Suchtmittelbeeinträchtigung verweigerte er jedoch.
Weitere Ermittlungen brachten zusätzliche Probleme ans Licht. Gegen den 22-Jährigen bestanden offene Verwaltungsstrafen im vierstelligen Bereich. Diese beglich er noch auf der Dienststelle.
Der Mann wird nun wegen mehrerer Verwaltungsübertretungen angezeigt, darunter wegen des Verdachts eines illegalen Straßenrennens, Fahrens ohne Lenkberechtigung sowie Verstößen gegen das Suchtmittel- und Führerscheingesetz. Weitere behördliche Maßnahmen sind zu erwarten.
Foto: Symbolbild

























































