Im Winter zieht es viele aus der Landeshauptstadt hinaus in die Skigebiete in der West- oder Obersteiermark. Doch egal, ob es zum Schladminger Planai, auf den Präbichl oder zum gemütlichen Winterwandern geht: Die richtige Vorbereitung ist das A und O, damit der Urlaub entspannt bleibt.
Wir haben recherchiert und die fünf absolut unverzichtbaren Dinge zusammengetragen, die in keinem Koffer fehlen dürfen. Von technischem Equipment bis hin zum richtigen Schutz für die Haut – hier ist unser Guide.
1. Die richtige Hautpflege: Schutz vor Kälte und Gletscherbrand
Viele unterschätzen die Kraft der Sonne in den Bergen. Durch die Reflexion im Schnee ist die UV-Belastung deutlich höher als im Flachland. Gleichzeitig entzieht die klirrende Kälte der Haut wertvolle Feuchtigkeit.
Auch wenn der Himmel bewölkt ist, dringen UV-Strahlen durch. Um vorzeitige Hautalterung und Sonnenbrand zu vermeiden, ist eine Tagescreme mit LSF ein absolutes Muss für jeden Wintersportler. Sie kombiniert Feuchtigkeitspflege mit dem nötigen Schutzfaktor für lange Tage auf der Piste oder beim Winterspaziergang.
Unser Tipp: Eine reichhaltige Pflege ist genauso wichtig, um die Haut währen der strapaziösen Wintermonate gesund zu halten. Da die Hautbarriere im Winter stark beansprucht wird, hilft Kosmetik mit pflegenden und nährenden Wirkstoffen wie Ceramide oder Urea. Diese unterstützen die Haut dabei, die Feuchtigkeit zu speichern und Rötungen vorzubeugen.
2. Das Zwiebelprinzip: Funktionskleidung statt dicker Pullis
Bergfreunde wissen: Das Wetter in den Bergen kann innerhalb von Minuten umschlagen. Lediglich mit einem dicken Wollpullover ausgerüstet, kommt man schnell ins Schwitzen und kühlt danach aus.
Stattdessen hat sich das sogenannte Drei-Schichten-Modell bewährt:
- Basis Schicht: atmungsaktive Thermounterwäsche (Merinowolle ist hier der Goldstandard), die Feuchtigkeit vom Körper wegtransportiert
- Mittlere Schicht: eine Isolationsschicht (z. B. Fleece oder eine dünne Daunenweste), die die Körperwärme speichert
- Äußere Schicht: eine wind- und wasserdichte Jacke, die vor Schnee und eisigem Wind schützt
3. Lawinen-Ausrüstung und Sicherheits-Apps (für Freerider)
Sicherheit geht vor, das betont auch der Alpenverein immer wieder. Wer die präparierten Pisten verlässt, sollte niemals ohne das ‘Heilige Trio’ ausrücken:
- LVS-Gerät (Lawinenverschüttetensuchgerät)
- Schaufel
- Sonde
Aber auch für Pistenfahrer gibt es nützliche digitale Helfer. Apps wie SnowSafe oder die Services der ZAMG bieten aktuelle Lawinenlageberichte und Wetterwarnungen in Echtzeit. Ein voll aufgeladenes Smartphone (am besten mit einer Powerbank, da Akkus bei Kälte schneller leer werden) sollte immer griffbereit am Körper getragen werden.
4. Die richtige Ausrüstung: Service für Ski und Board
Nichts verdirbt den Fahrspaß mehr als stumpfe Kanten auf vereisten Pisten. Ein kurzer Check-up vor dem Urlaub ist daher Pflicht. Viele Sportgeschäfte in Graz und den Wintersportgebieten rundum bieten Express-Services an.
Pro-Tipp: Wer seine Ausrüstung vor Ort leiht, spart sich nicht nur den Transport im Auto, sondern fährt immer die aktuellsten Modelle, die perfekt gewartet sind. Sinnvoll ist zudem ein kleines Multifunktionswerkzeug im Gepäck, um Bindungen bei Bedarf nachzujustieren.
5. Entspannung für danach: Das After-Ski Wellness-Paket
Nach einem langen Tag in der Kälte braucht der Körper Regeneration. Bietet das Hotel keinen Wellnessbereich, lässt sich dieser ganz einfach selbst kreieren. Dazu sollte eine gute Badeessenz (z. B. mit Fichtennadel oder Eukalyptus) und eine regenerierende Fußcreme mit ins Urlaubsgepäck.
Besonders die Wadenmuskulatur wird beim Skifahren beansprucht. Magnesium-Sprays oder leichte Massagerollen (Blackrolls) helfen dabei, den Muskelkater für den nächsten Tag in Grenzen zu halten.
Ein gelungener Winterurlaub beginnt mit der Vorbereitung und beim Kofferpacken. Wenn die Haut geschützt ist, die Kleidung passt und die Sicherheit gewährleistet ist, steht dem Vergnügen im steirischen Pulverschnee nichts mehr im Weg.






















































