Start Mobilität Westbahn-Ausbau: So verändert die Modernisierung den Grazer Westen

Westbahn-Ausbau: So verändert die Modernisierung den Grazer Westen

Nach dem Meilenstein Koralmbahn schalten die ÖBB bei der Modernisierung der Steirischen Westbahn jetzt einen Gang höher. Besonders für Graz bringt das Großprojekt massive Veränderungen: Neue Unterführungen, moderne Nahverkehrsknoten und eine nahtlose Anbindung an das Stadtbusnetz sollen den täglichen Pendlerverkehr revolutionieren.

Elektrifizierung Steirische Westbahn
Foto ÖBB

Wer öfters im Grazer Westen unterwegs ist, kennt die Wartezeiten an den Bahnschranken. Doch damit soll bis 2033 Schluss sein. Im Zuge der vollständigen Elektrifizierung der 91 Kilometer langen Westbahn-Strecke wird Graz zum Schauplatz für moderne Mobilitätslösungen.

Direkter Umstieg: Bus hält künftig unter der S-Bahn

Auf der Achse zwischen Graz und Lieboch entstehen vier große Unterführungen in Graz, die bestehende Eisenbahnkreuzungen ersetzen und den Verkehrsfluss in der Stadt deutlich verbessern werden:

  • Peter-Rosegger-Straße: Geplant ist ein kombinierter Nahverkehrsknoten, bei dem die Stadtbusse künftig direkt in der Unterführung – also unter der Bahnhaltestelle – halten. Das spart Fahrgästen lange Wege und macht den Umstieg von der S-Bahn zum Bus wettergeschützt und schnell.
  • Wetzelsdorf, Kärntnerstraße & Gradnerstraße: Auch an diesen Knotenpunkten sorgen neue Unterführungen für mehr Sicherheit und eine bessere Vernetzung mit dem innerstädtischen Verkehr.
  • Zusatz-Gleis: Im Bereich der Haltestelle Graz Wetzelsdorf wird zudem ein Ausweichgleis errichtet, um die Pünktlichkeit und Taktfrequenz zu erhöhen.

Blick in die Region: Fokus rückt auf Köflach

Während in Graz die Detailplanungen laufen, startet in Richtung Weststeiermark bereits die nächste Bauphase. Nachdem der Abschnitt Graz – Wettmannstätten – Wies/Eibiswald pünktlich zur Koralmbahn-Eröffnung fertiggestellt wurde, liegt das Augenmerk nun auf der Strecke zwischen Lieboch und Köflach.

Hier müssen Pendler jedoch Geduld mitbringen: Für die Aufweitung des Kremser Tunnels und den Umbau zahlreicher Bahnhöfe (u.a. Voitsberg, Bärnbach und Söding-Mooskirchen) sind umfassende Streckensperren nötig. Bis Ende 2028 soll dieser Abschnitt fertig sein.

Die Vorteile auf einen Blick

Das Gesamtprojekt, das bis 2033 abgeschlossen sein wird, verwandelt die Steirische Westbahn in eine hochmoderne Verkehrsader:

  • Schneller & Leiser: Elektrische Züge beschleunigen besser und sind deutlich geräuschärmer als die bisherigen Diesel-Garnituren.
  • Barrierefreiheit: 16 Bahnhöfe werden modernisiert und barrierefrei zugänglich gemacht.
  • Umwelt: Die Elektrifizierung spart massiv CO2 ein und macht den Betrieb kostengünstiger.

Wichtige Sperren für Pendler

Um die Arbeiten zügig voranzutreiben, sind Schienenersatzverkehre (SEV) unumgänglich:

  • 11. Juli bis 10. Oktober 2026: Komplettsperre zwischen Lieboch und Köflach.
  • 7. Jänner bis 19. September 2027: Erneute Komplettsperre Lieboch – Köflach.

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte schreibe hier deinen Kommentar
Dein Name