Am Montag, 2. März 2026, kommt es am Grazer Schloßberg zu umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen. Zwischen 6 und 17 Uhr werden mehrere Zugänge gesperrt. Grund dafür sind Baumarbeiten sowie die Montage der sanierten Fußgängerbrücke über die Trasse der Schloßbergbahn.
Klimawandel schwächt Baumbestand
Der Schloßberg gilt als grüne Oase im Stadtzentrum. Doch die Vegetation leidet zunehmend unter veränderten klimatischen Bedingungen. Weil auf dem felsigen Untergrund nur eine dünne Humusschicht liegt, reagieren die Bäume besonders sensibel auf Trockenperioden. In den vergangenen Jahren nahmen die Niederschläge ab, dadurch starben vermehrt einzelne Bestände ab.
Betroffen sind vor allem Robinien, Eschen, Rosskastanien und Ahornbäume. Neben dem bewaldeten Nordteil weisen insbesondere die steilen Westhänge Schäden auf.
15 Standorte betroffen
Damit Besucherinnen und Besucher weiterhin sicher unterwegs sind, entfernt die Holding Graz abgestorbene oder nicht mehr standsichere Bäume. Insgesamt betrifft das 15 Einzelstandorte. Fachkräfte tragen die Gehölze ab und transportieren sie ab. Ersatzpflanzungen sind vorgesehen.
Manfred Eber, Finanz- und Beteiligungsstadtrat, betont: „Am Schloßberg geht es vor allem um die Sicherheit der Menschen, die hier unterwegs sind. Darum sind regelmäßige Kontrollen und notwendige Arbeiten einfach wichtig. Mein Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Maßnahmen vorbereiten und durchführen, für ihre sorgfältige und verantwortungsvolle Arbeit. Die entfernten Bäume werden selbstverständlich wieder nachgepflanzt, damit der Schloßberg auch in Zukunft eine grüne Erholungsfläche für alle Grazerinnen und Grazer bleibt.“
Hubschrauber übernimmt Transport
Aufgrund der steilen Hanglage setzt die Holding Graz auf einen Hubschrauber. Dieses Verfahren ermöglicht eine effiziente Bergung der Bäume, ohne Wege oder Vegetation zusätzlich zu beschädigen.
Alice Loidl, Vorständin der Holding Graz, erklärt: „Aufgrund der steilen Hanglage erfolgt die Bergung der schadhaften Bäume mittels Hubschraubereinsatz (Heli-Logging). Dieses Verfahren ermöglicht eine sichere und effiziente Durchführung der Arbeiten bei minimaler Beeinträchtigung der sensiblen Umgebung.“
Zeitgleich montieren Fachkräfte die sanierten Elemente der Fußgängerbrücke über der Schloßbergbahn wieder ein. Durch die Bündelung beider Maßnahmen verkürzt sich die Eingriffszeit.
Diese Zugänge sind gesperrt
Am 2. März 2026 sind folgende Bereiche nicht zugänglich:
- Wickenburggasse inklusive Auffahrt
- Jahngasse
- Schloßbergplatz über den Kriegsteig inklusive Herbersteingarten
- mehrere Wege an der Ost-, Nord- und Westseite des Schloßbergs einschließlich Plateau
Eine Auffahrt ist ausschließlich über den Karmeliterplatz und die Dr.-Karl-Böhm-Allee bis zu den Kasematten möglich.
Das Schloßbergrestaurant und die Bergstation sind an diesem Tag nicht mit dem Auto erreichbar, jedoch zu Fuß zugänglich. Ebenso bleiben Uhrturm, Bürgerbastei, Café Aiola, Türkenbrunnen, Starckehaus, Kasemattenbühne, Glockenturm Liesl, die öffentliche Toilette beim Restaurant sowie das Schloßbergmuseum fußläufig erreichbar.
Nicht betroffen sind der Schloßbergstollen, der Lift inklusive Rutsche sowie die Märchengrottenbahn.
Hinweise für Anrainerinnen und Anrainer
An angrenzende Haus- und Wohnungseigentümer richtet die Holding Graz die Bitte, während der Flugzeiten von 8.00 bis 17.00 Uhr bergseitige Fenster geschlossen zu halten. Auch lose Gegenstände auf Balkonen oder Terrassen sollten gesichert oder entfernt werden, da der Rotoraufwind starke Luftverwirbelungen verursachen kann.
Sollte der Hubschraubereinsatz wetterbedingt nicht möglich sein, ist Dienstag, 3. März 2026, als Ersatztermin vorgesehen.
Foto: Archivbild


















































