Ein 41-jähriger Mann steht im Verdacht, am Montagnachmittag, 9. Februar 2026, unabhängig voneinander zwei Zugbegleiter attackiert zu haben. Nach einem Vorfall in Graz kam es wenig später in Hengsberg zu einer schweren Körperverletzung. Der Mann befindet sich in Haft.
Bereits zu Mittag stiegen ein 41-jähriger Staatsbürger der Slowakei und ein 33-jähriger Pole in Graz in einen Zug in Richtung Leibnitz ein. Bei einer Fahrscheinkontrolle stellte sich heraus, dass beide keinen gültigen Fahrschein hatten. Der Zugbegleiter forderte die Männer auf, den Fahrpreis zu bezahlen oder bei der nächsten Haltestelle auszusteigen. Währenddessen zeigte sich der 41-Jährige uneinsichtig und bedrohte den 32-jährigen Zugbegleiter verbal. In Graz-Puntigam verließen beide Männer schließlich den Zug.
Angriff am Bahnhof Hengsberg
Kurz nach 14 Uhr tauchten dieselben Männer am Bahnhof in Hengsberg auf und versuchten, erneut in einen Zug einzusteigen. Wie sie dorthin gelangten, ist derzeit unklar. Die 52-jährige Zugbegleiterin war jedoch über den Vorfall vom Mittag informiert und erkannte die Männer wieder. Da sie erneut keinen Fahrschein vorweisen konnten, verweigerte sie ihnen den Zutritt.
Daraufhin soll der 41-Jährige ausgerastet sein und die Zugbegleiterin im Einstiegsbereich eines Waggons attackiert haben. Die Frau stürzte zu Boden und erlitt eine schwere Beinverletzung. Das Rote Kreuz brachte sie in das LKH Südsteiermark nach Wagna. Die beiden Männer flüchteten zu Fuß.
Festnahme nach kurzer Fahndung
Nach der Anzeige leitete die Polizei eine Fahndung ein. Mehrere Streifen aus dem Bezirk Leibnitz beteiligten sich an der Suche. Eine Zivilstreife der Polizeiinspektion Wildon entdeckte die beiden Männer kurze Zeit später auf einem rund 150 Meter vom Bahnhof entfernten Hochsitz. Beide waren alkoholisiert.
Während gegen den 33-Jährigen kein konkreter Tatverdacht bestand, nahmen Polizisten den 41-Jährigen fest. Er verweigerte die Aussage. Die Staatsanwaltschaft Graz ordnete zunächst eine Anzeige auf freiem Fuß an. Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl verfügte jedoch aufgrund fremdenrechtlicher Bestimmungen die Festnahme. Der Mann wurde in das Polizeianhaltezentrum Graz eingeliefert und befindet sich in Haft.

























































