Nach dem Tod eines elfjährigen Buben in Leoben hat sich der Verdacht eines Tötungsdelikts weiter erhärtet. Das bestätigte die Polizei am Samstag nach ersten umfassenden Ermittlungen des Landeskriminalamt Steiermark. Im Fokus steht die bereits festgenommene 39-jährige Mutter des Kindes.
Gegen 14.40 Uhr am 30. Jänner hatte die alleinerziehende Mutter selbst das Rote Kreuz alarmiert. Sie gab an, Schnittverletzungen erlitten zu haben. Als die Rettungskräfte in der Wohnung eintrafen, fanden sie den elfjährigen Sohn leblos vor und verständigten umgehend die Polizei. Der Bub wies nach Angaben der Ermittler schwere Stich- und Schnittverletzungen auf.
Umfangreiche Spurensicherung in der Wohnung
Tatortbeamte des Landeskriminalamtes führten bis in die Nachtstunden eine detaillierte Spurensicherung in der Wohnung durch. Dabei stellten die Ermittler mehrere Messer sicher, die als mutmaßliche Tatwaffen in Betracht kommen. Hinweise darauf, dass sich eine weitere Person zum Tatzeitpunkt in der Wohnung aufgehalten haben könnte, fanden die Beamten bislang nicht.
Ersten Erhebungen zufolge war der Elfjährige am Freitag bereits nicht mehr in der Schule erschienen. Die genauen Umstände seines Todes sowie der zeitliche Ablauf sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
Tatverdächtige Mutter in Justizanstalt eingeliefert
(Aktualisierung am 2. Februar) Im Fall des getöteten elfjährigen Buben liegen nun weitere Ermittlungsergebnisse vor. Nach ihrer medizinischen Behandlung wurde die 39-jährige tatverdächtige Mutter aus dem Krankenhaus entlassen und über Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Leoben eingeliefert.
Die Frau war nach dem Vorfall operiert worden. Nach Stabilisierung ihres Gesundheitszustandes erfolgte die Überstellung in die Justizanstalt. Eine förmliche Einvernahme zum konkreten Tatgeschehen konnte bislang noch nicht durchgeführt werden. Zunächst muss ein Arzt klären, ob und ab wann die 39-Jährige vernehmungsfähig ist.
Erste Befragungen der Frau stützten jedoch bereits die bisherige Spurenlage des Landeskriminalamtes. Demnach gibt es weiterhin keine Hinweise darauf, dass sich zum Tatzeitpunkt eine weitere Person in der Wohnung aufgehalten haben könnte.
Mittlerweile liegt auch das Ergebnis der angeordneten Obduktion vor. Der elfjährige Junge starb demnach an den schweren Stich- und Schnittverletzungen. Bereits am Freitag hatten Tatortbeamte mehrere Messer in der Wohnung sichergestellt, die als mutmaßliche Tatwaffen gelten.
























































