Raaba-Grambach hat eine neue Mobilitätsdrehscheibe: Der Nahverkehrsknoten Raaba ist fertiggestellt und soll künftig Bahn, Bus, Rad- und Autoverkehr besser miteinander verknüpfen. Rund 73,5 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert. Davon stammen 18,3 Millionen Euro vom Land Steiermark und 9,8 Millionen Euro von der Marktgemeinde Raaba-Grambach.
Im Zentrum des Ausbaus steht die modernisierte S-Bahn-Haltestelle. Zwei neue, jeweils 160 Meter lange Randbahnsteige ermöglichen einen barrierefreien Einstieg in die Nahverkehrszüge. Ein Personentunnel mit zwei Aufzügen sorgt für stufenlosen Zugang. Digitale Fahrgastanzeigen, Infostelen, Lautsprecheranlagen und neue Wartekojen sollen den Aufenthalt übersichtlicher und komfortabler machen.
Auch für Pendlerinnen und Pendler wurde das Angebot deutlich erweitert. Die Park+Ride-Anlage umfasst nun 49 Pkw-Stellplätze, darunter breitere Stellflächen für mobilitätseingeschränkte Personen und Familien. Ergänzt wird das Angebot durch zwei Kiss+Ride-Plätze. Für Radfahrerinnen und Radfahrer stehen 100 überdachte Bike+Ride-Stellplätze zur Verfügung. Zusätzlich wurden Stellflächen für 30 einspurige Kraftfahrzeuge geschaffen.
Der neu gestaltete Bahnhofsvorplatz soll den Umstieg zwischen Bahn und Bus erleichtern. Eine Bushaltestelle mit Umkehrschleife ermöglicht kurze Wege, zwei Taxistellplätze ergänzen die Verkehrsanbindung.
Neue Unterführung
Ein wesentlicher Teil des Projekts betrifft auch den Straßenverkehr. Die bisherige Eisenbahnkreuzung an der L370 wurde durch eine neue Unterführung der Landesstraße ersetzt. Damit sollen Sicherheit und Verkehrsfluss deutlich verbessert werden. Auch beim Blumenweg wurde eine Unterführung für den Geh- und Radverkehr errichtet. Konfliktpunkte zwischen Bahn-, Straßen-, Rad- und Fußverkehr werden dadurch reduziert.
ÖBB-Infrastruktur-Vorständin Judith Engel spricht von einer „zukunftsfähigen Drehscheibe für klimafreundliche Mobilität“. Barrierefreiheit, moderne Bahnsteige und attraktive Umsteigemöglichkeiten würden den Umstieg auf die Bahn erleichtern und die Grundlage für ein verbessertes S-Bahn-Angebot in der Region schaffen.
Landesrätin Claudia Holzer betont vor allem den Sicherheitsgewinn durch die neue Landesstraßen-Unterführung. Sie entflechte Verkehrsströme und entlaste das Straßennetz – ein Vorteil für Pendelverkehr, Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger.
Auch Bürgermeister Karl Mayrhold sieht im neuen Nahverkehrsknoten einen Gewinn für die Marktgemeinde. Für die Bevölkerung bringe das Projekt sichere Querungen, kürzere Wege und bessere Umsteigemöglichkeiten. Raaba-Grambach werde dadurch besser angebunden und als Wohn- und Wirtschaftsstandort gestärkt.
Bei der Umsetzung spielte auch Nachhaltigkeit eine Rolle. Begrünungsmaßnahmen sollen die Versiegelung begrenzen und Orientierung am Areal schaffen. Eine Photovoltaikanlage am Technikgebäude liefert zudem erneuerbare Energie.






















































