Start Österreich Achtung Lebensgefahr! Rückruf von HiPP-Babykost bei SPAR Österreich

Achtung Lebensgefahr! Rückruf von HiPP-Babykost bei SPAR Österreich

Verdacht auf Vergiftung mit Rattengift von HIPP-Babynahrung.

Der Babynahrungshersteller HiPP hat einen großflächigen Produktrückruf gestartet. Betroffen ist das gesamte Sortiment an Babykostgläschen, das bei SPAR Österreich verkauft wurde. Hintergrund ist ein schwerwiegender Sicherheitsvorfall, der aktuell von den Behörden untersucht wird.

Polizei bestätigt Rattengift in einem Glas

Die Ermittlungen der Landespolizeidirektion Burgenland haben den Verdacht weiter konkretisiert. Im Bezirk Eisenstadt-Umgebung – konkret in Schützen am Gebirge – stellte das Landeskriminalamt ein manipuliertes Glas des Produkts „Karotte mit Kartoffel 190 Gramm“ sicher. Ein Kunde hatte das Glas gemeldet, ein Verzehr fand nicht statt.

Eine Analyse durch das Bundeskriminalamt bestätigte den Verdacht: Die Probe wurde positiv auf Rattengift getestet. Gleichzeitig laufen die Ermittlungen in enger Abstimmung mit deutschen Behörden, da der Fall im Zusammenhang mit dortigen Untersuchungen steht. Hinweise deuten darauf hin, dass möglicherweise verunreinigte Produkte nach Österreich gelangt sein könnten.

Auch in Tschechien und der Slowakei stellten Behörden bereits auffällige Gläser sicher. Erste Laborergebnisse zeigten dort ebenfalls giftige Substanzen. Zudem berichteten Zeugen von verdorben riechenden Inhalten in manipulierten Gläsern.

Nach aktuellem Stand gehen die Ermittler von einem gezielten Eingriff in einzelne Produkte aus.

So erkennst du ein manipuliertes Glas

Die bislang sichergestellten Gläser weisen mehrere Auffälligkeiten auf. Besonders wichtig sind folgende Merkmale:

  • Weißer Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden
  • Beschädigter oder bereits geöffneter Deckel
  • Kein typisches „Knack-Geräusch“ beim Öffnen
  • Ungewöhnlicher oder verdorbener Geruch

Wenn eines dieser Merkmale zutrifft, darfst du das Produkt keinesfalls verwenden.

Warnung: Nicht konsumieren

HiPP und SPAR fordern ausdrücklich dazu auf, sämtliche betroffenen Babykostgläschen nicht zu verzehren. Diese Vorsichtsmaßnahme soll verhindern, dass gefährdete Produkte unbeabsichtigt konsumiert werden.

Gesundheitliche Risiken durch Rattengift

Rattengifte enthalten häufig Wirkstoffe wie Bromadiolon. Dieser Stoff blockiert die Wirkung von Vitamin K, das eine zentrale Rolle bei der Blutgerinnung spielt. In der Folge kann es zu erheblichen Gerinnungsstörungen kommen.

Typische Symptome sind:

  • Zahnfleischbluten
  • Nasenbluten
  • Hämatome
  • Blut im Stuhl

Auffällig ist, dass Beschwerden oft erst verzögert auftreten – meist zwei bis fünf Tage nach der Aufnahme.

Was tun im Ernstfall

Wenn dein Kind möglicherweise betroffene Babynahrung gegessen hat, musst du aufmerksam reagieren. Treten Symptome wie Blutungen, starke Schwäche oder Blässe auf, suche sofort ärztliche Hilfe auf. Informiere den Arzt oder die Ärztin unbedingt über den möglichen Kontakt mit dem Produkt.

Bei rechtzeitiger Behandlung – insbesondere durch die Gabe von Vitamin K – lässt sich eine Vergiftung in der Regel gut therapieren.

Vorsichtsmaßnahmen

Damit du kein Risiko eingehst, solltest du folgende Punkte beachten:

  • Prüfe jedes Glas vor dem Öffnen sorgfältig
  • Achte auf Auffälligkeiten beim Verschluss
  • Kontrolliere Geruch und Zustand des Inhalts
  • Verwende verdächtige Produkte unter keinen Umständen

Wenn du ein auffälliges Glas entdeckst:

  • Öffne es nicht
  • Halte es von Lebensmitteln fern
  • Vermeide direkten Kontakt oder nutze Handschuhe
  • Wasche danach gründlich deine Hände

Rückgabe und wichtige Kontakte

Du kannst alle betroffenen Produkte in SPAR-, EUROSPAR-, INTERSPAR- oder Maximarkt-Filialen zurückgeben. Den Kaufpreis erhältst du auch ohne Kassabon zurück.

Für Hinweise erreichst du die Polizei unter: +43 59133 10-3333

Weitere wichtige Nummern:

  • Vergiftungsinformationszentrale: 01 406 43 43
  • Rettung: 144
  • Ärztefunkdienst: 141
  • Euro-Notruf: 112

Den HiPP-Elternservice erreichst du unter: +43 7612 76577-104

Quelle: ARGES, Polizei Burgenland

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