Start Österreich Bundesschatz: 10 Milliarden Euro nach zwei Jahren erreicht

Bundesschatz: 10 Milliarden Euro nach zwei Jahren erreicht

Bundesschatz für den öffentlichen Sektor
Foto © BKA/Aigner

Das staatliche Anlageprodukt Bundesschatz verzeichnet zum zweiten Jahrestag ein deutliches Wachstum. Seit dem Start im April 2024 haben Anlegerinnen und Anleger mehr als 170.000 Konten eröffnet. Gleichzeitig überstieg das veranlagte Gesamtvolumen erstmals die Marke von zehn Milliarden Euro. Vor allem im vergangenen Jahr legte das Angebot kräftig zu, denn das Volumen erhöhte sich um rund sechs Milliarden Euro und hat sich damit mehr als verdoppelt.

Zinsen steigen weiter an

Die Attraktivität des Bundesschatzes hängt stark mit den laufenden Anpassungen der Zinssätze zusammen. Diese orientieren sich an den aktuellen Entwicklungen auf den Finanzmärkten. Zuletzt wurden die Zinsen erneut angehoben. Je nach Laufzeit bewegen sie sich derzeit zwischen 1,95 Prozent pro Jahr für kurzfristige Anlagen und bis zu 3,10 Prozent jährlich bei einer Bindung von zehn Jahren.

Das Angebot richtet sich an eine breite Zielgruppe. Neben klassischen Privatanlegern nutzen auch Treuhandkonten, mündelsichere Veranlagungen oder Selbstständige das Produkt. Gerade für Unternehmer kann der Bundesschatz steuerliche Vorteile bringen, etwa durch den Gewinnfreibetrag.

Zusätzliche Sichtbarkeit erhielt das Angebot zuletzt durch die Aufnahme in Vergleichsportale wie jene der Arbeiterkammer sowie auf Durchblicker. Dort zeigt sich, dass das Produkt im Wettbewerbsvergleich durch Gebührenfreiheit, solide Verzinsung und hohe Sicherheit punktet.

Grüner Bundesschatz stark gefragt

Ein wachsender Teil der Investitionen fließt in nachhaltige Varianten. Rund zwei Milliarden Euro entfallen mittlerweile auf sogenannte grüne Bundesschätze. Diese Gelder verwendet der Staat gezielt für Projekte im Bereich Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel.

Die Wirkung dieser Investitionen macht ein regelmäßig veröffentlichter Bericht transparent. Anleger können dadurch nachvollziehen, welchen Beitrag ihr Geld zu Umweltmaßnahmen leistet.

Politik und Finanzagentur betonen Vorteile

Finanzminister Markus Marterbauer hebt die Bedeutung sicherer Anlageformen hervor: „Ich bin selbst ein zufriedener Bundesschatz-Sparer. Gerade in Zeiten volatiler Finanzmärkte ist eine sichere und risikoarme Geldanlage von großer Bedeutung, das zeigt das hohe veranlagte Volumen.“

Auch Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl unterstreicht die einfache Zugänglichkeit. Die Kontoeröffnung funktioniert digital über die ID Austria und soll möglichst niederschwellig bleiben.

Für die operative Umsetzung ist die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur verantwortlich. Deren Vertreter Markus Stix sieht im Produkt auch einen strategischen Vorteil: Investitionen aus der Bevölkerung stärken die finanzielle Unabhängigkeit Österreichs gegenüber internationalen Kapitalgebern.

Was hinter dem Bundesschatz steckt

Beim Bundesschatz handelt es sich um festverzinste Wertpapiere der Republik Österreich. Anleger erwerben diese direkt beim Staat. Die Laufzeiten reichen von einem Monat bis zu zehn Jahren, wobei bereits Beträge ab 100 Euro möglich sind.

Ein zentraler Vorteil liegt in der Kostenstruktur. Der Staat verrechnet weder Spesen noch Kontogebühren. Zusätzlich existiert eine nachhaltige Variante für alle, die gezielt in Umweltprojekte investieren möchten.

Der Zugang erfolgt primär online über die offizielle Plattform, alternativ stehen auch analoge Möglichkeiten zur Verfügung.

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