Start Steiermark Steiermark: Genehmigungspflicht für Klimaanlagen soll entfallen

Steiermark: Genehmigungspflicht für Klimaanlagen soll entfallen

Landesräte Hannes Amesbauer und Simone Schmiedtbauer wollen Verfahren vereinfachen: Künftig soll für Klimaanlagen in der Steiermark eine Meldepflicht samt schalltechnischem Nachweis genügen.

Klimaanlage montieren

Der Einbau von Klimaanlagen soll in der Steiermark künftig deutlich erleichtert werden. Im Zuge der geplanten umfassenden Novelle des Baugesetzes kündigen Landesrat Hannes Amesbauer und Landesrätin Simone Schmiedtbauer an, dass für Klimaanlagen künftig kein aufwendiges baubehördliches Genehmigungsverfahren mehr notwendig sein soll. Stattdessen soll – ähnlich wie bereits bei Wärmepumpen – eine Meldepflicht mit Vorlage eines schalltechnischen Nachweises ausreichen.

Die neue Regelung erleichtert bzw. ersetzt die Zustimmung der Baubehörde, aber nicht die Zustimmung der Hausverwaltung, des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft.

Die hochsommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage haben einmal mehr gezeigt, dass viele Menschen nach wirksamen Möglichkeiten suchen, ihre Wohn- und Arbeitsräume angenehm zu temperieren. Besonders in dicht bebauten Gebieten blieb es auch während der Nachtstunden vielerorts überdurchschnittlich warm. Die Landesregierung setzt daher auf einen pragmatischen Zugang: Wer künftig in eine Klimaanlage investieren möchte, soll nicht durch unnötige bürokratische Hürden belastet werden.

Der geplante Entfall der Genehmigungspflicht ist Teil eines größeren Deregulierungspakets im Bau- und Raumordnungsrecht, das derzeit ausgearbeitet wird. Ziel ist es, Verfahren zu vereinfachen, Vorschriften zu entschlacken und Bürgerinnen und Bürger, Bauwerber, Betriebe sowie Gemeinden von vermeidbarer Bürokratie zu entlasten.

Landesrat Hannes Amesbauer: „Nicht alles muss genehmigt werden“

„Der Staat muss nicht jeden Handgriff seiner Bürger genehmigen. Wo keine sachliche Notwendigkeit für ein aufwendiges Bewilligungsverfahren besteht, müssen wir Bürokratie abbauen und auf Eigenverantwortung setzen. Wer eine Klimaanlage errichten möchte, soll das künftig deutlich einfacher tun können. Mit der Umstellung auf eine Meldepflicht schaffen wir eine spürbare Entlastung für die Menschen und die Bauwerber sowie eine effizientere Verwaltung. Bei diesen Temperaturen brauchen die Bürger keine Schweißperlen im Bürokratiedschungel – man schwitzt auch so schon genug“, betont der für das Baugesetz zuständige Landesrat Hannes Amesbauer.

Landesrätin Simone Schmiedtbauer: „Es braucht einen Maßnahmenmix gegen Hitze“

„Die derzeitigen Temperaturen zeigen, dass der Klimawandel bereits Realität ist. Klimawandelanpassung ist daher das Gebot der Stunde – und dazu werden auch Klimaanlagen gehören. Wir wollen die damit verbundene Bürokratie deshalb spürbar reduzieren. Klimaanlagen sind aber nur ein Teil der Lösung. Zusätzlich braucht es einen breiten Mix an Maßnahmen: Auch unsere Art zu bauen muss sich an immer heißere Sommer anpassen. Glasfronten ohne Beschattungsmöglichkeit müssen der Vergangenheit angehören. Wir arbeiten daher aktuell an einer umfassenden Strategie, um ganzheitlich für kühlere Städte zu sorgen“, sagt Klima- und Energielandesrätin Simone Schmiedtbauer.

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