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Steiermark berät über weitere Maßnahmen gegen Hitze

Kunasek Khom
LH Mario Kunasek und LH-Stv. Manuela Khom © Petra Mitteregger

Die anhaltende Hitzewelle beschäftigt nun auch die Steirische Landesregierung. Bei der Sommerregierungssitzung am 20. August will das Land die Folgen der hohen Temperaturen zum Schwerpunkt machen. Dabei geht es nicht nur um die Belastung für die Bevölkerung, sondern auch um Auswirkungen auf Betriebe, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Infrastruktur und die Trinkwasserversorgung.

Landeshauptmann Mario Kunasek und Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom haben die Regierungsmitglieder aufgefordert, die Lage in ihren Ressorts zu erheben. Jedes Ressort soll prüfen, welche Maßnahmen bereits laufen, wo die Hitze derzeit Probleme verursacht und welche zusätzlichen Schritte möglich wären.

Besonders im Fokus stehen die Trinkwasserversorgung, der Schutz sensibler Einrichtungen sowie die Frage, wie öffentliche Gebäude besser mit langen Hitzephasen umgehen können. Dazu zählen etwa Gesundheitseinrichtungen, Schulen und Kindergärten. Erst vor Kurzem hat das Land die Vorgaben für Schulbauten angepasst und dabei auch sommerliche Überhitzung stärker berücksichtigt.

Ein weiterer Baustein ist das geplante „Wassernetzwerk 2050“. Damit will die Steiermark die Trinkwasserversorgung langfristig und möglichst flächendeckend absichern. Darüber hinaus investiert das Land nach eigenen Angaben weiter in den Schutz vor Hochwasser und Naturgefahren sowie in eine Infrastruktur, die besser auf klimatische Veränderungen vorbereitet ist.

Die ressortübergreifende Analyse soll nun ein klares Lagebild liefern. Auf dieser Grundlage will die Landesregierung beraten, wo sie weitere Hitzeschutzmaßnahmen setzen kann. Die Ergebnisse sollen anschließend in ein Maßnahmenpaket einfließen.

Landeshauptmann Mario Kunasek:

Wir nehmen die Auswirkungen der außergewöhnlich extremen Hitze dieses Sommers sehr ernst und werden diese in der nächsten Regierungssitzung zum Kernthema machen. Die anhaltende Hitze betrifft unsere Gesundheit, die Wasserversorgung, die Lebensmittelversorgung und weitere Lebensbereiche. Deshalb verschaffen wir uns einen umfassenden Überblick über die Situation in allen Ressorts und werden dort handeln, wo die Landesregierung im Rahmen ihrer Möglichkeiten helfen kann. Wo das nicht möglich ist, werden wir an die Bundesregierung herantreten.

Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom:

Die Temperaturen können wir politisch nicht beeinflussen – wir können aber entsprechende Vorbereitungsmaßnahmen treffen. Genau deshalb setzen wir seit Jahren gezielt Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel – von der langfristigen Sicherung der Trinkwasserversorgung durch das Wassernetzwerk 2050 bis hin zu hitzetauglicheren öffentlichen Gebäuden. Die aktuelle Hitzewelle zeigt, dass wir diesen Weg konsequent weitergehen und zusätzlichen Handlungsbedarf ausloten müssen. Unser Ziel ist klar: Die Steiermark soll auch in Zukunft ein lebenswertes Land bleiben.

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