Hitzewellen belasten viele Menschen längst nicht mehr nur an einzelnen Nachmittagen. Besonders unangenehm werden längere Hitzeperioden, wenn auch die Nächte kaum Abkühlung bringen. Dann speichern Wände, Böden und Möbel die Wärme, während sich Innenräume von Tag zu Tag stärker aufheizen. Auch GeoSphere Austria hält fest, dass Hitzewellen in Österreich intensiver, häufiger und länger auftreten.
Wer zu Hause arbeitet, spürt diese Belastung besonders deutlich. Computer, Bildschirme und andere Geräte erzeugen im Homeoffice zusätzliche Wärme. Ein Ventilator sorgt zwar für Luftbewegung, senkt aber nicht die Raumtemperatur. Daher überlegen immer mehr Menschen, ob eine Klimaanlage den Sommer erträglicher machen könnte.
Eine Klimaanlage kühlt die Luft und reduziert bei schwülem Wetter gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit. Allerdings kostet sie Geld, verbraucht Strom und verursacht Geräusche. Außerdem empfinden nicht alle Menschen kalte Luft oder einen direkten Luftstrom als angenehm.
Eine fest installierte Split-Klimaanlage arbeitet meistens effizient und vergleichsweise leise. Allerdings kostet sie inklusive Montage schnell mehrere Tausend Euro. Zusätzlich erfordert sie Bohrungen, Leitungsdurchführungen und eine dauerhaft montierte Außeneinheit. Für viele Mieter kommt diese Lösung deshalb nicht infrage.
Günstigere Monoblock-Klimageräte wirken zunächst wie eine naheliegende Alternative. Modelle mit einem Abluftschlauch arbeiten jedoch weniger effizient und können in Verbindung mit bestimmten Gasthermen einen problematischen Unterdruck erzeugen. Mobile Split-Klimaanlagen sollen die Lücke zwischen Monoblock und fest montierter Anlage schließen.
Modell, Kaufpreis und technische Daten
Unsere Wahl fiel auf die Midea PortaSplit mit 12.000 BTU. Wir kauften das Gerät bei Bauhaus für knapp 800 Euro inklusive Lieferung.
Die PortaSplit besteht aus einer Innen- und einer Außeneinheit. Ein flacher, fest verbundener Kältemittelschlauch verbindet beide Teile. Unser Modell erreicht laut Midea eine Kühlleistung von 3.500 Watt beziehungsweise 12.000 BTU pro Stunde. Die Heizleistung liegt ebenfalls bei 3.500 Watt.
Der Hersteller nennt eine Eignung für Räume bis 42 Quadratmeter beziehungsweise 105 Kubikmeter. Beim Kühlen erreicht das Gerät die Energieeffizienzklasse A++, beim Heizen die Klasse A+. Zusätzlich bietet die PortaSplit Funktionen zum Entfeuchten und Ventilieren.
Wir nutzen die PortaSplit in einem Bereich, der sich an heißen Tagen besonders stark aufheizt.
Unser Vorab-Fazit der Midea PortaSplit
Die Midea PortaSplit kühlt schnell und kräftig. Außerdem funktioniert die Steuerung über die App einfach und zuverlässig. Die dort angezeigten Verbrauchswerte blieben unter unseren Nutzungsbedingungen niedrig.
Allerdings arbeitet unser Gerät nicht flüsterleise. Neben dem Luftgeräusch des Ventilators hören wir ein tieffrequentes Brummen oder Wummern des Kompressors. Für einen normalen Wohn- oder Arbeitsbereich empfinden wir die Lautstärke als akzeptabel. Für unser Schlafzimmer wäre das Gerät jedoch zu laut.
Für knapp 800 Euro würden wir uns wieder für die PortaSplit entscheiden. Stark erhöhte Händlerpreise verändern das Preis-Leistungs-Verhältnis allerdings erheblich.
Montage der Midea PortaSplit am Fenster
Zum Lieferumfang gehört eine Fensterabdichtung für den geöffneten Fensterspalt. Wir befestigen sie mit dem vorgesehenen Klettverschluss am Fensterrahmen. Dadurch gelangt weniger warme Außenluft nach innen. Gleichzeitig hält die Abdichtung Insekten weitgehend draußen.
Danach stellen wir die Midea PortaSplit direkt an das Fenster und hängen die Haltevorrichtung am Fensterrahmen ein. Anschließend heben wir die leichtere Außeneinheit durch das geöffnete Fenster und lassen sie in der Halterung einrasten. Zur zusätzlichen Sicherung verbinden wir die Außeneinheit über das mitgelieferte Stahlseil mit der Inneneinheit. Sollte sich die Außeneinheit unerwartet lösen, verhindert das Seil einen Absturz.
Die Außeneinheit wiegt laut Produktdaten 9,9 Kilogramm. Daher funktioniert die Montage grundsätzlich unkompliziert, erfordert aber etwas Kraft und eine sichere Körperhaltung. Bei schwer erreichbaren Fenstern kann eine zweite Person die Montage deutlich erleichtern.
Die Außeneinheit lässt sich jederzeit wieder hereinheben und auf der Inneneinheit abstellen. Das ist bei einem angekündigten Gewitter oder einer längeren Nutzungspause praktisch. Danach bleibt das gesamte System kompakt zusammen und lässt sich auf seinen Rollen bewegen.
Bei trockenen Wetterbedingungen kann die Außeneinheit draußen bleiben. Allerdings bleibt das Fenster geöffnet. Der übliche Einbruchsschutz eines geschlossenen Fensters ist deshalb nicht gegeben. Besonders bei leicht erreichbaren Fenstern sollte die PortaSplit nicht unbeaufsichtigt mit offener Fensterstellung betrieben werden.
Die beigefügte Fensterabdichtung erfüllt bei uns ihren Zweck, benötigt aber etwas Geduld bei der Befestigung. Das Material sollte möglichst sauber am Rahmen anliegen, weil größere offene Stellen warme Außenluft hereinlassen. Die Lösung wirkt eher funktional als hochwertig. Eine genau angepasste Abdichtung könnte dichter und optisch sauberer schließen.
Wie mobil ist die Midea PortaSplit?
Auf einer ebenerdigen Fläche lässt sich das gesamte System auf seinen Rollen von einem Fenster zum nächsten bewegen. Dafür heben wir die Außeneinheit wieder herein, stellen sie auf die Inneneinheit und rollen das Gerät zum neuen Standort. Innen- und Außeneinheit bleiben über den Schlauch miteinander verbunden.
Innerhalb derselben Ebene lässt sich die mobile Klimaanlage daher flexibel einsetzen. Ein Wechsel zwischen verschiedenen Stockwerken gestaltet sich dagegen deutlich schwieriger. Das Innengerät wiegt laut Hersteller 32,5 Kilogramm und bleibt trotz Rollen schwer und unhandlich. Über eine Treppe lässt sich das gesamte System aus unserer Sicht am besten zu zweit tragen.
Wie gut kühlt die Midea PortaSplit?
Die wichtigste Frage lautet: Kühlt die Midea PortaSplit tatsächlich wirkungsvoll? Nach unserem bisherigen Praxistest lautet die Antwort klar: Ja. Das Gerät sorgt bereits nach kurzer Zeit für eine deutlich spürbare Abkühlung.

Wir verwenden die PortaSplit meistens mit einer Einstellung zwischen 24 und 26 Grad. Bereits 26 Grad fühlen sich während einer starken Hitzeperiode wesentlich angenehmer an als ein dauerhaft aufgeheizter Innenbereich. Eine Klimaanlage muss aus unserer Sicht nicht ständig auf besonders niedrige Temperaturen eingestellt sein. Eine moderate Abkühlung reduziert die Belastung bereits erheblich und vermeidet gleichzeitig einen zu großen Unterschied zur Außentemperatur.
Nach dem Einschalten gibt die PortaSplit kräftig gekühlte Luft ab. Anschließend passt die Invertersteuerung ihre Leistung an die gewünschte Zieltemperatur an. Gerade beim Arbeiten im Homeoffice macht sich die Abkühlung deutlich bemerkbar. Der Aufenthalt wird angenehmer und die Hitze lenkt weniger von der Arbeit ab.
Auch an schwülen Tagen verbessert sich das Raumgefühl. Die PortaSplit senkt nicht nur die Temperatur, sondern entzieht der Luft während des Betriebs Feuchtigkeit. Allerdings verteilt sich die Kälte nicht automatisch gleichmäßig. Türen, Winkel, Entfernungen und Luftströmungen beeinflussen, wie weit die kühlere Luft gelangt.
Lautstärke und Vibrationen der mobilen Klimaanlage
In zahlreichen Videos auf Youtube entsteht der Eindruck, die Midea PortaSplit arbeite nahezu geräuschlos. Diesen Eindruck können wir bei unserem Gerät nicht bestätigen. Midea nennt für den Silent-Modus einen Schalldruckpegel von 39 dB(A). Je nach Ventilatorstufe liegen die Herstellerwerte für das Innengerät zwischen 39 und 49 dB(A).
Wir nehmen zwei unterschiedliche Geräuscharten wahr. Zunächst erzeugt der Ventilator einen deutlich hörbaren Luftstrom. Bereits bei einer Einstellung von 50 Prozent ist das Luftgeräusch klar wahrnehmbar. Bei höherer Leistung nimmt dieses Rauschen weiter zu.
Zusätzlich hören wir ein tieffrequentes Brummen des Kompressors. Der Kompressor sitzt bei der PortaSplit im Innengerät und arbeitet deshalb direkt im gekühlten Bereich. Besonders bei niedriger Ventilatorstärke fällt dieses Brummen auf, weil der schwächere Luftstrom das tiefe Geräusch weniger stark überdeckt. Bei höherer Ventilatorleistung hören wir zwar mehr Luftbewegung, gleichzeitig tritt das Kompressorbrummen etwas in den Hintergrund.
Tiefe und gleichmäßige Geräusche können subjektiv stärker stören als ein konstantes Rauschen. Daher sagt ein einzelner Dezibelwert nur begrenzt aus, wie angenehm eine Klimaanlage tatsächlich klingt. Im normalen Wohn- oder Arbeitsbereich empfinden wir die Lautstärke als akzeptabel. Gespräche, Computer und andere Alltagsgeräusche überdecken einen Teil des Brummens. Für unser Schlafzimmer wäre das Gerät jedoch zu laut.

Zunächst stand die Inneneinheit direkt auf einem festen Untergrund und übertrug Vibrationen auf den Boden. Anschließend stellten wir das gesamte Gerät auf eine feste Schaumstoffunterlage. Dadurch gingen die übertragenen Vibrationen merklich zurück. Das Kompressorbrummen verschwand zwar nicht, allerdings verstärkte der Boden das Geräusch weniger stark.
Auch der Verbindungsschlauch kann Vibrationen auf das Fenster, den Rahmen oder eine Wand übertragen. Berührt der Schlauch eine harte Fläche, kann daraus ein zusätzliches Brummen oder leichtes Dröhnen entstehen. Wir achten deshalb auf eine möglichst freie und spannungsarme Ausrichtung. Bereits kleine Veränderungen können die Geräuschentwicklung reduzieren.
Wie hoch ist der Stromverbrauch der Midea PortaSplit?
Die Midea SmartHome App zeigte an einem Nutzungstag mit 11,8 Betriebsstunden einen Verbrauch von 2,27 Kilowattstunden an. Bei unserem fixen Stromtarif entstanden dafür Kosten von 0,32 Euro.
Die PortaSplit kühlte während dieser Zeit nicht ständig mit voller Leistung. Sobald sich die Temperatur dem eingestellten Zielwert nähert, reduziert die Invertersteuerung die Leistung. Für rund 80 Betriebsstunden im Juli zeigte die App Stromkosten von insgesamt 1,96 Euro an. Damit blieben die laufenden Kosten unter unseren bisherigen Nutzungsbedingungen niedrig.
Auch im reinen Ventilatorbetrieb zeigt die App geringe Leistungswerte. Bei voller Ventilatorstärke liegt die angezeigte Leistungsaufnahme bei rund 36 Watt. Bei einer Einstellung von 50 Prozent zeigt die App etwa 24 Watt an.
Alle genannten Verbrauchs- und Leistungswerte stammen aus der Midea SmartHome App. Wir haben diese Angaben nicht zusätzlich mit einem externen Strommessgerät kontrolliert. Die Werte zeigen daher unsere konkrete Nutzung. Andere Wetterbedingungen, Zieltemperaturen oder längere Phasen mit hoher Kompressorleistung können zu einem anderen Verbrauch führen.
Bedienung über die App
Die Midea SmartHome App gehört für uns zu den überzeugendsten Funktionen der PortaSplit. Die Einrichtung funktionierte einfach und ohne größere Probleme. Anschließend konnten wir Temperatur, Betriebsart und Ventilatorstärke zuverlässig steuern. Auch das Ein- und Ausschalten funktioniert über die App.
Besonders praktisch ist die Fernsteuerung, bevor wir einen stark aufgeheizten Bereich länger nutzen. So kann die PortaSplit bereits vorher mit der Kühlung beginnen. Darüber hinaus zeigt die App Informationen zum Verbrauch und zu den Stromkosten auf Grundlage des hinterlegten Tarifs an.
Im Alltag würden wir die App-Steuerung klar empfehlen. Sie bietet deutlich mehr Komfort als die alleinige Bedienung über die Tasten am Gerät oder die mitgelieferte Fernbedienung.
Kondenswasser bei hoher Luftfeuchtigkeit
Bei hoher Luftfeuchtigkeit gibt die Außeneinheit teilweise viel Kondenswasser ab. Besonders an schwülen Tagen fällt die Wassermenge deutlich größer aus. Vor der Montage sollte deshalb klar sein, wohin das Wasser fließt.
Unterhalb der Außeneinheit dürfen keine empfindlichen Gegenstände stehen. Außerdem sollte das Wasser weder auf Personen noch auf fremde Flächen oder häufig genutzte Wege tropfen. Je nach Montageort kann eine Auffanglösung notwendig sein. Alternativ lässt sich das Kondenswasser möglicherweise gezielt zu einem geeigneten Ablauf führen.
Die Wassermenge hängt von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Je mehr Feuchtigkeit das Gerät der Innenluft entzieht, desto mehr Wasser muss es anschließend abführen. Dieser Punkt spielt vor dem Kauf häufig kaum eine Rolle, kann nach der Montage aber schnell relevant werden.
Luftverteilung und Verträglichkeit
Wir lassen während des Betriebs die Türen in den genutzten Bereichen geöffnet. Dadurch kann sich ein Teil der gekühlten Luft über den direkten Aufstellungsort hinaus verteilen. Zusätzlich stellen wir einen eigenen Ventilator in einen Türbereich. Er transportiert einen Teil der kühlen Luft gezielt in angrenzende Räume.
Diese einfache Lösung funktioniert bei uns halbwegs gut. Der zusätzliche Ventilator erzeugt zwar keine eigene Kühlleistung, verteilt aber die bereits abgekühlte Luft. Mit zunehmender Entfernung nimmt die Wirkung ab. Daher darf man keine gleichmäßige Klimatisierung mehrerer getrennter Räume erwarten.
Ein weiterer Punkt fehlt in vielen technischen Tests: Nicht alle Menschen empfinden kalte Luft als angenehm. Während eine Person möglichst schnell starke Abkühlung möchte, stört sich eine andere bereits am Luftstrom. Auch bei der bevorzugten Zieltemperatur können die Wünsche deutlich auseinandergehen.
Direkte Zugluft kann besonders an Schreibtischen, Sofas oder Schlafplätzen unangenehm werden. Deshalb sollte die PortaSplit nicht über längere Zeit direkt auf Personen blasen. Eine Einstellung zwischen 24 und 26 Grad reicht bei uns meistens aus und verhindert eine unnötig starke Abkühlung.
Auch der zusätzliche Ventilator kann helfen, weil er die Luft breiter verteilt. Vor dem Kauf sollte deshalb nicht nur die Kühlleistung zählen. Ebenso wichtig ist die Frage, wie alle Menschen im Haushalt auf kühlere Luft und Zugluft reagieren.
Warum wir keinen Monoblock gekauft haben
Bevor wir die PortaSplit kauften, beschäftigten wir uns auch mit klassischen Monoblock-Klimageräten. Diese Modelle kosten häufig weniger und lassen sich schnell aufstellen. Ein großer Abluftschlauch führt die aufgenommene Wärme durch ein geöffnetes oder abgedichtetes Fenster nach draußen.
Ein Einschlauch-Monoblock bläst dabei jedoch Raumluft aus dem gekühlten Bereich. Dadurch entsteht ein Unterdruck. Anschließend strömt durch Türspalten, Fenster und andere undichte Stellen warme Außenluft nach. Das Klimagerät muss einen Teil dieser Luft erneut kühlen und arbeitet deshalb weniger effizient als ein Split-System.
Eine Fensterabdichtung reduziert zwar den direkten Luftaustausch am geöffneten Fenster. Sie verhindert den Unterdruck aber nicht vollständig, weil die nach außen beförderte Luft an einer anderen Stelle nachströmen muss.
Die PortaSplit arbeitet anders. Sie transportiert die Wärme über den geschlossenen Kältemittelkreislauf zur Außeneinheit. Dabei bläst sie nicht ständig gekühlte Raumluft nach draußen.
Bei raumluftabhängigen Gasthermen, Öfen oder Kaminen kann der Unterdruck eines Abluftgeräts zudem ein Sicherheitsrisiko darstellen. Im ungünstigsten Fall gelangen Abgase aus dem Kamin zurück in den Raum. Dabei kann auch farb- und geruchloses Kohlenmonoxid austreten. Die Arbeiterkammer Niederösterreich warnt deshalb vor dem gleichzeitigen Betrieb mobiler Abluft-Klimageräte und Gasthermen ohne ausreichende Frischluftzufuhr.
Die PortaSplit erzeugt nicht denselben Unterdruck wie ein Einschlauch-Monoblock. Dieser Unterschied spielte neben der höheren Effizienz eine wichtige Rolle bei unserer Kaufentscheidung.
Preis und Verfügbarkeit
Wir kauften die Midea PortaSplit für knapp 800 Euro inklusive Lieferung. Für diesen Preis bietet das Gerät aus unserer Sicht ein überzeugendes Gesamtpaket.
Während der starken Hitze im Juli 2026 war die PortaSplit vielerorts zeitweise ausverkauft. Gleichzeitig verlangten einzelne Händler deutlich höhere Preise. Wir sehen aktuell verfügbare Angebote zwischen etwa 1.400 und 2.000 Euro.
Zu solchen Preisen würden wir die PortaSplit nicht kaufen. Der hohe Aufschlag verschlechtert das Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich. Interessenten sollten deshalb nicht aus Zeitdruck bestellen. Gerade während einer Hitzewelle können knappe Bestände die Preise kurzfristig stark erhöhen.
Ein Kaufpreis um 800 Euro erscheint uns angesichts der Kühlleistung, App-Steuerung und mobilen Split-Bauweise angemessen. Bei 1.400 Euro oder mehr würden wir auf eine bessere Verfügbarkeit warten oder Alternativen vergleichen.
Fazit: Lohnt sich die Midea PortaSplit?
Die Midea PortaSplit erfüllt ihre wichtigste Aufgabe überzeugend. Sie kühlt schnell und kräftig und sorgt selbst während längerer Hitzeperioden für eine deutlich spürbare Abkühlung. Damit bietet sie vor allem Menschen eine interessante Lösung, die keine feste Klimaanlage montieren können oder möchten.
Die Montage am Fenster funktioniert grundsätzlich unkompliziert. Die leichtere Außeneinheit lässt sich herausheben und in der Halterung befestigen. Allerdings bleibt das Fenster dabei geöffnet und bietet deshalb nicht den üblichen Einbruchsschutz. Innerhalb derselben Ebene lässt sich das System gut bewegen, während ein Transport über Treppen wegen des Gewichts am besten zu zweit gelingt.
Die Midea SmartHome App funktioniert einfach und zuverlässig. Zudem blieben die angezeigten Verbrauchswerte unter unseren bisherigen Bedingungen niedrig. Mit geöffneten Türen und einem zusätzlichen Ventilator lässt sich ein Teil der kühlen Luft in angrenzende Bereiche transportieren.
Der größte Nachteil bleibt die Lautstärke. Bereits bei 50 Prozent Ventilatorleistung hören wir ein deutliches Luftgeräusch. Hinzu kommt das tieffrequente Brummen des Kompressors im Innengerät. Eine feste Schaumstoffunterlage und eine sorgfältige Schlauchausrichtung reduzieren übertragene Vibrationen, beseitigen das Brummen aber nicht.
Für einen normalen Wohn- oder Arbeitsbereich empfinden wir die Geräuschentwicklung als akzeptabel. Für unser Schlafzimmer wäre das Gerät zu laut. Außerdem sollten Käufer das Kondenswasser und die unterschiedlichen Temperaturempfindungen aller Bewohner berücksichtigen.
Für knapp 800 Euro würden wir die Midea PortaSplit wieder kaufen. Sie bietet eine leistungsfähige Alternative zu einem weniger effizienten Einschlauch-Monoblock und zu einer teuren, fest installierten Split-Anlage. Bei Preisen von 1.400 Euro oder mehr würden wir dagegen abwarten.





























































