Start Wohnen in Graz Einbruchschutz: Sicherheit für das eigene Heim

Einbruchschutz: Sicherheit für das eigene Heim

Wie man sich und sein Eigentum wirksamer gegen Einbrecher schützen kann

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Laut Analysen der Polizei ist die Zahl der Einbrüche von November bis Jänner höher als in anderen Monaten. Die Täter sind besonders in der Dämmerungszeit zwischen 16 und 21 Uhr unterwegs. Wohnungs- oder Hausbesitzer können bereits mit einfachen Sicherheitsvorkehrungen das eigene Heim vor einem Einbruch schützen. Einige Vorkehrungen für den Einbruchschutz sind sogar kostenlos. 

Einbrecher suchen den einfachsten und schnellsten Weg ins Haus oder in die Wohnung. Oft sind es Täter, die einfachste Möglichkeiten nutzen und mit einem Schraubenzieher oder einer Zange schlecht gesicherte Türen oder Fenster aufbrechen. Gelingt es ihnen in die Wohnung einzudringen, haben sie es meist auf schnell verwertbares Gut abgesehen. Einbruchprävention soll den Tätern möglichst viele Hindernisse in den Weg zu legen und durch meist einfache Sicherungsmaßnahmen wie gut gesicherte Fenster und Türen mögliche Einbrecher abschrecken. Darüber hinaus ist es ratsam, Schmuck, Bargeld und wertvolle Gegenstände in einem Safe zu verwahren und am besten keine höheren Bargeldbeträge zuhause aufzubewahren.

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts market ist unser Sicherheitsempfinden im eigenen Haus bzw. in der Wohnung mit 87% am stärksten ausgeprägt. Gerade deswegen ist für Betroffene ein Einbruch neben dem materiellen Schaden die Verletzung der eigenen Privatspäre und das verlorene Sicherheitsgefühl ein großer Schock.

Tipps zur Vorbeuge von Einbrüchen

Die nachfolgenden Tipps zeigen, wie man sich und sein Eigentum
wirksamer gegen Einbrecher schützen kann. Wichtig ist dabei das richtige Verhalten
wie sinnvolle technische Einbruchsicherungen am Haus. Zwischen einzelnen Sicherungsmaßnahmen gibt es aber keine genaue Grenze. So müssen sich mechanische und elektronische Sicherungsmaßnahmen ergänzen.

  • Gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind sehr wichtig: Zusammenhalt schreckt Täter oft ab.
  • Anzeichen einer langen Abwesenheit vermeiden: Briefkästen leeren und Werbematerial beiseitigen. Zeitschaltuhren kaufen und eine automatische Außenbeleuchtung installieren. Plötzlich angehende Lichter stören sie genauso, wie das Gebell eines Hundes.
  • Alle Fenster, Terrassen- und Balkontüren schließen: Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster. Somit gibt es im Einbruchsfall keinen Versicherungsschutz!
  • Sichtschutz vermeiden um dem Einbrecher kein ungestörtes Einbrechen ermöglichen.
  • Keine Werkzeuge oder Gegenstände im Freien stehen lassen, welche Einbrecher leicht nützen können. So ist eine frei zugängliche Leiter eine Einladung für jeden Einbrecher. Kann die Leiter nicht eingeschlossen werden, diese am besten mit einem Fahrradschloss sichern um einen schnellen Zugriff zu verhindern. Auch Mülltonnen unter Fenstern oder Balkonen können Einbrechern als Einstiegshilfen dienen. Frei zugängliche Steckdosen bieten Einbrechern noch dazu die Möglichkeit, mitgebrachtes Werkzeug einzusetzen.
  • Abwesenheit in den Abendstunden vermeiden.
  • Terrassentüren sichern: Hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen.

Einbruchsprävention

Es gibt keine einbruchsicheren Wohnungen

erklärt Mag. Robert Goliasch, Vorsitzender der Berufsgruppe der Berufsdetektive
in der Wirtschaftskammer. Je länger es aber für einen Einbrecher dauert Sicherheitsmaßnahmen zum Einbruchschutz zu überwinden, umso eher sehen Einbrecher von einer Tat ab und suchen sich ein lohnenswerteres Objekt.

Viele Menschen beginnen erst nach dem Einbruch, also wenn der Schaden bereits da ist, mit Einbruchsprävention. Gerade hier hält Experte Goliasch die Maßnahmen, die unter dem Eindruck eines Einbruches gesetzt werden oft überzogen. Um Einbrecher abzuschrecken, hätten auch einfachere Maßnahmen genügt. Die meisten Einbrüche sind aus Erfahrung des Experten nicht von langer Hand geplant. Es komme selten vor, dass Täter ein Haus oder Wohnung vorher wochenlang observieren. Einbrecher haben
oft auch keine schweres Werkzeug dabei sondern sind mit leichten Werkzeugen wie Schraubenzieher, Rohrzange und ein kurzes Brecheisen unterwegs. Eine ungesicherte Eingangstür ist damit in weniger als einer Minute geöffnet, der gesamte Einbruch dauert selten länger als eine halbe bis drei viertel Stunde.

Einbrecher sind bemüht, ihre „Arbeit“ still, leise und unbemerkt auszuüben. Plötzlich angehende Lichtquellen stören sie genauso, wie beispielsweise das Gebell eines Hundes. 

Dachgeschoß und Parterre besonders gefährdet

Die meisten Einbrüche in Einfamilienhäuser ereignen sich über die Terrassentür (49,5 %), durch ein Fenster (32,6 %) oder die Haustüre (12,5 %) wie bei Wohnungen, die nicht im Erdgeschoß liegen. Ein möglichst einfacher Fluchtweg aus der Wohnung oder dem Haus ist den Einbrechern beinahe wichtiger, als ein einfacher Zugang.

In Mehrparteienhäusern sind Erdgeschoß und die oberste Etage am stärksten gefährdet. Der oberste Stock ist bei Einbrechern beliebt, weil sie den Lift blockieren und unbehelligt
ihren Einbruch durchführen können. Diese müssen dann nicht befürchten, dass sie ein Hausbewohner aus einer oberen Etage überraschen könnte.

Um einzusteigen werden auch abenteuerliche und gefährliche Wege in Kauf genommen, nach die Heimbesitzer oft nicht gedacht haben. Auch vor einem Weg über das Dach scheuen Einbrecher nicht zurück, wenn dadurch ein leicht zu öffnendes Fenster
oder eine ungesicherte Balkontür erreicht werden kann.

Was tun nach einem Einbruch?

Opfer eines Einbruchs sollten sofort die Polizei unter dem Notruf 133 anrufen! Am Tatort nichts berühren und die Spurensicherung den Experten überlassen. Die Polizei auch alarmieren, sollte jemanden im Haus oder in der Wohnung vermutet werden. Auch in die Enge getriebene Einbrecher können gefährlich werden. Danach den Vorfall der Versicherung melden.

Einbruchversicherung: Was leistet die Haushaltsversicherung im Falle eines Einbruchs?

Ersetzt wird bei einem Einbruch zuerst der Zeitwert der gestohlenen Wertgegenstände. Die Differenz vom Zeitwert zum Wiederbeschaffungswert bekommt man, sobald Sachen gleicher Art und Güte wie beispielsweise vergleichbare Schmuckstücke angeschafft wurden. Meistens beträgt die einem zur Verfügung stehenden Frist ein Jahr ab dem Schadensereignis. Genauere Details sind in den Versicherungsbedingungen zu finden.

In der Haushaltsversicherung gibt es für Grenzen bei der Entschädigung für Wertgegenstände. Die Höhe der Entschädigung hängt dabei davon ab, wo die Wertgegenstände verwahrt wurden. Übersteigt die Neuanschaffung der gestohlenen Wertgegenstände die vereinbarten Entschädigungsgrenzen, wird nur ein Teil des Schadens ersetzt. Höhere Entschädigungsgrenzen bedeuten aber auch höhere Prämien bei der Versicherung. Die Entschädigungsgrenzen bei Einbruchsdiebstahl liegt beispielsweise bei Versicherungen laut einer Erhebung der Arbeiterkammer zwischen 250 und 2.000 Euro für freiliegendes Bargeld und 1.000 bis 3.500 Euro für in Möbeln aufbewahrtes Bargeld. Höhere Entschädigungen gewähren Einbruchersicherungen auch bei Verwendung von Safes ab der Klasse EN 0.

Versicherungstipps

  1. Fenster vollständig schließen und nicht kippen, ansonsten zahlt die Versicherung nicht.
  2. Wertgegenstände mit maximal möglicher Sicherheit in Wand-, Mauersafes oder Geldschränken aufbewahren. Ein Safe oder Geldschrank muss den Versicherungsbedingungen entsprechen und ordnungsgemäß versperrt sein.
  3. Für einfachen Diebstahl, also wenn der Täter durch die unversperrte Keller- oder Balkontür ins Haus gelangt, sind die Entschädigungsgrenzen deutlich niedriger als bei Einbruch. 
  4. Bei einer Mitversicherung von Schäden durch Vandalismus sind die Kosten der Wiederherstellung der durch Einbruch beschädigten Baubestandteile wie Fenster und Türen sowie die Kosten für notwendige Schlossänderungen sind oftmals bis zu einer gewissen Höhe gedeckt.
  5. Verzeichnis von Wertgegenständen inklusive Fotos führen um einen Nachweis im Falle eines Schadens zu haben.

Mehr zum Thema Einbruchsprävention:

www.ardmediathek.de/tv/Kaffee-oder-Tee/Einbruchspr%C3%A4vention/SWR-Fernsehen/Video
www.graz.at/cms/dokumente/10141641_7749020/d5946dc5/Wohnungseinbruch.pdf

Quelle: Polizei, WKO, Wiener Städtische, Sicher leben in Graz, Arbeiterkammer

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