Start Mobilität Neue (teurere) Tarife für Straßenbahn, Bus und S-Bahn ab 1. Juli

Neue (teurere) Tarife für Straßenbahn, Bus und S-Bahn ab 1. Juli

Stadträtin Kahr fordert einen Stopp der ÖV-Tariferhöhung.

Tariferhöhung ÖV Graz

Laut einem Entwurf, der die Kleine Zeitung heute exklusiv veröffentlicht hat, ist auch dieses Jahr mit Juli eine Tariferhöhung für Straßenbahn, Bus, und S-Bahn geplant. Die Tarife für Stundenkarte (eine Zone) und das Freizeitticket sollen unverändert bleiben. Die Jahreskarte wird aber um 17 Euro deutlich teurer. Angehoben sollen auch die Toptickets für SchülerInnen und Studierende werden.

Verkehrsstadträtin: Neuerlich geplante Verteuerung wirkt Fahrgäste-Rückholaktion und Klimazielen entgegen

Allen Bekenntnissen zu Klimaschutz und attraktiveren Öffis zum Trotz stehe mit 1. Juli die nächste Tariferhöhung ins Haus. Während andere den Nulltarif einführen, wird bei uns die Tarifschraube weiter angezogen. Dieser jährliche Automatismus muss beendet werden.

fordert KPÖ-Stadträtin Elke Kahr. Erneut soll die Erhöhung um durchschnittlich 2,25 % vor allem zu Lasten der „vergünstigen“ Jahreskarte gehen. Konkret geht ihr Appell an die Zuständigen in Stadt und Land, den noch für heuer geltenden Grund- und Tarifierungsvertrag neu aufzusetzen. Derzeit erlaubt dieses Übereinkommen den Unternehmen des Verkehrsverbundes eine Erhöhung der durchschnittlichen Ticketpreise um das 1,5-fache des VPI. Das Geld hole man sich bei der vergünstigten Grazer Jahreskarte (zurück): Mit ihrer Einführung 2015 gelang ein wichtiger Schritt, indem die Stadt eine Zuzahlung in der Höhe von € 175.- übernahm.

Leider wurde die Zuzahlung seither nicht angepasst, was bei den jährlichen Tariferhöhungen bedeutet, dass der Anreiz und damit auch der Lenkungseffekt immer mehr verpufft.

kritisiert die Verkehrsstadträtin. Mit der nun angekündigten Verteuerung auf € 315.- wird das vergünstigte Jahresticket noch einmal um 6 % teurer, d.h. die Steigerung beträgt binnen sechs Jahren schon überproportionale 38 %, wenn nicht die Stadt ihren Zuschuss erhöht. Elke Kahr abschließend:

Das ist nicht zumutbar und ich fordere den Finanzstadtrat auf, diese neuerliche Erhöhung zu abzudecken. In Zeiten, wo es darum gehen muss, die wegen der Corona-Pandemie verlorenen Fahrgäste zurückzuholen, ist eine weitere Erhöhung jedenfalls sicher nicht das richtige Mittel.

1 KOMMENTAR

  1. Würde mich auch wundern, wenn es nicht so wäre.

    In jedem neuen Jahr wird alles teurer. Was soll’s.

    Natürlich freue ich mich nicht darüber. Die Seniorenmarke ist nicht gerade billig
    und seit der Pandemie benütze ich die Bim höchstens einmal die Woche oder
    nur alle 14 Tage.

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte schreibe hier deinen Kommentar
Dein Name