Gleich zwei schwere Vorfälle beschäftigten in den vergangenen Tagen die Polizei in der Steiermark. In Schladming bedrohte ein Mann einen Hotelgast mit einem Revolver und äußerte antisemitische Parolen. In Frauental missachtete ein 48-Jähriger mehrfach ein Betretungsverbot, nachdem er seine Lebensgefährtin mit einem Messer bedroht haben soll.
Hotelgast mit Revolver bedroht
Am Donnerstagabend wurde die Polizei zu einem Hotel in Schladming gerufen. Ein 70-jähriger Hotelgast steht im Verdacht, einen 30-jährigen US-Amerikaner mit einem Revolver bedroht zu haben.
Nach Angaben der Polizei zeigte der Mann seinem Gegenüber eine passende Patrone und äußerte dabei die Worte: „Juden verschwindet.“
Um eine mögliche Gefährdung auszuschließen, brachten die Einsatzkräfte Hotelgäste vorsorglich aus dem Gefahrenbereich. Kurz darauf entdeckten sie den Tatverdächtigen auf einem Balkon des Hotels.
Die Lebensgefährtin öffnete schließlich die Wohnungstür, woraufhin die Beamten den 70-Jährigen festnahmen. Bei einer Durchsuchung fanden sie den vom Opfer beschriebenen Revolver versteckt in einer Schublade und stellten ihn sicher.
Die Ermittlungen führt nun das Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE).
Mann missachtet Betretungsverbot mehrfach
Bereits in der Nacht auf Donnerstag kam es in Frauental im Bezirk Deutschlandsberg zu einem weiteren Polizeieinsatz.
Ein 48-Jähriger steht im Verdacht, seine Lebensgefährtin während eines Streits mit einem rund 30 Zentimeter langen Küchenmesser bedroht und angekündigt zu haben, sie umzubringen. Die Frau verständigte daraufhin die Polizei.
Die Beamten sprachen gegen den Mann ein Betretungs- und Annäherungsverbot aus und wiesen ihn aus der gemeinsamen Wohnung.
Drei Mal zurückgekehrt
Der 48-Jährige hielt sich laut Polizei jedoch nicht an das Verbot. Noch in derselben Nacht kehrte er mehrfach zur Wohnung zurück. Er soll lautstark gegen Fenster und eine Terrassentür geschlagen haben, um wieder in die Wohnung zu gelangen.
Nachdem wiederholte Wegweisungen ohne Erfolg geblieben waren, nahmen Polizisten den Mann bei seiner dritten Rückkehr fest.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wurde er in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung sowie wegen mehrfacher Missachtung des Betretungs- und Annäherungsverbots ermittelt.
Hunderte Betretungsverbote in der Steiermark
Betretungs- und Annäherungsverbote zählen laut Polizei zu den wichtigsten Sofortmaßnahmen zum Schutz von Gewaltopfern.
Im ersten Halbjahr 2026 sprachen Polizistinnen und Polizisten in der Steiermark 768 Betretungs- und Annäherungsverbote aus. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 798. Nach Angaben der Polizei zeigen diese Maßnahmen das konsequente Einschreiten zum Schutz gefährdeter Personen.





























































