Start Freizeit & Lifestyle Bahnreisen: 10 EU-Hauptstädte von Graz binnen 13 Stunden mit Bahn erreichbar

Bahnreisen: 10 EU-Hauptstädte von Graz binnen 13 Stunden mit Bahn erreichbar

Bahnreisen

Bahnreisen werden wieder beliebter. Die Österreicher machten im Vorjahr laut Statistik Austria rund 700.000 Sommerurlaubsreisen mit der Bahn. Das waren um 24 Prozent mehr als im Jahr 2017. 

Für heuer rechnen wir nicht zuletzt aufgrund des gestiegenen Umweltbewusstseins mit einem weiteren Anstieg. Erstmals seit 35 Jahren könnte der Anteil der Bahn an den Sommerurlaubsreisen wieder auf über zehn Prozent steigen.

stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Zuletzt wurden in Österreich im Jahr 1984 mehr als zehn Prozent der Reisen mit der Bahn gemacht. Dies ist auch das Resultat einer Änderung bei der Reisephilosophie:

Ein Teil der Menschen sieht schon heute die Reise als Teil vom Urlaubserlebnis.

Und dieser Anteil wird zunehmen. Es ist ein Wiederentdecken des Reisens erkennbar. Im Unterschied zur Entwicklung der vergangenen 25 Jahre, wo es darum ging, möglichst rasch an einen Urlaubsort zu kommen. Reisen mit der Bahn in weiter entfernte Regionen bedeutet beispielsweise, bereits die Anreise für Zwischenstopps mit Besichtigungen zu nutzen.

Von Graz aus sind fünf EU-Hauptstädte binnen sieben Stunden und zehn EU-Hauptstädte binnen 13 Stunden mit der Bahn erreichbar, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt.

Bahnreise Graz

Wie gut sind die EU-Hauptstädte von Graz aus mit der Bahn erreichbar?

  1. Ljubljana: 3:35 Stunden (1 direkte Verbindung)
  2. Bratislava: 3:54 bis 4:33 Stunden (16 Verbindungen mit 1 x umsteigen)
  3. Zagreb:4:01 Stunden (1 direkte Verbindung)
  4. Budapest: 5.41 Stunden (1 direkte Verbindung)
  5. Prag: 6:41 Stunden (6 direkte Verbindungen)
  6. Warschau: 9:47 bis 10:31 (4 Verbindungen mit 1 x umsteigen; davon 1 Nachtzug ab Wien – 14:27 Stunden)
  7. Berlin: 10:13 bis 13:50 Stunden (3 Verbindungen mit 1 x umsteigen; 1 Nachtzug (Wien Berlin))
  8. Luxemburg: ca. 12 Stunden (1 Verbindung mit 1 x umsteigen; inkl. 1:10h kurze Busfahrt)
  9. Paris: 12:29 bzw. 15:13 Stunden (2 Verbindungen mir 1 x umsteigen; inkl. 1 Nachtzug (Graz-Zürich))
  10. Rom: 12:56 Stunden (1 Verbindung mit 1 x umsteigen; inkl. Nachtzug (Bruck an der Mur-Rom)
  11. Brüssel: 13:59 Stunden (1 Verbindung mit 1 x umsteigen)
  12. Amsterdam: 15:08 Stunden (1 Verbindung mit 1 x umsteigen)
  13. London. 16:13 Stunden (1 Verbindung mit 2 x umsteigen: 16:13h)
  14. Kopenhagen. 20:01 Stunden (1 Verbindung mit 2 x umsteigen, inkl. Nachtzug ohne Schlafmöglichkeit: 20:01h)
  15. Sofia: ca. 22 Stunden (1 Verbindung mit 2 x umsteigen; davon 1 Nachtzug ohne Schlafmöglichkeit(Zagreb-Belgrad)
  16. Bukarest: 22:54 Stunden (1 Verbindung mit 1 x umsteigen; davon 1 Nachtzug (Wien Bukarest) 22:54 Stunden)
  17. Stockholm: ca. 24 Stunden (Verbindungen mit min. 3 x umsteigen; inkl. Nachtzug (Wien-Hamburg)bzw. Hamburg-Kopenhagen ohne Schlafmöglichkeit(Nacht IC)
  18. Madrid: ca. 26 Stunden (Verbindungen mit min. 3 x umsteigen; inkl. 1 Nachtzug (Wien-Zürich)
  19. Vilnus: ca. 29 Stunden (1 Verbindung pro Tag mit 3 x umsteigen (und über Weißrussland): davon Nachtzug (Wien-Warschau oder Warschau-Minks oder Wien-Minks (1 x pro Woche)
  20. Dublin: ca. 31. Stunden (Verbindungen mit min. 5 x umsteigen)
  21. Valetta: ca. 34 Stunden (Verbindungen mit min. 3 x umsteigen; davon Nachtzug (Bruck an der Mur-Rom oder Udine-Rom oder Rom- Catania)
  22. Athen: ca. 36 Stunden (1 Verbindungen mit 3 x umsteigen, inkl. 1 Nachtzug)
  23. Lissabon: ca. 39 Stunden (Verbindungen mit min. 5 x umsteigen; inkl. 2 Nachtzüge (Wien-Frankfurt & Hendaye-Lissabon)
  24. Helsinki: ca. 42 Stunden (Verbindung mit 5 x umsteigen; inkl. Nachtzug ohne Schlafmöglichkeit (Nacht-IC) und Nachtfähre)
  25. Riga und Tallin: Zug nur bis Warschau, dann weiter mit Bus

Die VCÖ-Analyse macht auch einen großen Aufholbedarf bei grenzüberschreitenden Bahnverbindungen sichtbar.

Eines der größten Versäumnisse der EU und ihrer Mitgliedsstaaten in der Vergangenheit war, dass sie die grenzüberschreitenden Bahnverbindungen nicht optimal ausgebaut haben. Angesichts der Klimakrise braucht die gesamte EU sehr rasch ein leistungsfähiges Bahnnetz. Die Zahl der innereuropäischen Flüge ist groß und kann mit besseren Bahnverbindungen deutlich reduziert werden.

sieht VCÖ-Experte Gansterer die kommende EU-Kommission gefordert, den Ausbau und die Beschleunigung der grenzüberschreitenden Bahnverbindungen zu einem zentralen Schwerpunkt ihrer Verkehrspolitik zu machen. Zudem soll das Bahnfahren innerhalb der EU so einfach wie möglich werden. Das beginnt bereits bei Fahrplanauskunft und Buchung der Bahnreise.

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