Drei Monate nach dem verheerenden Waldbrand am Mühlbachkogel in Gratwein-Straßengel hat die Polizei ihre Ermittlungen weitgehend abgeschlossen. Vier Forstarbeiter werden wegen des Verdachts der fahrlässigen Herbeiführung einer Feuersbrunst angezeigt. Hinweise auf Brandstiftung gibt es laut Polizei nicht.
Feuer entstand während Forstarbeiten
Der Großbrand brach am 25. April 2026 im Bereich des Mühlbachkogels nördlich von Graz aus. Nach den Ermittlungen arbeitete dort eine Firma im Auftrag der Waldbesitzer. Vier Männer im Alter zwischen 22 und 49 Jahren entfernten Geäst von Jungbäumen.
Nach aktuellem Ermittlungsstand dürfte das Feuer im Zusammenhang mit diesen Forstarbeiten fahrlässig entstanden sein. Die Polizei übermittelte ihren Abschlussbericht bereits an die Staatsanwaltschaft Graz. Diese prüft nun die strafrechtliche Verantwortung der vier Männer.
Brandstiftung ausgeschlossen
Die Beschuldigten bestritten bei ihren Einvernahmen, den Brand verursacht zu haben. Die Ermittler konnten die Brandausbruchsstelle jedoch auf den Bereich der zuletzt durchgeführten Waldarbeiten eingrenzen.
Als mögliche Ursache kommen laut Polizei unter anderem unbemerkter Funkenflug oder ein unsachgemäßer Umgang mit Zigaretten oder Tabakwaren infrage. Andere Zündquellen fanden die Ermittler nicht. Einen Blitzschlag schließen sie als Brandursache aus. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergaben sich ebenfalls nicht.
Größter Feuerwehreinsatz der Steiermark
Das Feuer brach gegen Mittag aus, als die vier Arbeiter unweit ihrer Arbeitsstelle eine Pause im Schatten machten. Wanderer entdeckten die Flammen und alarmierten die Einsatzkräfte.
In den folgenden 17 Tagen kämpften mehr als 2.500 Einsatzkräfte gegen den Waldbrand. Hubschrauber, Drohnen und Wärmebildkameras unterstützten die Löscharbeiten im steilen Gelände. Erst am 11. Mai konnte die Feuerwehr endgültig „Brand aus“ geben.
Rund 70 Hektar Wald zerstört
Begünstigt durch die extreme Trockenheit und starken Wind breitete sich das Feuer rasch aus. Rund 70 Hektar Wald, das entspricht etwa 100 Fußballfeldern, wurden zerstört.
Neben den Schäden am Waldbestand entstanden hohe Kosten für Feuerwehren, Behörden und andere Einsatzorganisationen. Außerdem wurden Einsatzgeräte beschädigt. Der Gesamtschaden beläuft sich nach aktuellen Schätzungen auf rund vier Millionen Euro. Drei Personen verletzten sich während des Einsatzes leicht.





























































