Österreich ist reisefreudig geblieben, auch wenn 2025 etwas weniger Urlaubsreisen unternommen wurden als im Rekordjahr davor. Laut Statistik Austria machten 76,7 Prozent der österreichischen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren mindestens eine Urlaubsreise mit Übernachtung. Insgesamt kamen 27,04 Millionen Urlaubsreisen zusammen. Das waren um 1,8 Prozent weniger als 2024. Gleichzeitig erreichte die Zahl der Reisenden mit 5,95 Millionen Menschen einen neuen Höchstwert.
Besonders interessant aus steirischer Sicht: Österreich blieb zwar das wichtigste Urlaubsland der Menschen, die hier leben. Innerhalb des Landes lag die Steiermark aber ganz vorne. 2,53 Millionen Urlaubsreisen führten 2025 in die Steiermark. Das entspricht 19,8 Prozent aller Inlandsurlaubsreisen. Damit lag die Steiermark vor Salzburg, das auf 1,90 Millionen Reisen und 14,9 Prozent kam.
Urlaub im Ausland bleibt knapp vor Inland
Etwas mehr als die Hälfte aller Urlaubsreisen führten 2025 ins Ausland. Konkret entfielen 52,8 Prozent der Reisen auf ausländische Ziele, 47,2 Prozent auf Österreich. Dabei zeigt sich ein deutlicher Unterschied bei der Dauer: Inlandsurlaube dauerten im Schnitt 3,2 Nächte, Auslandsurlaube 6,8 Nächte. Wer also im Inland unterwegs war, plante häufiger kürzere Aufenthalte.
Bei den Auslandszielen lag Italien erneut klar vorne. Jede fünfte Auslandsurlaubsreise führte dorthin. Dahinter folgten Deutschland, Kroatien, Spanien und Griechenland. Fernreisen außerhalb Europas und der Türkei legten leicht zu und erreichten einen Anteil von 8,1 Prozent.
Auto bleibt wichtig – Zug und Flugzeug legen zu
Auch beim Verkehrsmittel zeigt die Statistik eine Entwicklung, die für den Freizeitbereich relevant ist. Der Pkw blieb 2025 zwar das wichtigste Verkehrsmittel für Urlaubsreisen. Sein Anteil sank jedoch erstmals unter 60 Prozent und lag bei 59,3 Prozent.
Gleichzeitig erreichten Flug- und Zugreisen hohe Werte. 5,16 Millionen Urlaubsreisen fanden mit dem Flugzeug statt, 4,11 Millionen mit dem Zug. Besonders im Inland legte die Bahn zu: 21,5 Prozent der Inlandsurlaubsreisen erfolgten mit dem Zug. Das war laut Statistik Austria ein neuer Höchstwert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2006.
Erholung bleibt das wichtigste Motiv
Die meisten Menschen verreisten weiterhin, um sich zu erholen oder aktiv Urlaub zu machen. Dieser Bereich machte 47,8 Prozent aller Urlaubsreisen aus. Besuche bei Verwandten oder Bekannten kamen auf 24,5 Prozent. Kultur-, Besichtigungs-, Städte-, Shopping- und Rundreisen machten 17,9 Prozent aus.
Damit zeigt sich: Urlaub bleibt für viele Menschen vor allem eine Auszeit vom Alltag. Gleichzeitig spielen Kurztrips, Besuche und Städteerlebnisse weiterhin eine große Rolle.
Fast ein Viertel verreiste gar nicht
Nicht alle konnten oder wollten 2025 verreisen. 23,3 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren machten keine Urlaubsreise mit Übernachtung. Mehr als die Hälfte dieser Gruppe nannte keine konkreten Beweggründe zu verreisen. Danach folgten gesundheitliche Gründe mit 34,6 Prozent und finanzielle Gründe mit 31,5 Prozent. Auch familiäre und berufliche Verpflichtungen hielten viele vom Reisen ab.
Geschäftsreisen gingen deutlich zurück
Während Urlaubsreisen nur leicht zurückgingen, sanken Geschäftsreisen stärker. 2025 unternahmen 1,16 Millionen Menschen insgesamt 3,42 Millionen Dienst- und Geschäftsreisen. Gegenüber 2024 entspricht das einem Rückgang um rund ein Zehntel. Die meisten Geschäftsreisen waren Kurztrips mit ein bis drei Übernachtungen.
Fazit: Mehr Reisende, weniger Reisen
Die Zahlen zeigen ein gemischtes Bild: Österreichs Bevölkerung blieb 2025 sehr reisefreudig, aber die Zahl der Reisen sank leicht. Gleichzeitig verreisten so viele Menschen wie nie zuvor mindestens einmal im Jahr. Für die Steiermark fällt die Bilanz besonders positiv aus: Sie war erneut das beliebteste Bundesland für Inlandsurlaube und bleibt damit ein starkes Ziel für Freizeit, Erholung und Kurzurlaub.
Top 25 Ausflugsziele in der Steiermark





























































