Im Grazer Wahlkampf sorgt ein politischer Seitenwechsel für Aufsehen: KFG-Klubchef Alexis Pascuttini hat sich laut einem Bericht der Kleinen Zeitung bei den Neos um ein Mandat für den Gemeinderat beworben. Der Jurist machte sich als Aufklärer im FPÖ-Finanzskandal einen Namen und begründet seinen Schritt mit inhaltlicher Nähe zu den Neos, insbesondere bei Transparenz, Kontrolle und sparsamem Umgang mit Steuergeld. Eine Spitzenkandidatur strebt er nicht an.
Neos-Fraktionsführer Philipp Pointner begrüßte gegenüber der Kleinen Zeitung die Bewerbung und verweist auf Pascuttinis Engagement im Bereich Antikorruption. Über die endgültige Reihung auf der Liste entscheidet ein dreistufiges Verfahren, an dem Wahlberechtigte, Landesvorstand und Parteimitglieder beteiligt sind.

Wie reagiert Stadträtin Claudia Schönbacher?
Mit einer klaren Stellungnahme reagiert Claudia Schönbacher auf unsere Nachfrage über den geplanten Wechsel von Alexis Pascuttini zu den NEOS. Dass Pascuttini bei der kommenden Gemeinderatswahl nicht mehr für die Korruptionsfreie Bürgerliste antreten werde, sei laut Schönbacher bereits seit Längerem bekannt gewesen. Seine Entscheidung, nun für die NEOS kandidieren zu wollen, bezeichnet sie als „höchstpersönlich“.
Zugleich stellt die KFG-Stadträtin klar, dass dieser Schritt keine Auswirkungen auf die politische Arbeit oder den Wahlkampf ihrer Liste habe. Die Korruptionsfreie Bürgerliste Graz trete mit Claudia Schönbacher als Spitzenkandidatin an und setze ihren Kurs unverändert fort. Man werde weiterhin „saubere, ehrliche Arbeit im Sinne der Bürger“ leisten.
Darüber hinaus betont Schönbacher, dass Pascuttini nie Parteimitglied der KFG gewesen sei. Daher gebe es weder strukturelle noch organisatorische Änderungen innerhalb der Liste.
Graz wählt am 28. Juni einen neuen Gemeinderat.






















































