Ab 30. März 2026 müssen sich Autofahrer in Graz auf massive Einschränkungen einstellen. Die Puntigamer Straße wird für Monate zur Engstelle. Grund dafür sind umfangreiche Leitungsarbeiten, die bis Ende Oktober dauern.
Nur eine Spur je Richtung – Staus vorprogrammiert
Während der Bauarbeiten bleibt in beide Richtungen jeweils nur eine Fahrspur offen. Gleichzeitig zählt die Puntigamer Straße zu den wichtigsten Verkehrsachsen im Süden von Graz.
Die Folgen liegen auf der Hand:
Vor allem im Früh- und Abendverkehr drohen Rückstaus, längere Fahrzeiten und Ausweichverkehr in angrenzende Wohngebiete.
Die Baustelle erstreckt sich vom Bereich der Puntigamer Brücke bis zur Puchstraße sowie weiter bis zur Herrgottwiesgasse. Damit betrifft sie einen Abschnitt, der täglich stark frequentiert ist.
Ausweichverkehr wird zum zusätzlichen Problem
Es ist mit hoher Staubelastung auf typischen Ausweich- und Schleichwegen rund um die Puntigamer Straße zu rechnen. Besonders betroffen dürften dabei Straßen wie die Rudersdorfer Straße, die Gmeinstraße sowie Abschnitte der Puchstraße sein.
Diese Routen werden von Navigationssystemen häufig als vermeintlich schnellere Alternative vorgeschlagen. Tatsächlich sind sie jedoch nicht für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen ausgelegt. Dadurch drohen dort stockender Verkehr, lokale Staus und zusätzliche Belastungen für Anrainer.
Vor allem in den Stoßzeiten kann sich der Verkehr auch in diesen Bereichen rasch aufbauen und die Situation zusätzlich verschärfen.
Öffis passen sich an – Linie 64 wird geteilt
Auch die Holding Graz Linien reagieren auf die Situation. Die Buslinie 64 wird für die Dauer der Bauarbeiten in zwei Linien aufgesplittet:
- Linie 64E: St. Leonhard/Klinikum Mitte – Liebenau Murpark – täglich von 4.30 bis 24 Uhr
- Linie 64: Liebenau Murpark – Puntigam – Montag bis Samstag von 4.30 bis 20 Uhr
Mit dieser Maßnahme will Holding Graz Linien stabilere Fahrzeiten sichern. Gleichzeitig zeigt die Umstellung, wie stark die Baustelle den Verkehrsfluss beeinflusst.
Lange Bauzeit verschärft die Situation in Puntigam
Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 30. Oktober 2026. Damit bleibt die Verkehrsbelastung über mehrere Monate hinweg bestehen. Zusätzlich können Wetter oder unvorhergesehene Ereignisse den Zeitplan verlängern.
Warum überhaupt gebaut wird
Die Einschränkungen haben einen technischen Hintergrund. Die Holding Graz Wasserwirtschaft erneuert eine zentrale Transportleitung, die teilweise aus den 1950er-Jahren stammt.
Diese Leitung verbindet Graz mit dem Wasserwerk Feldkirchen und deckt rund 15 Prozent des täglichen Wasserbedarfs der Stadt. In Spitzenzeiten steigt dieser Anteil deutlich.
Parallel dazu errichtet Energie Graz eine Fernwärmeleitung. Beide Projekte wurden bewusst kombiniert, um mehrfache Baustellen an derselben Stelle zu vermeiden.
Insgesamt investiert die Holding Graz Wasserwirtschaft rund 26,7 Millionen Euro in die Modernisierung der Leitung. Ziel ist es, die Versorgung langfristig abzusichern und die Anfälligkeit alter Rohre zu reduzieren.
Fotos: Inside Graz
























































