Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Freitagnachmittag, 27. März 2026, in Graz ein Todesopfer gefordert. Ein 82-jähriger Fußgänger kam dabei ums Leben.
Der Unfall ereignete sich gegen 15:10 Uhr – anders als zunächst angenommen – bereits im Bereich der Wiener Straße in Gösting. Nach aktuellem Ermittlungsstand dürfte der Mann auf Höhe der Hausnummer 265 versucht haben, die Fahrbahn zu überqueren. Dabei soll er wiederholt auf die Straße getreten sein, ohne auf den fließenden Verkehr zu achten. Bei dem 82-Jährigen wird eine demenzielle Beeinträchtigung vermutet.
Im Zuge dessen dürfte es zu einer Kollision mit einem stadtauswärts fahrenden Lkw gekommen sein, gelenkt von einem 21-Jährigen aus dem Bezirk Leoben. Der Lenker gab an, den Zusammenstoß nicht bemerkt zu haben und setzte seine Fahrt fort.
Ermittlungen zufolge wurde der 82-Jährige vermutlich vom Lkw erfasst und unter dem Fahrzeug mitgeschleift. Der Körper dürfte sich erst nach etwa 1,6 Kilometer auf Höhe Judendorferstraße 22 vom Fahrzeug gelöst haben und auf die Fahrbahn gefallen sein.
Lkw-Lenker ausgeforscht
Aufgrund von Videoaufzeichnungen konnten Ermittler den Lkw-Lenker ausforschen und an seiner Wohnadresse befragen. Ein Alkotest verlief negativ. Zudem wurde eine Spurensicherung am Fahrzeug angeordnet.
Die Staatsanwaltschaft Graz ordnete die Beschlagnahme des Leichnams sowie die Überstellung an die Gerichtsmedizin an. Weitere Einvernahmen und Zeugenbefragungen sind noch ausständig.
Polizei bittet um Hinweise
Die Polizei ersucht nun um Mithilfe: Personen, die am 27. März 2026 gegen 15 Uhr im Bereich der Wiener Straße einen älteren, offenbar orientierungslosen Mann beim Überqueren der Fahrbahn oder den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Verkehrsinspektion 1, Tel. Nr.: 059 133/654100, zu melden.
Staus im Grazer Stadtgebiet
Während der Unfallaufnahme kam es im betroffenen Bereich zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Grazer Norden. Besonders betroffen waren die Wiener Straße, die Weinzöttlstraße sowie die Andritzer Reichsstraße. Laut Verkehrsdienst kam es zu teils massiven Verzögerungen und längeren Zeitverlusten.
Auch auf umliegenden Streckenabschnitten, unter anderem im Bereich mehrerer Tunnel, wurde der Verkehr zeitweise geregelt, um die Situation zu entlasten.




























































