Der Nordwind in der Steiermark legte im Laufe des gestrigen Tages deutlich zu. Am Schöckl wurden letzte Nacht Windgeschwindigkeiten von bis zu 131 km/h gemessen. Laut Holding Graz ist der Betrieb der Seilbahn bis möglicherweise Sonntag verhindert.
Am Flughafen Graz heute früh wurden 81 km/h gemessen. Knapp darunter die Messstation in Strassgang mit 78,1 km/h.
Besonders betroffen sind Gebiete entlang der Stubalpe, der Gleinalpe, der Fischbacher Alpen sowie das Wechselgebiet. Auch im steirischen Zentralraum und in Graz ist weiterhin mit kräftigem Wind zu rechnen. Im Süden bleibt die Lage etwas ruhiger, dennoch besteht auch dort ein erhöhtes Risiko.
- Windböen rissen in der Nacht bei einem zweigeschoßigen Mehrparteienhaus in der Wienerstraße Teile der Blechhaut des Daches aus der Befestigung. Lose Blechteile drohten auf die Straße zu stürzen und stellten eine Gefahr für den laufenden Verkehr dar. Das Blechdach wurde von der Feuerwehr entfernt und gesichert. Im Zuge des Einsatzes mussten auch drei PKW evakuiert werden.
Vorschäden verschärfen die Situation
Die Lage ist deshalb besonders heikel, weil viele Bäume durch die starken Schneefälle im Februar bereits beschädigt wurden. Zahlreiche betroffene Bereiche sind noch nicht vollständig geräumt. Dadurch steigt die Gefahr von abbrechenden Ästen und umstürzenden Bäumen deutlich.
Zusätzlich können der Verkehr und die Energieversorgung beeinträchtigt werden. Umgestürzte Bäume oder beschädigte Leitungen könnten kurzfristig zu Problemen führen.
Harald Eitner, Leiter des Katastrophenschutzes des Landes Steiermark, richtet einen klaren Appell an die Bevölkerung: Verzichte bis zumindest Samstag auf Aufenthalte in Wäldern und Parkanlagen.
Außerdem solltest du lose Gegenstände wie Gartenmöbel, Blumentöpfe oder Dekorationen auf Balkonen und Terrassen sichern, damit sie nicht vom Wind erfasst werden.




























































