Für Graz gilt am Sonntag, 28. Juni, und Montag, 29. Juni 2026, eine Hitzewarnung der GeoSphere Austria. An beiden Tagen rechnet der Wetterdienst mit extremer Hitzebelastung.
Besonders der Wahlsonntag dürfte in Graz sehr belastend werden. Nach aktuellen Prognosen sind Höchstwerte von deutlich über 30 Grad möglich. Auch am Montag bleibt es heiß. Zusätzlich steigt die Belastung, weil die Luft in den kommenden Tagen feuchter und damit schwüler wird.
Grazer Becken zählt zu den Hitzebereichen
Laut ORF Wetter erreicht die Hitzewelle am Wochenende ihren Höhepunkt. In Teilen Österreichs können die Temperaturen an die 40-Grad-Marke heranreichen. Neben Regionen im Nordosten Österreichs zählen auch Ballungsräume in Südösterreich zu den besonders betroffenen Gebieten. Dazu gehört ausdrücklich auch das Grazer Becken.
Für die Stadt bedeutet das: Asphalt, Betonflächen und dicht verbaute Straßenzüge können sich stark aufheizen. Dadurch bleibt die Hitze nicht nur tagsüber spürbar. Auch die Nächte können sehr warm ausfallen. Das belastet den Körper zusätzlich, weil die Erholung fehlt.
Diese Beschwerden können bei Hitze auftreten
Extreme Hitze kann den Kreislauf stark fordern. Mögliche Warnzeichen sind unter anderem Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Muskelkrämpfe, Übelkeit oder ein trockener Mund. Auch ein erhöhter Puls und eine erhöhte Körpertemperatur können auftreten.
Besonders ernst wird es, wenn Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, starkes Erbrechen oder Durchfall dazukommen. In solchen Fällen sollte rasch medizinische Hilfe geholt werden.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder, chronisch kranke Personen, Schwangere sowie Menschen, die im Freien arbeiten oder keinen kühlen Rückzugsort haben.
So schützt du dich am Wochenende
Wer kann, sollte direkte Sonne meiden und den Aufenthalt im Freien auf die frühen Morgenstunden oder den Abend verlegen. Vor allem in der heißesten Tageszeit sind körperliche Anstrengungen riskant. Versiegelte Plätze ohne Schatten sollte man möglichst meiden.
In Wohnungen hilft es, tagsüber Vorhänge, Rollläden oder Jalousien zu schließen. Gelüftet werden sollte vor allem in der Nacht und in den frühen Morgenstunden. Luftige, helle Kleidung und eine Kopfbedeckung schützen zusätzlich, wenn Wege im Freien unvermeidbar sind.
Wichtig ist außerdem regelmäßiges Trinken. Erwachsene sollten an Hitzetagen mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, sofern medizinisch nichts dagegenspricht. Gut geeignet sind Wasser, ungesüßter Tee oder stark verdünnte Fruchtsäfte. Alkohol sollte man meiden, weil er den Kreislauf zusätzlich belasten kann.
Auch leichte Mahlzeiten helfen dem Körper. Schwere Speisen können an heißen Tagen zusätzlich belasten. Eine kühle Dusche, kalte Arm- oder Fußbäder können ebenfalls für Entlastung sorgen.
Auch an andere denken
Die Hitzewarnung betrifft nicht nur den eigenen Alltag. Gerade ältere Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn sowie Kinder brauchen an solchen Tagen besondere Aufmerksamkeit. Ein kurzer Anruf oder Besuch kann helfen, rechtzeitig zu merken, ob jemand genug trinkt, die Wohnung überhitzt ist oder Unterstützung braucht.
Auch Haustiere sollten nie in abgestellten Autos zurückgelassen werden. Schon nach kurzer Zeit kann die Temperatur im Fahrzeug lebensgefährlich steigen.
Abkühlung erst im Lauf der Woche möglich
Nach dem Wochenende bleibt es laut Wetterausblick vor allem im Osten und Süden Österreichs zunächst weiter sehr heiß. Erst im Lauf der kommenden Woche zeichnet sich eine allmähliche Entspannung ab. Wie stark die Temperaturen in Graz tatsächlich zurückgehen, hängt jedoch von der weiteren Wetterentwicklung ab.
Hilfe in Graz: Fächer und kühle Orte
Die Stadt Graz stellt für heiße Tage zusätzliche Unterstützung bereit. Das Gesundheitsamt gibt wieder kostenlose „Coole Fächer“ aus. Grazerinnen und Grazer können sie im Rathaus und in der Gesundheitsdrehscheibe abholen, solange der Vorrat reicht.
Die Fächer sollen nicht nur beim schnellen Abkühlen helfen. Sie erinnern auch an einfache Maßnahmen gegen Hitzebelastung: regelmäßig Wasser trinken, Schatten suchen, körperliche Anstrengung vermeiden und auf Menschen achten, die Hitze besonders stark belastet.
Außerdem bietet die Gesundheitsdrehscheibe in der Annenstraße 28 wieder eine „Kühle Ecke / Cool Corner“ an. Dort können Menschen eine Pause machen, Wasser trinken und sich von der Hitze erholen. Das Angebot hilft vor allem jenen, die unterwegs sind, in aufgeheizten Wohnungen leben oder keinen kühlen Rückzugsort haben.
Die Gesundheitsdrehscheibe berät grundsätzlich kostenlos und auf Wunsch anonym zu Gesundheits- und Sozialfragen. Im Sommer ergänzt die „Kühle Ecke“ dieses Angebot um eine direkte Hilfe an besonders heißen Tagen.
Wer wegen der Hitze unsicher ist oder Beschwerden hat, kann zusätzlich das österreichweite Hitzetelefon unter 0800 880 800 kostenlos kontaktieren. Fachleute geben dort Tipps für heiße Tage und beraten bei Problemen wie Kreislaufbeschwerden, Erschöpfung oder Schlafproblemen. Das Hitzetelefon ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr, am Samstag von 8 bis 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 18 Uhr erreichbar.
































































