In Kammern im Liesingtal kam es am Dienstagmittag zu einem dramatischen Unfall. Ein 16 Monate altes Mädchen fiel in den Pool des elterlichen Wohnhauses und verlor das Bewusstsein.
Gegen 13 Uhr entdeckte die Mutter ihr Kind im Garten im Wasser. Sie reagierte sofort, holte das Mädchen aus dem rund 40 bis 50 Zentimeter tiefen Pool und begann mit Erste-Hilfe-Maßnahmen. Gleichzeitig alarmierte sie die Einsatzkräfte.
Kurz darauf trafen ein First Responder des Roten Kreuzes sowie weitere Kräfte von Rettung und Feuerwehr ein. Sie setzten die Reanimation fort und stabilisierten das Kind. Der Herz-Kreislauf konnte wiederhergestellt werden.
Anschließend flog der Rettungshubschrauber C17 das Mädchen mit eigener Atmung ins LKH Graz. Dort wurde es auf der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde intensivmedizinisch betreut.
Ermittlungen laufen
Ersten Erkenntnissen zufolge hatte sich das Kleinkind offenbar für kurze Zeit unbeaufsichtigt über die Terrassentür ins Freie begeben. In diesem Moment dürfte es über den etwa 20 Zentimeter hohen Beckenrand in den Pool gestürzt sein.
Die Mutter kümmerte sich zu diesem Zeitpunkt um die ältere, kranke Tochter. Wie lange sich das Kind im Wasser befand, blieb zunächst unklar. Die Polizei setzte die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang fort. Angehörige und Einsatzkräfte wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.
Pools als Gefahr im eigenen Garten
Fachstellen wie das Kuratorium für Verkehrssicherheit oder der Verein Große schützen Kleine wiesen wiederholt auf die Risiken von Pools im privaten Bereich hin. Gerade Kleinkinder sind besonders gefährdet, da selbst geringe Wassertiefen lebensbedrohlich sein können.
Experten empfehlen deshalb klare Sicherheitsmaßnahmen. Dazu zählen etwa Zäune mit selbstschließenden Türen, kindersichere Abdeckungen oder zusätzliche Alarmsysteme. Dennoch gilt: Technische Lösungen ersetzen keine Aufsicht. Eltern müssen Kinder im Bereich von Wasser stets im Blick behalten.























































