Start Freizeit & Lifestyle Der Pool im eigenen Garten – Badevergnügen für zuhause

Der Pool im eigenen Garten – Badevergnügen für zuhause

Pool im Garten

Ein eigener Pool im Garten steht gerade im Corona-Sommer 2020 bei vielen GrazerInnen hoch im Kurs. Immer mehr stellen sich ihr eigenes kleines „Schwimmbad“ im Garten auf (oder lassen sich einen Pool bauen). Die Vorstellung von Fahrten im heißen Auto zum nächsten Freibad oder Badesee, überfüllten Parkplätzen und langen Warteschlangen können die Vorfreude auf eine Abkühlung an tollen Sommertagen erheblich trüben.

Aufgrund dieser und weiterer Faktoren entscheiden sich immer mehr Leute für einen Pool im eigenen Garten. Und der ist dank einfacher Aufstellmöglichkeiten und erschwinglichen Preisen längst kein unerfüllbarer Luxus mehr. Wir haben alles Wichtige zum Pool für zuhause zusammengefasst.

Achtung: In der Nähe von Pools und Gewässern dürfen (Klein-)Kinder niemals unbeaufsichtigt bleiben. Im Gegensatz zu Erwachsenen strampeln und schreien Kinder nicht, wenn sie sich nicht über Wasser halten können. Kinder ertrinken lautlos. Mehr zum Thema lesen.

Vom Planschbecken bis zum Stahlwandpool: Diese Pools brauchen keinen Aushub

Um Badevergnügen im eigenen Garten zu genießen, muss man heute kein großes Loch mehr ausheben. Der wohl bekannteste Pooltyp, der einfach und schnell aufgestellt wird, ist das aufblasbare Planschbecken. Eigentlich für Kinder entwickelt, bieten einige Varianten aber auch Erwachsenen die Möglichkeit einer erfrischenden Abkühlung. Ein schlichtes rundes Planschbecken ist schon für unter 10 Euro erhältlich.

Mittlerweile gibt es allerdings auch ganze aufblasbare Poollandschaften mit Wasserrutsche, Wasserspielen und sogar Wassersprüher. Hier liegt die Preisspanne etwa zwischen 30 und 70 Euro. Eine weitere Variante ist der Quick-Up-Swimmingpool. Wenn der obere Ring erst einmal aufgeblasen ist, erledigt sich der Rest fast von alleine. Durch das Einlassen des Wassers stellt sich diese Poolvariante selbstständig auf. Komplettsets mit Filteranlage, Pumpe und Poolleiter starten bei circa 100 Euro. Beide Poolarten können im Winter schnell abgebaut und platzsparend verstaut werden.

Stabiler und ohne ständiges Auf- und Abbauen präsentiert sich ein Stahlwandpool. Da dieser Pooltyp eine Verkleidung benötigen, kann man sie besser in das Gesamtbild des Gartens integrieren und die Verkleidung entsprechend gestalten. Mit ein wenig handwerklichem Geschick lässt sich der Stahlwandpool recht schnell aufbauen. Rund 1000 Euro fallen für ein qualitativ gutes Modell an. Für ein Komplettset inklusive Verkleidung sollte man etwa 5000 Euro einplanen.

Pool aus Styroporstein selber bauen

Ein wenig wie das Bauen mit Legosteinen gestaltet sich das Aufstellen eines Styroporstein-Pools. Ihn gibt es in allen möglichen Formen. Das Stecksystem ist im Gegensatz zum Schwimmbadbau aus Beton einfach im Zusammenbau, die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab. Etwa 1500 Euro sollten aber mindestens eingeplant werden. Styroporsteinpools sind aber nur für den Erdeinbau geeignet! Weitere Vorteile sind ein sehr gutes Wärmedämmvermögen, geringes Gewicht und das Styroporbecken unempfindlich gegen Feuchtigkeit sind. Der Nachteil im Vergleich zu Beton: Es ist ein Plastikprodukt.

Die richtige Größe und den passenden Standort für den Pool wählen

Die Größe des Pools sollte sich natürlich der Gartengröße anpassen. Auch die Anzahl der Personen, die gleichzeitig den Pool nutzen, ist bei der Größenwahl wichtig. Die Empfehlung bei öffentlichen Bädern lautet für jeweils vier Badegäste etwa 16 Kubikmeter Wasser bei zehn Quadratmeter Fläche. Diese Zahlen können auch als Richtwert für den heimischen Pool dienen.

Wenn das Platzangebot und Budget hoch ist, macht es Sinn, ein größeres Modell zu wählen. So kann auch die eine oder andere Poolparty mit Familie oder Freunden gefeiert werden. Die ideale Wassertiefe liegt bei höchstens 1,50 Meter. So kann bequem geschwommen, aber auch einfach gemütlich im Pool gestanden werden. Damit das Wasser eine angenehme Temperatur erreicht ist ein Stellplatz in der Sonne von Vorteil. Zu Bedenken gilt es auch, ob der Pool gegebenenfalls umliegende Sträuchern oder Pflanzen schädigen könnte. Zudem ist der Untergrund wichtig. Bei Rasen muss man sich im Klaren sein, dass dieser Schäden nimmt. Geeigneter wäre demnach ein gepflasterter Untergrund. Wichtig besonders bei Planschbecken und Quick-Up-Pools: Die Fläche muss frei von Steinchen, Ästen oder Wurzeln sein, da diese sonst den Pool beschädigen können.

Pool mit Wasser befüllen

  • Der Pool kann jederzeit mit dem Gartenschlauch selbst befüllt werden, wenn ein Anschluss an das bestehende Netz der Graz Wasserwirtschaft besteht.
  • In Ausnahmefällen und nur wenn eine geeignete Wasserentnahmestelle in der Nähe vorhanden ist, kann die Befüllung des Pools durch die Holding Graz erfolgen. Für diese Dienstleistung werden zumindest 500 Euro in Rechnung gestellt.
  • Eine private Befüllung von Pools mittels Hydranten ist in Graz nicht gestattet.

Infos zum Thema Pool entleeren, finden sich von der Holding Graz hier.

Poolpflege für sauberes Wasser

Um ein reines und gesundheitlich sicheres Badevergnügen zu haben, sollte die Wasserqualität stimmen. Mit Mitteln für einen entsprechenden pH-Wert, Chlor aber auch Bürsten oder Bodensauger lässt sich die Poolpflege recht einfach gestalten. Entsprechende Pflegemittel gibt es zum Beispiel in Baumärkten. Sets sind teilweise schon unter 20 Euro erhältlich. Eine Poolabdeckung zählt zu den lohnenswerten Zusatzinvestitionen, die den Pool vor großen Verschmutzungen durch Blätter, Äste oder Pollen schützt. So ist das Badevergnügen im eigenen Garten zu jeder Zeit garantiert.

Titelfoto hrohmann / Pixabay

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