Bei zwei Wanderunfällen in der Obersteiermark sind am Freitag eine 22-jährige Frau und ein 44-jähriger Mann ums Leben gekommen. Die junge Wanderin stürzte im Bereich des Großen Bösensteins rund 150 Meter über felsiges Gelände ab. Nur wenige Stunden später ereignete sich im Bezirk Liezen ein weiterer tödlicher Absturz.
22-Jährige stürzt am Großen Bösenstein 150 Meter ab
Der erste Unfall ereignete sich gegen 11 Uhr im Gemeindegebiet von Hohentauern im Bezirk Murtal.
Eine 22-jährige Tschechin war gemeinsam mit ihrem Vater auf dem Wandersteig zwischen dem Großen Bösenstein und dem Sonntagskarspitz unterwegs.
Nach den bisherigen Erkenntnissen kam die junge Frau ohne Fremdeinwirkung zu Sturz. Anschließend stürzte sie rund 150 Meter über felsdurchsetztes Gelände ab.
Die 22-Jährige erlitt dabei tödliche Verletzungen. Die Besatzung eines Polizeihubschraubers barg die Verunglückte. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um ihren Vater.
Zweiter tödlicher Wanderunfall am Nachmittag
Nur wenige Stunden später kam es im Bezirk Liezen zu einem weiteren tödlichen Alpinunfall.
Gegen 15:40 Uhr wanderte eine vierköpfige Gruppe auf einem markierten Wanderweg im Bereich des Schiedecks bei Rohrmoos.
Ein 44-jähriger Deutscher aus Thüringen stürzte aus bislang ungeklärter Ursache auf einer steilen Wiese. Auch hier liegen laut Polizei keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung vor.
Über Steilkante abgestürzt
Nach dem Sturz auf der Wiese geriet der 44-Jährige über eine Steilkante und schlug im darunterliegenden Gelände auf.
Aufgrund des steilen und schwer zugänglichen Geländes konnten seine Begleiter nicht selbst zu ihm absteigen. Sie verständigten umgehend die Einsatzkräfte.
Die Besatzung des Rettungshubschraubers Christophorus 14 erreichte die Unfallstelle, konnte jedoch nur noch den Tod des Wanderers feststellen.
Ein Polizeihubschrauber brachte die übrigen Mitglieder der Wandergruppe anschließend ins Tal. Auch sie wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut.
Zwei tödliche Abstürze an einem Tag
Damit kamen am Freitag innerhalb weniger Stunden zwei Menschen bei Wanderungen in der Obersteiermark ums Leben. Nach den bisherigen polizeilichen Erkenntnissen ereigneten sich beide Unfälle ohne Fremdeinwirkung.

































































