
Am Graz Airport verstärkt ein neues Flughafenlöschfahrzeug die Feuerwehr. Der Panther 6×6 von Rosenbauer bringt 700 PS, 12.500 Liter Wasser und modernste Löschtechnik mit. Am 10. September wurde das Fahrzeug offiziell gesegnet und in den Dienst übernommen.
Ganz neu ist der Panther am Flughafen allerdings nicht. Bereits am 26. Mai 2026 übernahm der Graz Airport das Fahrzeug. Seitdem trainierte die Betriebsfeuerwehr intensiv mit dem neuen FLF 3 und machte sich mit Technik, Bedienung und Einsatzabläufen vertraut.
Nun ist die Schulungsphase abgeschlossen.
Die offizielle Fahrzeugtaufe nahm Edmund Murher von der Pfarre Feldkirchen/Graz vor.
Graz Airport setzt auf neue Generation des Rosenbauer Panther
Rosenbauer entwickelte den Panther speziell für Feuerwehreinsätze auf Flughäfen. Das neue Fahrzeug am Graz Airport gehört zur jüngsten Generation der Baureihe und erfüllt laut Flughafen die internationalen Anforderungen für moderne Flughafenlöschfahrzeuge.
Die beiden Geschäftsführer Wolfgang Grimus und Jürgen Löschnig unterstreichen die Bedeutung dieser Investition:
„Die Feuerwehr und ihre Ausrüstung hat auf Flughäfen eine essenzielle Funktion“, erklären Wolfgang Grimus und Jürgen Löschnig, die Geschäftsführer des Graz Airport. „Mit dem neuen Panther bekräftigen wir einmal mehr unser Engagement für höchste Sicherheitsstandards und unseren Anspruch, als moderner und zukunftsorientierter Flughafen stets auf dem neuesten Stand zu sein.“
12.500 Liter Wasser und 8.000 Liter pro Minute
Der neue Panther bringt enorme Löschleistung auf das Flughafengelände.
Sein Motor leistet 700 PS. Im Wassertank transportiert das Fahrzeug 12.500 Liter, zusätzlich stehen 1.500 Liter Schaummittel zur Verfügung.
Die Pumpe schafft bis zu 8.000 Liter pro Minute. Dank des sogenannten Pump-and-Roll-Systems kann die Feuerwehr bereits während der Fahrt löschen.
An der Fahrzeugfront sitzt ein weiterer Wasserwerfer. Der Dachwerfer erreicht laut Graz Airport eine Wurfweite von bis zu 100 Metern.
Der neue Panther 6×6 im Überblick
| Merkmal | Daten |
|---|---|
| Fahrzeug | Rosenbauer Panther 6×6, neueste Generation |
| Bezeichnung am Graz Airport | FLF 3 |
| Motorleistung | 700 PS |
| Wassertank | 12.500 Liter |
| Schaummittel | 1.500 Liter |
| Pumpenleistung | 8.000 Liter pro Minute |
| Löschen während der Fahrt | möglich |
| Dachwerfer | bis zu 100 Meter Wurfweite |
| Frontwerfer | Wasserwerfer an der Fahrzeugfront |
Im Ernstfall bleiben höchstens drei Minuten
Bei einem Flugnotfall zählt jede Sekunde. Die Flughafenfeuerwehr muss laut Graz Airport spätestens innerhalb von drei Minuten auch die am weitesten entfernten Bereiche des Pistensystems erreichen.
Das bedeutet: Alarm entgegennehmen, Schutzkleidung anlegen, Fahrzeuge besetzen und ausrücken. Alles muss sitzen.
Mehr als zwei Kilometer können dabei zwischen dem Feuerwehrgebäude und dem Einsatzort liegen.
Genau deshalb spielen Fahrzeuge wie der Panther eine besondere Rolle. Sie müssen nicht nur große Mengen Löschmittel transportieren, sondern auch schnell beschleunigen und bereits während der Anfahrt den Löschangriff ermöglichen.
Ohne ausreichend Feuerwehrpersonal starten keine Flugzeuge
Die Feuerwehr übernimmt am Graz Airport wesentlich mehr als klassische Brandbekämpfung.
Bei Flugnotfällen rettet sie Menschen, bekämpft Flugzeugbrände und sichert Flucht- sowie Rettungswege. Außerdem übernimmt sie den Brandschutz in Gebäuden und technischen Anlagen.
Auch technische Einsätze gehören dazu. Dazu zählt beispielsweise die Bergung eines Luftfahrzeugs, das sich nicht mehr selbstständig bewegen kann.
Zusätzlich betreibt die Feuerwehr die Erste-Hilfe-Station des Flughafens.
Besonders wichtig bleibt dabei die von der europäischen Luftfahrtbehörde EASA vorgeschriebene Einsatzbereitschaft der Rescue and Firefighting Services. Der Flughafen muss jederzeit genügend qualifiziertes Personal bereitstellen.
Fehlen ausreichend Feuerwehrkräfte, kann der reguläre Flugbetrieb nicht stattfinden.
Mehr als 74 Mitarbeiter für den Feuerwehrdienst ausgebildet
Mehr als 74 Stammmitarbeiter des Graz Airport decken laut Flughafen die Aufgaben der Betriebsfeuerwehr im Schichtbetrieb ab. Sie arbeiten hauptberuflich unter anderem in der Flugzeugabfertigung, in Werkstätten, im Frachtbereich und in der Hausverwaltung.
Zusätzlich absolvieren sie die notwendige Feuerwehr-Ausbildung und regelmäßige Weiterbildungen.
Auch bei Flughafenführungen stößt die Arbeit der Einsatzkräfte auf großes Interesse. Deshalb gehört die Feuerwehr dort regelmäßig zum Programm.
Schutz für jene, die andere schützen
Moderne Fahrzeuge allein reichen jedoch nicht. Ebenso wichtig sind Schutzkleidung, Brandmeldeanlagen und weitere technische Systeme.
Wolfgang Grimus und Jürgen Löschnig betonen deshalb auch die Verantwortung gegenüber den Einsatzkräften:
„Eine gute Flughafenfeuerwehr braucht auch eine gute Ausstattung. Das umfasst nicht nur die Feuerwehrfahrzeuge, sondern unter anderem auch Brandmeldeanlagen zur Früherkennung in Gebäuden, aber auch eine komplexe Schutzausrüstung. Unsere Feuerwehrmänner setzen bei einem Einsatz unter Umständen ihre Gesundheit aufs Spiel. Da ist es logisch, dass sie die beste Ausrüstung zur Verfügung gestellt bekommen“, so Grimus und Löschnig.
Mit dem neuen Panther verfügt die Flughafenfeuerwehr nun über ein weiteres leistungsfähiges Fahrzeug für genau diese Aufgabe. Im Alltag bleibt es hoffentlich meist in der Garage. Im Ernstfall muss es dagegen innerhalb weniger Sekunden einsatzbereit sein.































































