Start Steiermark Raub auf A9: Polizei forscht 40 mutmaßliche Hooligans aus

Raub auf A9: Polizei forscht 40 mutmaßliche Hooligans aus

Polizeiauto auf der Autobahn

Monatelange Ermittlungen nach einem Raubüberfall auf der A9 in der Steiermark haben zu einem umfangreichen Ermittlungserfolg geführt. Das Landeskriminalamt Steiermark identifizierte mittlerweile 40 Tatverdächtige aus dem Umfeld polnischer Fußballfans. 24 von ihnen wurden festgenommen. Vier Männer konnten aufgrund Europäischer Haftbefehle in Polen gefasst und nach Österreich ausgeliefert werden.

Zwei Kroaten auf A9 beraubt

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Raubüberfall in der Nacht auf den 7. November 2025. Dabei wurden zwei Kroaten auf der A9 von einer Gruppe polnischer Fußballanhänger beraubt.

Noch in der Tatnacht leitete die Polizei eine Großfahndung ein. Einsatzkräfte nahmen dabei 20 polnische Fußballanhänger fest.

Damit waren die Ermittlungen jedoch nicht abgeschlossen. Das Landeskriminalamt Steiermark arbeitete in den folgenden Monaten daran, weitere Beteiligte zu identifizieren.

Weitere 20 Tatverdächtige identifiziert

Die steirischen Ermittler arbeiteten dabei eng mit der Staatsanwaltschaft Graz, den Polizeibehörden in Warschau und dem österreichischen Verbindungsbeamten in Polen zusammen.

Auf diese Weise gelang es, 20 weitere Tatverdächtige auszuforschen. Insgesamt sind damit mittlerweile 40 Personen namentlich bekannt, die im Zusammenhang mit dem Raub bei der Staatsanwaltschaft Graz angezeigt wurden.

Vier Männer mit EU-Haftbefehl in Polen festgenommen

Für vier der ausgeforschten Tatverdächtigen erließ die Staatsanwaltschaft Graz neben nationalen Festnahmeanordnungen auch Europäische Haftbefehle.

Die polnischen Behörden griffen am 8. und 11. Juli 2026 zu und nahmen die vier Männer fest.

Inzwischen wurden alle vier Tatverdächtigen nach Österreich ausgeliefert. Die letzte Überstellung erfolgte am 3. September. Anschließend übergaben die Behörden die Männer an die österreichische Justiz.

24 Festnahmen und erste Haftstrafen

Die bisherige Bilanz der Ermittlungen ist umfangreich: 40 Tatverdächtige wurden identifiziert und 24 Personen festgenommen.

Bereits im Juni 2026 standen mehrere Beschuldigte vor dem Landesgericht für Strafsachen Graz. Das Gericht verurteilte acht Tatverdächtige in erster Instanz zu teilweise mehrjährigen Haftstrafen.

Die Ermittlungen sind weiterhin nicht abgeschlossen.

Auch in Polen sorgte das Vorgehen gegen die radikale Fangruppe laut Polizei für große mediale Aufmerksamkeit.

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