Nach dem Tod eines achtjährigen Mädchens in Kumberg gibt es neue Erkenntnisse der Ermittler. Der 37-jährige Vater hat die Tötung seiner Tochter bei seiner Einvernahme gestanden. Gegenüber der Polizei äußerte er sich auch zu seinem Motiv. Eine Obduktion bestätigte inzwischen die Todesursache.
37-Jähriger legt umfassendes Geständnis ab
Die Polizei vernahm den 37-Jährigen am Mittwochvormittag, 19. August, im Polizeianhaltezentrum Graz. Dabei zeigte sich der Tatverdächtige laut Polizei umfassend geständig.
Als Hintergrund nannte der Mann Streitigkeiten mit seiner Partnerin. Er habe vorgehabt, sich das Leben zu nehmen und seine achtjährige Tochter „mitnehmen“ zu wollen.
Der Mann und die Mutter des Kindes sind österreichische Staatsbürger und waren nach bisherigen Angaben der Polizei zuvor nicht polizeilich aufgefallen.
Mädchen soll im Schlaf attackiert worden sein
Die Ermittlungen zeichnen inzwischen auch ein genaueres Bild vom mutmaßlichen Ablauf der Tat.
Nach Angaben der Polizei dürfte der 37-Jährige am Montagabend das Kinderzimmer aufgesucht haben. Dort soll er seiner schlafenden achtjährigen Tochter mit einem Küchenmesser die tödlichen Verletzungen zugefügt haben.
Anschließend soll der Mann ins Badezimmer gegangen sein und versucht haben, sich selbst das Leben zu nehmen.
Als mehrere Polizeistreifen nach dem Notruf gegen 22:45 Uhr beim Wohnhaus eintrafen, fanden die Beamten den 37-Jährigen dort mit Schnittverletzungen.
Das Küchenmesser, das die Ermittler für die mutmaßliche Tatwaffe halten, wurde im Badezimmer sichergestellt. Experten untersuchen es nun kriminaltechnisch.
Obduktion bestätigt Todesursache
Ein Notarzt hatte das schwer verletzte Mädchen nach der Tat zunächst versorgt. Rettungskräfte brachten die Achtjährige anschließend ins LKH Graz, wo sie wenig später starb.
Am Dienstagnachmittag fand die gerichtlich angeordnete Obduktion statt. Als Todesursache stellten die Mediziner laut Polizei einen massiven Blutverlust infolge schwerer Halsverletzungen fest. Die Ergebnisse stimmen demnach mit dem bisherigen Stand der Ermittlungen überein.
Mutter und weitere Familienmitglieder im Haus
Zum Zeitpunkt der Tat befanden sich auch die Mutter des Kindes und weitere Angehörige im Wohnhaus. Sie erlitten keine körperlichen Verletzungen. Nach Angaben der Polizei werden sie psychologisch betreut.
Einlieferung in Justizanstalt Graz-Jakomini
Nach der medizinischen Behandlung hatte die Polizei den 37-Jährigen zunächst festgenommen und ins Polizeianhaltezentrum Graz gebracht.
Nach dem Geständnis ordnete die Staatsanwaltschaft Graz nun seine Einlieferung in die Justizanstalt Graz-Jakomini an. Die Ermittlungen sind damit noch nicht abgeschlossen.

































































