Lokale Engpässe bei der Trinkwasserversorgung im heurigen Frühsommer haben das Land Steiermark veranlasst, zusätzliche Maßnahmen zur Absicherung der Wasserversorgung zu setzen. Auf Einladung von Landesrätin Simone Schmiedtbauer kamen Vertreterinnen und Vertreter der Wasserwirtschaft, der Gemeindeabteilung des Landes, betroffener Gemeinden sowie regionaler Wasserversorger zu einem Runden Tisch zusammen.
Im Mittelpunkt standen die Analyse der aktuellen Lage und Maßnahmen für die kommenden Jahre. Dabei wurde betont, dass die Engpässe in der Regel nicht auf einen generellen Wassermangel zurückzuführen seien. Problematisch seien vielmehr kurzfristige Verbrauchsspitzen, wie sie insbesondere im Frühjahr und Frühsommer auftreten. Als häufige Ursachen wurden Poolbefüllungen, intensive Gartenbewässerung und Autowäschen in Zeiten hoher Wasserentnahme genannt.
Die Steiermark verfügt über hochwertige und ausreichende Wasserressourcen. Unsere Aufgabe ist es, die Versorgung auch in Zeiten hoher Belastung sicherzustellen und gleichzeitig das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser zu stärken.
sagte Schmiedtbauer.
Ein zentraler Baustein bleibt laut Land das Projekt „Wassernetzwerk Steiermark 2050“. Damit soll ein überregionales Versorgungsnetz ausgebaut werden, das Wasser aus wasserreicheren Gebieten in Regionen mit geringerer Verfügbarkeit transportieren kann. Ziel sei es, die Versorgungssicherheit langfristig zu erhöhen.
Zusätzlich wurde beim Runden Tisch ein Maßnahmenpaket vorgestellt. Es sieht unter anderem vor, die organisatorische und technische Widerstandsfähigkeit der Wasserversorger weiter zu stärken. Das Land will die Teilnahme von Wasserverbänden und Wasserversorgern am Gütesiegelprogramm weiter forcieren und Schulungs- sowie Weiterbildungsangebote unterstützen. Im Fokus stehen Notfallversorgung, Krisenmanagement, Risikovorsorge und der Betrieb in Ausnahmesituationen.
Auch die Informationskampagne rund um den Poolbefüllungskalender soll ausgebaut werden. Bereits im ersten Quartal 2027 soll verstärkt über koordinierte Poolbefüllungen informiert werden, um Belastungsspitzen im Versorgungsnetz zu verringern.
Die Befüllung vom Pool sollte in den Nachtstunden erfolgen, um zu Verbrauchsspitzenzeiten die Trinkwasserversorgung nicht zu gefährden. Zeiten, an denen der Wasserverbrauch ohnehin schon erhöht ist, etwa zwischen 16 und 20 Uhr, sollten gemieden werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Bewusstseinsbildung bei Kindern und Jugendlichen. Mit Workshops und Informationsangeboten soll der sorgsame Umgang mit Wasser als natürlicher Ressource vermittelt werden.
„Eine sichere Wasserversorgung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Mit Investitionen in die Infrastruktur, klaren Informationen für Gemeinden und verstärkter Bewusstseinsbildung schaffen wir die Grundlage dafür, dass auch künftige Generationen jederzeit auf eine verlässliche Trinkwasserversorgung vertrauen können“, sagte Schmiedtbauer.































































