Start Architektur in Graz Wohnprojekt Reininghaus-Süd von Minister Stöger ausgezeichnet

Wohnprojekt Reininghaus-Süd von Minister Stöger ausgezeichnet

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Reininghaus Süd

Bundesminister Alois Stöger überreichte vier maßgeblich Beteiligten für die erfolgreiche Umsetzung von ERS – Plusenergieverbund Reininghaus Süd am 18. November 2014 Urkunden. 2009 hatte sich die Stadt Graz mit einer Wohnanlage in naturnaher nachhaltiger Bauweise, die mehr Energie erzeugt als sie verbraucht, beim Bund um Förderungen aus dem Projekt „Haus der Zukunft plus“ beworben. Das Konzept hatte nach einer Bewertung durch eine internationale Jury zwei Millionen Euro an Förderung zugesprochen bekommen. Mittlerweile sind 114 der insgesamt 162 Wohnungen bereits bewohnt. Der nächste und letzte Bauabschnitt wird im Mai 2015 übergeben.

Investor Martin Partoll von Aktiv Klimahaus GmbH zur anfänglichen Skepsis:

Schließlich mussten sich viele erst daran gewöhnen, dass man in Holz-Lehm-Bauweise mit Erdwärme und dem Energieaustausch zwischen den Wohnhäusern und den angrenzenden Gewerbebauten tatsächlich ein funktionierendes System schaffen kann!

Bundesminister Stöger zum Bau der Wohnanlage:

Wir müssen auf diesem Gebiet mehr tun und brauchen genau solche Projekte, die beweisen, dass die Umsetzung in die Realität funktioniert. Dann steigt auch die Chance, dass die Menschen ihr Verhaltung in Richtung Nachhaltigkeit verändern!
Die einzelnen Gebietskörperschaften und Institutionen sollen ja auch voneinander lernen können, wie man solche Vorhaben erfolgreich anpackt

ERS – Plusenergieverbund Reininghaus Süd

Wohnungen Reininghaus Süd
Wohngebäude mit 162 Wohneinheiten

Im Zentrum von Graz wurde ein innovatives ganzheitliches Energiekonzept umgesetzt. Beim Projekt wurden Wohngebäude mit 162 Wohneinheiten energetisch mit einem Büro- und Dienstleistungsgebäude vernetzt und ein Konzept für e-Mobilität wurde dazu erarbeitet. So kann die vor Ort gewonnene erneuerbare Energie besonders effektiv genutzt werden. Die zwölf Einzelhäuser entsprechen dem Passivhausstandard, erzeugen sogar mehr Energie als sie selbst benötigen.

  • Die mehrgeschoßigen Wohnbauten wurden als Passivhäuser in Holz-Lehm-Bauweise ausgeführt.
  • Der Heizwärmebedarf beträgt circa 7,22 kWh/m2a und entspricht damit der besten Energieeffizienzklasse A++
  • Die Energieversorgung für Heizung und Warmwasseraufbereitung erfolgt durch Erdwärme.
  • Zusätzlich wird Photovoltaik für die Stromerzeugung eingesetzt.
  • Für Wohnungseigentümer sollen Elektroautos zu einem moderaten Preis zur Verfügung stehen, wodurch auf die Anschaffung eines Zweitautos verzichtet werden kann.

Büro Nussmüller Architekten war für die Architektur der Wohnanlage verantwortlich. DI Ernst Rainer von der Technischen Universität Graz, Leitprojektmanager des Projekts Energy City Graz-Reininghaus, wurde ebenfalls mit einer Urkunde ausgezeichnet. Die TU Graz hatte sich mit mehreren Instituten eingebracht. Rainer sieht in dem gemeinsam entwickelten und umgesetzten Projekt den Beweis, dass zukunftsweisende Konzepte nachhaltiger Stadtteilentwicklung funktionieren. Weitere Ausgezeichnete waren das Gleisdorfer Unternehmen AEE INTEC (Institut für Nachhaltige Technologien) mit dessen Projektleiter DI Dr. Karl Höfler wie die Architekten DI Werner und DI Werner Nussmüller.

Zusatzfinanzierungen und Förderungen für das Wohnprojekt Reininhaus-Süd kamen von der Stadt Graz, vom BMVIT und vom Land Steiermark.

Foto: Stadt Graz/Fischer

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