Kleine Ortungsgeräte haben der Polizei am Mittwoch gleich bei zwei Ermittlungen zu mutmaßlich gestohlenen Fahrrädern geholfen. In Graz führte der AirTag eines E-Bike-Besitzers zu einem Kastenwagen in der Puchstraße. Wenige Stunden später ortete die Polizei in Kirchberg an der Raab das gestohlene Fahrrad eines Kindes. In beiden Fahrzeugen fanden die Beamten jeweils drei Fahrräder. Zwei Männer wurden vorläufig festgenommen.
Gestohlenes E-Bike in Graz per AirTag geortet
Am Mittwochmorgen meldete ein E-Bike-Besitzer sein Fahrrad in Graz als gestohlen. Weil er einen AirTag am E-Bike angebracht hatte, konnte er der Polizei einen möglichen Standort übermitteln.
Die Ortungsdaten führten die Beamten zu einem abgestellten Kastenwagen in der Puchstraße. Einen Fahrer trafen sie dort zunächst nicht an.
Aus dem Laderaum konnten die Polizisten jedoch eindeutig das akustische Signal des AirTags hören.
Drei neuwertige E-Bikes im Kastenwagen
Die Polizei observierte den Kastenwagen mehrere Stunden. Nachdem niemand zum Fahrzeug zurückgekehrt war, öffneten die Beamten den Laderaum.
Darin fanden sie drei neuwertige E-Bikes und stellten diese sicher.
Anschließend ermittelten die Polizisten den Besitzer des Kastenwagens. Sie nahmen den 44-jährigen rumänischen Staatsbürger vorläufig fest.
Bei seiner Einvernahme gestand der 44-Jährige laut Polizei, alle drei Fahrräder in der Nacht gestohlen zu haben. Die Ermittler suchen noch nach den Besitzern der beiden weiteren Räder.
Zweiter AirTag führt erneut zu Kastenwagen
Nur wenige Stunden später beschäftigte ein ähnlicher Fall die Polizei in der Südoststeiermark.
Am Mittwochabend wurde gemeldet, dass bereits am Freitag, 11. September, das Fahrrad eines Kindes gestohlen worden war. Auch an diesem Fahrrad befand sich ein AirTag.
Die Ortung zeigte inzwischen einen Standort in Kirchberg an der Raab an. Wieder führte die Spur zu einem abgestellten Kastenwagen, bei dem sich zunächst kein Lenker befand.
Und erneut fanden die Polizisten drei Fahrräder im Fahrzeug.
37-Jähriger bestreitet Fahrraddiebstahl
Über internationale Ermittlungen identifizierte die Polizei zunächst den Besitzer und anschließend den Lenker des Kastenwagens. Beamte trafen den 37-jährigen rumänischen Staatsbürger in einer Wohnung in Kirchberg an und nahmen ihn vorläufig fest.
Im Gegensatz zum Verdächtigen im Grazer Fall zeigte sich der 37-Jährige nicht geständig. Er gab an, die Fahrräder lediglich zum Transport übernommen zu haben.
Auch bei diesen Rädern versucht die Polizei noch, die rechtmäßigen Besitzer zu ermitteln.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Graz werden beide Männer auf freiem Fuß angezeigt.
So empfiehlt die Polizei, Fahrräder vor Diebstahl zu schützen
Neben stabilen Fahrradschlössern empfiehlt die Kriminalprävention, Fahrräder im Freien mit Rahmen und Hinterrad an einem fest verankerten Gegenstand anzuschließen. Gut beleuchtete und frequentierte Abstellplätze können das Diebstahlrisiko zusätzlich reduzieren.
Bei E-Bikes sollte der Akku nicht am abgestellten Fahrrad bleiben. Wertvolle abnehmbare Komponenten wie Fahrradcomputer sollten Besitzer ebenfalls mitnehmen.
Wichtig ist außerdem, die Rahmen- beziehungsweise Seriennummer zu dokumentieren. Ein Fahrradpass erleichtert es, das Eigentum nachzuweisen und die Fahndung nach einem gestohlenen Rad einzuleiten.
Auch Ortungsgeräte wie AirTags können bei der Suche nach einem gestohlenen Fahrrad helfen. Die Polizei empfiehlt, solche Tracker möglichst versteckt am Rad anzubringen. Die beiden aktuellen Fälle zeigen allerdings vor allem eines: Wer sein gestohlenes Fahrrad ortet, sollte die Standortdaten an die Polizei weitergeben und nicht selbst versuchen, das Rad zurückzuholen.
































































