Start Wohnen in Graz Reininghaus Quartier 7: 211 Wohnungen als Holzbauten in Superniedrigenergiestandard

Reininghaus Quartier 7: 211 Wohnungen als Holzbauten in Superniedrigenergiestandard

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Im Quartier 7 auf den Reininghausgründen werden südlich der Wetzelsdorfer Straße und östlich der Brauhausstraße die Siedlungsgenossenschaft Ennstal und die ENW insgesamt 211 Wohnungen in vier größeren Blöcken errichten. In das Großprojekt werden knapp 35 Millionen Euro investiert. Den Architekturwettbewerb gewann das Grazer Büro balloon.

Von den 211 Wohnungen mit insgesamt rund 15.400 Quadratmeter Wohnfläche werden laut ENW 40 Prozent als Vier-Zimmer-Einheiten als klares Signal an Familien angeboten. Noch im Spätherbst will man zum Spatenstich einladen, realisiert soll das Großprojekt in zwei Bauabschnitten bis Sommer 2020 werden. Andreas Gratl vom Architekturbüro balloon stellte das Wohnprojekt im Detail vor: Vier Unterquartieren zu je 50 bis 60 Wohneinheiten.  Jedem dieser Unterquartiere wird ein eigener Wohnhof zusätzlich zum öffentlichen Quartierspark in der Nähe zugeordnet sein. Bei der Höhenentwicklung der einzelnen Gebäude habe man auf eine Anpassung an die bereits bestehende und künftige Nachbarschaft geachtet.

Reininghaus Quartier7 Holzbau Wohnungen
Modell des geplanten Reininghaus Quartier 7, Foto: Stadt Graz/Fischer

Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl meinte bei der Präsentation des Siegerentwurfs, dass im Grazer Westen mit Reininghaus und der Smart City nahe des Hauptbahnhofs eine Stadt entwickelt werde, in der ungefähr gleich viele Menschen leben werden wie in Leoben. Besonders hob der Bürgermeister hervor, dass das preisgekrönte Projekt für das Reininghaus-Quartier 7 eine „Reihe aus Baumhäusern“ fortsetze, sei doch der Werkstoff Holz auch bereits für die benachbarten Bauwerke im Gelände der einstigen Hummelkaserne – das GGZ-Pflegewohnheim sowie ein kurz vor der Fertigstellung stehender sozialer Wohnbau – eingesetzt worden. Mit dem Quartier 7 setze man einen weiteren wichtigen Mosaikstein ins Gesamtpuzzle von Reininghaus ein.

Der für die Wohnbauförderung zuständige Landesrat Hans Seitinger bezeichnete den jährlichen Bevölkerungszuwachs von 4.000 bis 6.000 Menschen in Graz als Herausforderung an die Infrastruktur. Leistbares Wohnen könne man bei steigenden Grundstückspreisen durch kleinere Wohneinheiten, höhere Bauten und Sanierungen von Bestandsgebäuden, nach Möglichkeit in Verbindung mit einer Verdichtung, erzielen. Die Politik müsse Gesetze und Förderungen stets neu überdenken, betonte der Landesrat, der den Baustoff Holz im geförderten Wohnbau besonders unterstützt.

Titelbild Visualisierung: Architekturbüro balloon

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