Start Mobilität Wie die Graz Linien auf Coronavirus-Ausbreitung reagieren

Wie die Graz Linien auf Coronavirus-Ausbreitung reagieren

Normalfahrplan in Graz wieder ab 4. Mai. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Graz Linien Strassenbahn

Ab 4. Mai sind die Busse und Straßenbahnen der Graz Linien wieder im Normalfahrplan unterwegs. In der Variobahn und Cityrunner Straßenbahnen wird die Fahrertür wieder geöffnet. Somit gilt auch in diesen Garnituren die Absperrung der ersten Sitzreihen nicht mehr. Achtung: In Garnituren ohne Fahrerkabinen und in allen Bussen bleibt die erste Türe weiterhin geschlossen. Die Nightlines fahren wegen der Einschränkungen für Nacht-Gastrobetriebe nicht.

In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt die Pflicht Mund-Nasen-Schutz zu tragen

Schutzmaske Graz

Personen ohne Mund-Nasen-Schutz (MNS) dürfen ab dem 14. April keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Die MNS-Pflicht wird von der Polizei bzw. von den Kontrolleuren der GPS kontrolliert.

  • Der Mund-Nasen-Schutz wird in den Öffis nicht zur Verfügung gestellt: Fahrgäste müssen diesen Schutz eigenverantwortlich mitbringen.
  • Wenn kein Mund-Nasen-Schutz als Maske zur Verfügung steht, kann zum Beispiel auch ein Schal oder ein Halstuch verwendet werden. Nase und Mund müssen aber bedeckt sein.
  • Die Maskenpflicht für LenkerInnen gilt nur beim Betreten des Kundenbereichs in öffentlichen Verkehrsmitteln: Der vom Fahrgastraum abgetrennte Bereich (Fahrkabine) ist nicht umfasst. Holding Graz MitarbeiterInnen, die im öffentlichen Verkehrsmittel direkten Kundenkontakt haben, werden Masken tragen.

Wir bleiben bei der Festlegung des Mindestabstandes in Öffentlichen Verkehrsmitteln. Nur in absoluten Ausnahmesituationen, wenn dies aufgrund des fehlenden Platzangebots nicht umsetzbar ist, kann dieser ausnahmsweise unterschritten werden. Denn dafür kann der Fahrgast nichts. Uns ist aber sehr wichtig: Es bleibt bei einem Meter Mindestabstand und bei der Verpflichtung, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

so Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler:

Die Öffentlichen Verkehrsmittel waren in der Krise das Rückgrat unsere Mobilität. Wichtig ist auch hier – nehmen wir aufeinander Rücksicht. Abstand halten ist die oberste Priorität. Damit alle gut und vor allem gesund an ihr Ziel kommen, haben wir mit der Fahrgastcharta eine Richtlinie erarbeitet, die einen sichere Benützung der Öffis ermöglicht. Wir verdichten laufend das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln und beobachten die Situation genau.


Welche Maßnahmen gegen die Coronavirus-Ausbreitung bis zum 4. Mai galten:

  • Türöffnen bei Bus & Bim: Das Fahrpersonal öffnet ab Donnerstag, 12. März, die Türen aller Busse und Niederflurstraßenbahnen im Haltestellenbereich ohne dass die Fahrgäste den dafür notwendigen Taster drücken müssen. Somit ist auch gewährleistet, dass alle Fahrzeuge laufend gut durchlüftet werden.
  • Ticketverkauf in den Bussen: Ab 16. März bis auf weiteres eingestellt. Darüber hinaus bleibt die vordere Tür geschlossen.
  • Die Kontrollen der Fahrscheine in den Bussen und Straßenbahnen kehren ab Anfang Mai wieder schrittweise zur Normalität zurück: Ab 2. Mai werden die Kontrolleure die Fahrgäste darauf hinweisen, Tickets zu kaufen. Nach dieser Phase wird ab 18. Mai wieder normal kontrolliert.
  • Fahrerkabinen in Straßenbahnen: Nach Maßgabe der Möglichkeiten werden nur Straßenbahnen mit Fahrerkabinen eingesetzt. Sollte es betrieblich notwendig sein, dass auch ältere Straßenbahnen ohne Fahrerkabine eingesetzt sind, werden diese nach betrieblichen Möglichkeiten gegen Straßenbahnen mit Fahrerkabine (Cityrunner und Variobahn) getauscht.
  • Reinigung: Die Graz Linien reinigen verstärkt den Innenraum und den Fahrerarbeitsplatz in allen Fahrzeugen.
  • Ferienfahrplan: Sollten Schulen und Kindergärten auf Erlass der Bundesregierung geschlossen werden, werden die Graz Linien auf den Ferienfahrplan umstellen. Dieser Punkt wird nach Kritiken doch nicht umgesetzt. Busse und Straßenbahnen werden laut Bürgermeister Siegfried Nagl weiterhin im normalen Takt unterwegs sein. Das Ausdünnen des Fahrplanes wäre ein falscher Schritt.

Quelle: www.holding-graz.at/holding-graz/news/coronavirus-oeffis.html

Eine ähnliche Regelung hatten die Verkehrsbetriebe Zürich bereits am 10. März getroffen. Nur gehen diese noch ein paar Schritte weiter: In Zürich bleibt die vorderste Tür bei Bussen zum Schutz des Fahrpersonals geschlossen, so dass dort kein Ein- und Ausstieg mehr möglich ist. Zusätzlich wird der Raum hinter dem Fahrerarbeitsplatz möglichst frei gehalten. Auch werden keine Tickets mehr beim Fahrpersonal verkauft.

Quelle: www.stadt-zuerich.ch/vbz/de/index/aktuelles/coronavirus.html

Foto: Symbolfoto

1 KOMMENTAR

  1. Werter Holding Graz Linien Vorstand, es ist toll, wenn Sie ihre Straßenbahnfahrerinnen und -fahrer durch die abgeschlossenen Kabinen schützen wollen. – Aber ich stelle mir die Frage, wie sieht der Schutz für die Busfahrerinnen und -fahrer aus, die im Gegensatz zu den Straßenbahnfahrern noch Karten verkaufen müssen, keine abgeschlossene Kabine haben und die vordere Türe, wie alle anderen auch, öffnen müssen?? Hier muss es jedenfalls auch ausreichenden Schutz für ALLE Busfahrerinnen und -Fahrer geben!!! Bitte bedenken Sie das bei allem Respekt auch, denn auch sie haben Familien, Freunde, Verwandte und Bekannte!! Vielen Dank!

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