Start Graz Chronik Zwei Festnahmen nach Taschendiebstählen im Grazer Einkaufscenter

Zwei Festnahmen nach Taschendiebstählen im Grazer Einkaufscenter

Polizeiauto

Kriminalbeamte haben am Mittwochmittag, 4. Feber 2026, im Bezirk Gries zwei mutmaßliche Taschendiebe festgenommen. Die Männer stehen im Verdacht, mit dem sogenannten „Jacke-Jacke-Trick“ mehrfach Diebstähle in einem Einkaufscenter begangen zu haben.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen 54-Jährigen und einen 36-Jährigen, beide algerische Staatsbürger. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen sie gezielt Gäste in Gastronomiebetrieben ausgesucht haben, die ihre Jacken über Sessellehnen gehängt hatten.

Gezielte Ablenkung in Lokalen

Bereits am Montag, 2. Feber 2026, war ein entsprechender Diebstahl angezeigt worden. Dabei hängte einer der Verdächtigen seine eigene Jacke unmittelbar neben jene des Opfers. Anschließend griff er durch die eigene Jacke hindurch in die Kleidung des Opfers und entnahm Bargeld aus der Geldbörse. Diese wurde danach wieder unauffällig in der Jacke zurückgelegt. Auf diese Weise erbeuteten die Täter mehrere Hundert Euro.

Zugriff nach Beobachtung

Am Mittwoch gegen 11.00 Uhr entdeckten Kriminalbeamte die beiden Männer erneut in demselben Einkaufscenter und beobachteten sie über längere Zeit. Nach mehreren offenbar erfolglosen Versuchen verließen die Verdächtigen nach rund eineinhalb Stunden das Gebäude. Mit Unterstützung von Beamtinnen der Polizeiinspektion Karlauerstraße erfolgte schließlich die Festnahme.

Bei den Einvernahmen zeigten sich beide Männer nicht geständig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wurden sie in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

Weitere Ermittlungen laufen

Im Zuge der Erhebungen stellte sich heraus, dass der 54-Jährige bereits im Dezember 2025 einen ähnlich gelagerten Diebstahl in Wien begangen haben dürfte. Dabei soll Bargeld in Höhe von mehreren Tausend Euro entwendet worden sein. Der 36-Jährige war bereits im Jahr 2016 wegen desselben Modus Operandi angezeigt worden.

Die Polizei ermittelt nun zu möglichen weiteren Tatorten und Geschädigten.

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