Start Wohnen Reininghaus Wohnbau: Leistbares Wohnen mit urbaner Mischnutzung und großzügigen öffentlichen Flächen angekündigt

Reininghaus Wohnbau: Leistbares Wohnen mit urbaner Mischnutzung und großzügigen öffentlichen Flächen angekündigt

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In den kommenden Jahren soll im Süden der Esplanade des Reininghaus-Areals leistbares Wohnen mit urbaner Mischnutzung und großzügigen öffentlichen Flächen trotz hoher Dichte entstehen. Rund 120 Millionen Euro sollen für die geplante Entwicklung des Quartiers 3 investiert werden.

Fast 400 Wohnungen und rund 12.000 Quadratmeter Gewerbefläche werden in den kommenden Jahren auf einem mehr als 23.000 Quadratmeter großen Grundstück von der BWS-Gruppe und ihrer Tochter, der Schönere Zukunft Steiermark GmbH, errichtet. Das Projekt soll Miet- und Eigentumswohnungen mit einem Schwerpunkt auf leistbarem und sozialem Wohnen anbieten, im Endausbau will man eine Verteilung von 60 Prozent Wohn- und 40 Prozent gewerblichen Flächen erreichen. In der Übergangszeit bis zur vollen Erschließung des Reininghaus-Areals ist auch ein höherer Wohnanteil möglich, wobei die Wohnungsgrößen zwischen 35 und 90 Quadratmetern liegen – mit einem Schwerpunkt auf Drei-Zimmer-Einheiten. Der Baubeginn für das Projekt ist Ende 2016 oder Anfang 2017 vorgesehen, die Bauzeit wird in sechs Abschnitten mit rund vier Jahren veranschlagt.

Siegerentwurf vom Wiener Büro Geiswinkler & Geiswinkler Architekten GmbH 

Bei der Präsentation des Siegerentwurfs bezeichnete Baureferent Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl das eine Million Quadratmeter große Reininghaus-Areal als „riesige Chance für eine moderne und nachhaltige Entwicklung, wie sie kaum eine andere Stadt zur Verfügung hat“. Zuletzt sei Graz um rund 5.000 Personen pro Jahr gewachsen – für diesen Zuzug könne man auch in Reininghaus modernen, hochwertigen und nachhaltigen Lebensraum entwickeln. „Dabei sind die einzelnen Projekte trotz unterschiedlicher Investoren Puzzlesteine, die gemeinsam ein harmonisches Ganzes ergeben, weil die ArchitektInnen dank des geltenden Rahmenplans auf die jeweils benachbarten Bereiche Rücksicht nehmen!“ Das Siegerprojekt werde jetzt noch verfeinert, von der Stadt Graz zu einem Bebauungsplan für einen Gemeinderatsbeschluss entwickelt und schließlich durch eine attraktive Anbindung an den Öffentlichen Verkehr ergänzt.

Reininghaus Quartier Präsentation
Ehepaar Arch. DI Markus und Arch. DI Kinayeh Geiswinkler, Stadtplanungsamtsvorstand DI Bernhard Inninger, Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle, Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl und Investorenvertreter MMag. Dr. Jürgen Dumpelnik. Foto: Stadt Graz/Fischer

Reininghaus Quartier 3 als südlichsten Bereich entlang der Esplanade

Baudirektor DI Mag. Bertram Werle stellte das Quartier 3 als südlichsten Bereich entlang der Esplanade vor, die das Rückgrat von Reininghaus darstelle. Nach den bereits entschiedenen Wettbewerben für Alt Reininghaus und die Parkquartiere lasse sich mit dem aktuellen Projekt schon die Entwicklung entlang der Alten Poststraße erkennen. Neuerlich habe sich gezeigt, dass die Durchführung von Wettbewerben zu qualitativ hochwertigen Ergebnissen führe, zivilrechtliche Verträge sichern zudem die gewünschte Mischnutzung und einen umweltverträglichen Verkehrsmix. Im gesamten Areal sei es bereits gelungen, sechs Hektar an öffentlichen Grünflächen für die Bevölkerung als Ausgleich für die Verdichtung sicherzustellen.

Die BWS-Gruppe will in der Steiermark zur Versorgung der wachsenden Bevölkerung mit leistbaren Wohnungen beizutragen und laut eigenen Aussagen kostengünstig bauen und auch sozialen Wohnbau anbieten, um eine gute soziale Durchmischung in dem Quartier zu ermöglichen. Die endgültigen Miet- und Eigentumspreise seien letztlich von den gewährten Wohnbaufördermitteln des Landes Steiermark und den Auflagen der Stadt Graz abhängig.

Laut Stadtplanungsamtsvorstand DI Bernhard Inninger  erwarte die künftigen Bewohner eine fußgängerfreundliche Zone mit attraktiven Gastronomie- und Gewerbeangeboten in den Erdgeschoßbereichen. Parallel zu den Bauträgern sei auch die Stadt Graz für die Entwicklung des Stadtteils tätig:

Wir haben soeben einen Wettbewerb durchgeführt, der die öffentlichen Räume und Trassen für den Öffentlichen Verkehr in dem Areal betrifft. Das Ergebnis werden wir demnächst präsentieren können!

so DI Bernhard Inninger.

Das Architektenehepaar DI Markus und DI Kinayeh Geiswinkler hat laut eigenen Aussagen im Spiel mit Grundrissen, Dichten und Gebäudehöhen besonders auf großzügige öffentliche Räume geachtet, die als Plätze oder Grünraum zur Verfügung stehen werden. Durch modulare Bauweise sichere man eine Flexibilität der Wohnungsgrößen, um auf Tendenzen im Wohnbau reagieren zu können. Die einzelnen Baukörper wurden so verteilt, dass ein möglichst guter Luft- und Wind-Durchzug gefördert wird.

Visualisierung: Geiswinkler & Geiswinkler Architekten ZT GmbH

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