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Hochwasserschutz Petersbach

Nach jahrzehntelangem Zittern vor Überschwemmungen kann die Bevölkerung entlang des Petersbachs aufatmen. Der dritte Abschnitt des Hochwasserschutzes wurde im Beisein von Prominenz aus Bund, Land und Stadt festlich eröffnet. Das mit rund 7,5 Millionen Euro teure Projekt soll einen deutlichen Mehrwert für die bislang hochwassergeplagte Bevölkerung ebenso wie für Naherholungssuchende und die Natur bieten. Die rund 3,1 Kilometer lange Strecke mit unterschiedlichen Landschaftsformen galt als bisher schwierigster Teil des Projekts, das Sicherheit mit ökologischer Aufwertung verbindet.

Mehr Hochwassersicherheit

Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl erinnerte an die Anstrengungen, die Graz mit Unterstützung von Land Steiermark und Republik Österreich seit vielen Jahren auf sich nehme, um die insgesamt 52 Bäche und Flüsse in Graz so gut wie möglich hochwassersicher zu machen. Dass auch der ökologische Zustand des betreffenden Bachabschnitts verbessert wurde, lasse sich allein an den 2.500 Pflanzen – darunter rund 500 Bäume – ermessen, die im Rahmen des Projekts neu gepflanzt worden seien.

Restrisiko am Petersbach

Der zuständige Landesrat Johann Seitinger erinnerte daran, dass trotz aller Schutzmaßnahmen immer ein Restrisiko beim Leben entlang eines Bachbetts gegeben sein werde. Die Behörde könne ihren Teil zu mehr Sicherheit beitragen, indem sie mit Baugenehmigungen in sensiblen Zonen restriktiver umgehe, Schutzmaßnahmen treffe und die Menschen sensibilisiere – das betreffe auch die übliche Lagerung wertvoller Gegenstände in Kellerräumen, was bei Überschwemmungen hohe Schäden verursache. Gefordert seien alle für mehr Klimaschutz zu sorgen, denn die Naturereignisse würden seit Jahren immer extremer ausfallen. Seitinger erwähnte ebenso, dass die Steiermark in Bezug auf Hochwasser-Warnsysteme weltweit eine Pionierrolle einnehme und in vielen Ländern als Vorbild angesehen werde.

Bund investiert in Hochwasserschutz

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Bundesminister DI Andrä Rupprechter würdigte die Rolle des Wassers als wichtigstes Lebensmittel, aber auch als lebensgefährliches Element. Der Bund habe deshalb in den vergangenen Jahren viel in den Hochwasserschutz investiert und im gesamten Bundesgebiet zahlreiche Projekte unterstützt. Am Petersbach lobte er vor allem auch die gelungene ökologische Aufwertung, die zu einem wertvollen Naherholungsgebiet für Menschen geführt habe. Für die Zukunft sei trotz des Diktats der knappen Kassen die Hochwassermilliarde des Bundes fest im Budget verankert.

Hochwasserschutz für den Petersbach im Überblick

Petersbach

Der Vorstand der städtischen Abteilung für Grünraum und Gewässer, DI Robert Wiener, gab einen Überblick über die Details des Bauwerks:

  • Die Uferpromenade wurde zum Teil als Geh- und Radweg mit attraktiven Flaniermöglichkeiten gestaltet
  • Bachabwärts bekamen Tiere und Pflanzen Lebensraum und einen Wanderkorridor
  • In dem 3,1 Kilometer langen Abschnitt wurden rund 3.500 Wassersteine gelegt, der Aushub betrug 50.000 Kubikmeter, 1.000 Kubikmeter Beton wurden verbaut.
  • Der Bach wurde durchgehend abgedichtet, was ein Austrocknen im Sommer verhindert.
  • Neben dem gesteigerten Hochwasserschutz sorgen auch Sitzgelegenheiten und Trinkbrunnen dafür, dass sich die NutzerInnen des neuen Bauwerks möglichst rundum wohl fühlen.

Foto: Stadt Graz/Fischer

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