Die ASFINAG startet ab Mitte Februar mit der umfassenden Erneuerung eines der meistbefahrenen Autobahnabschnitte der Steiermark. Betroffen ist die A 9 Pyhrnautobahn zwischen dem Weblinger Kreis und dem Schwarzlsee. Täglich rollen dort bis zu 80.000 Fahrzeuge. Damit zählt dieser Bereich zu den am stärksten frequentierten Strecken in Österreich.
Der rund sechs Kilometer lange Abschnitt ging 1973 in Betrieb und ist somit mehr als 50 Jahre alt. Nun investiert die ASFINAG rund 65 Millionen Euro in eine grundlegende Modernisierung. Das Projekt läuft über zwei Jahre.
Das Wichtigste in Kürze für Pendler
- Tempo 60 im Baustellenbereich – Section Control überwacht die Geschwindigkeit
- Alle Fahrstreifen bleiben je Richtung offen – keine Totalsperren
- Mehr Fahrzeit einplanen – Bauarbeiten laufen bis Ende 2027
Start mit Mittelstreifen-Umbau
Zunächst beginnen kleinere Vorarbeiten. Ab Ende Februar werden die Maßnahmen für Autofahrerinnen und Autofahrer deutlich sichtbar. Dann entfernen die Bauarbeiter den Mittelstreifen samt Betonleitwänden und Beleuchtung.
Während dieser Phase, die bis April dauert, leiten wird der Verkehr auf beiden Seiten nach außen geleitet. Trotzdem bleiben in jeder Richtung weiterhin drei Fahrstreifen befahrbar. Aus Sicherheitsgründen gilt ab diesem Zeitpunkt ein Tempolimit von 60 km/h. Eine Section Control überwacht die Einhaltung.
Im Anschluss erneuert die ASFINAG bis Ende November die Richtungsfahrbahn in Richtung Spielfeld komplett. 2027 folgt die Gegenrichtung.
Wichtig für Pendler und Durchzugsverkehr: Zwischen Webling und dem Knoten Graz-West bleiben während der gesamten Bauzeit stets drei Fahrstreifen je Richtung offen. Zwischen dem Knoten und dem Schwarzlsee stehen weiterhin jeweils zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Auch die Anschlussstelle Seiersberg sowie die Verbindungen von und nach Klagenfurt und Wien bleiben durchgehend erreichbar.
Neue Fahrbahn und mehr Lärmschutz
Die Sanierung betrifft sämtliche Bauteile der Autobahn. Zunächst entfernen die Bauarbeiter die alte Betondecke. Danach tragen sie auf mehr als 150.000 Quadratmetern lärmmindernden Asphalt auf. Zusätzlich erneuern sie den Unterbau, der ebenfalls aus den 1970er-Jahren stammt.
Entlang der Strecke sanieren die Fachkräfte zwölf Brücken. Bei zwei Bauwerken ersetzen sie zudem die Tragwerke vollständig.
Besonders deutlich soll die Verbesserung beim Lärmschutz ausfallen. Die ASFINAG erneuert bestehende Anlagen, erhöht sie teilweise und schließt bisherige Lücken. Dadurch wächst die Lärmschutzfläche von derzeit 14.400 auf künftig über 28.000 Quadratmeter. Anrainerinnen und Anrainer sollen somit langfristig von einer spürbaren Entlastung profitieren.
Außerdem versetzen die Techniker die Beleuchtung vom Mittelstreifen an die jeweiligen Fahrbahnränder. Zwei neue Gewässerschutzanlagen reinigen künftig das anfallende Oberflächenwasser. Darüber hinaus tauscht die ASFINAG sämtliche elektrotechnischen Einrichtungen aus, darunter Videokameras und Verkehrsbeeinflussungsanlagen.
Auch der Rastplatz Feldkirchen, kurz vor dem Plabutschtunnel in Fahrtrichtung Norden, wird modernisiert. Dort entstehen eine WC-Anlage und ein Trinkwasserbrunnen.
Mehrere Verkehrsphasen geplant
Damit während der gesamten Bauzeit gleich viele Fahrstreifen wie im Normalbetrieb zur Verfügung stehen, setzt die ASFINAG auf mehrere Verkehrsführungsphasen. Ein eigenes Farbleitsystem unterstützt die Orientierung im Baustellenbereich.





















































