Nach dem bewaffneten Raubüberfall auf eine Bankfiliale in der Stattegger Straße im Grazer Bezirk Andritz liegen nun neue Details vor. Das Landeskriminalamt Steiermark fahndet mit Bildern aus der Überwachungskamera öffentlich nach dem bislang unbekannten Täter.
Der Mann betrat die Filiale am Mittwoch, 11. Februar 2026, kurz vor 15.45 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich fünf Angestellte in der Bank. Der Täter bedrohte sie mit einer Pistole und drängte sie in ein Büro. Dort mussten die Mitarbeiter ihre Mobiltelefone abgeben. Auf Anweisung des Täters fixierte eine Angestellte ihre Kollegen mit Klebeband an den Sesseln. Zusätzlich stülpte der Täter Wollhauben über die Gesichter der Opfer und befestigte diese ebenfalls mit Klebeband.
Anschließend zwang der Mann eine Mitarbeiterin, den Tresor zu öffnen und Zugang zu Kundenschließfächern zu verschaffen. Er brach mehrere Schließfächer gewaltsam auf und hielt sich insgesamt rund 30 Minuten in der Filiale auf. Danach fesselte er auch die letzte Angestellte und flüchtete mit Bargeld in bislang unbekannter Höhe. Die fünf Mitarbeiter konnten sich nach einiger Zeit selbst befreien und alarmierten die Polizei.
Großfahndung ohne Erfolg
Die Polizei leitete sofort eine groß angelegte Alarmfahndung ein. Zahlreiche Streifen, Spezialkräfte sowie ein Polizeihubschrauber standen im Einsatz. Trotz intensiver Ermittlungen gibt es bislang keinen konkreten Hinweis auf den Täter.
Die Staatsanwaltschaft Graz ordnete daher die Veröffentlichung von Lichtbildern aus der Überwachungskamera an.
Täterbeschreibung
Der Gesuchte ist laut Polizei etwa 180 bis 185 Zentimeter groß, zwischen 25 und 50 Jahre alt und von schlanker Statur mit hellem Hauttyp. Er trug eine schwarze Jacke, eine blaue Jeans und eine schwarze Kappe. Maskiert war er mit einer blonden Perücke, einer randlosen Sonnenbrille in Orange-Rot sowie einer weißen FFP2-Maske. Zudem trug er flache Steckohrringe in Plattenform und führte eine schwarze Sporttasche mit sich. Laut Angaben sprach der Mann steirischen Dialekt mit eher hoher Stimmlage.
Hinweise zur Person oder zu möglichen Fluchtwegen nimmt das Landeskriminalamt Steiermark unter 059133/60-3333 entgegen. Potenziell betroffene Kunden der Bank sollen sich derzeit nicht selbst bei der Polizei melden. Betroffene werden von den Ermittlern kontaktiert.


























































