Start Steiermark Notfallalarm am Smartphone: Schneewarnung für Graz und Umgebung

Notfallalarm am Smartphone: Schneewarnung für Graz und Umgebung

AT-Alert für Teile der Steiermark: Der Schneeregen drückt auf die Bäume und dies kann zu gefährlichen Situationen führen. Meide derzeit den Aufenthalt unter Bäumen und in Parkanlagen!

Aufgrund heftiger Schneefälle löste das Land um ca 8:45 den „Handy-Alarm“ aus. Wie angekündigt hat in der Nacht auf Freitag eine Kaltfront die Steiermark erreicht. Aufgrund zahlreicher umstürzender Bäume kommt es im ganzen Land zu Verkehrsbehinderungen und insbesondere in der Süd- und Oststeiermark zu Straßensperren.

Für die am meisten betroffenen Regionen aktivierte die Landeswarnzentrale AT-Alert, mit dem die Behörde Warnmeldungen und Gefahreninformationen direkt auf Mobiltelefone schicken kann, die im betroffenen Gebiet in einer Mobilfunkzelle eingeloggt sind.

Da sich die Wettersituation generell nur sehr langsam und speziell im Süden erst gegen Abend bessern wird, fordert die Landeswarnzentrale Steiermark die Bevölkerung auf, nicht notwendige Autofahrten zu unterlassen, wenn möglich, zu Hause zu bleiben und insbesondere Wälder und Parkanlagen zu meiden.

„Die Einsatzkräfte und Räumdienste sind schon seit Stunden im Einsatz und sollten nicht durch Fahrzeuge noch mehr gefordert werden, die aufgrund unnötiger Autofahrten hängen geblieben sind,” appelliert Harald Eitner, der Leiter der Fachabteilung Katastrophenschutz, an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger.

Italientief bringt kräftigen Schneefall

Auslöser der Wetterlage ist ein Italientief. Je nach Seehöhe können zwischen 15 und 30 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. In ganz tief gelegenen Gebieten bleibt die Schneemenge unter Umständen geringer. In höheren Lagen sind hingegen deutlich größere Mengen möglich. Zusätzlich frischt am Freitag Nordwestwind auf, der Schneeverwehungen verursachen kann.

Diese Auswirkungen sind wahrscheinlich

Schneefall Feuerwehr Rettung
Einsatzkräfte sind gefordert – hier in Wildon / Leserfoto

Die Warnstufe Orange signalisiert eine erhöhte Gefahrenlage. Konkret musst du mit folgenden Einschränkungen rechnen:

  • Erhöhte Unfallgefahr auf schneeglatten Fahrbahnen
  • Eingeschränkte Passierbarkeit von Straßen, besonders in höheren Lagen und auf ganzjährig geöffneten Passstraßen
  • Behinderungen im Straßen-, Schienen- und Flugverkehr
  • Gefahr von leichtem Schneebruch bei Nassschnee – kleinere Äste können abbrechen, abhängig von der Höhenlage

Gerade in exponierten Bereichen kann nasser Schnee Bäume zusätzlich belasten. Dadurch steigt das Risiko herabfallender Äste.

So solltest du dich verhalten

Um Risiken zu minimieren, empfehlen die Behörden folgende Maßnahmen:

  • Reduziere im Straßenverkehr deine Geschwindigkeit, halte ausreichend Abstand und verzichte auf riskante Überholmanöver
  • Rechne mit vermehrtem Einsatz von Schneeräumfahrzeugen
  • Vermeide nach Möglichkeit nicht notwendige Autofahrten
  • Plane Verspätungen bei Bahn- und Flugverbindungen ein
  • Parke dein Fahrzeug nicht in unmittelbarer Nähe von Bäumen
  • Informiere dich laufend über die aktuelle Wetterentwicklung und beachte behördliche Anweisungen

Vorbereitung ist jetzt entscheidend

Laßnitzhöhe Schnee
Dichter Schneefall auf der Laßnitzhöhe / Leserfoto

Kontrolliere Winterausrüstung, Schneeketten und Scheibenfrostschutz. Außerdem lohnt es sich, Zeitreserven für den Arbeitsweg am Freitag einzuplanen.

Die Wetterlage bleibt dynamisch. Deshalb empfiehlt es sich, offizielle Warnmeldungen regelmäßig zu prüfen und kurzfristige Änderungen zu berücksichtigen.

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