Start Graz Chronik Warum der niederländische Botschafter zu Klanglicht nach Graz kam

Warum der niederländische Botschafter zu Klanglicht nach Graz kam

Drei Künstler aus den Niederlanden sind bei Klanglicht 2026 vertreten. Zur Eröffnung im Schloss Eggenberg kam deshalb auch Botschafter Peter Potman nach Graz. In seiner Ansprache ging es jedoch um mehr als Lichtkunst - er sprach über internationale Zusammenarbeit und die verbindende Kraft von Kultur.

Botschafter Peter Potman
Bernhard Rinner von den Bühnen Graz begrüßt Botschafter Peter Potman im Schloss Eggenberg

Bei der Eröffnung von Klanglicht 2026 im Schloss Eggenberg war auch ein diplomatischer Gast dabei: Peter Potman, Botschafter des Königreichs der Niederlande in Österreich. Für seinen Besuch gab es einen konkreten künstlerischen Anlass. Gleich drei niederländische Künstler sind heuer mit Arbeiten bei Klanglicht vertreten.

Potman reiste für die Eröffnung von Wien nach Graz. Dabei zeigte er sich erfreut über die niederländische Beteiligung am Festival und darüber, dass Künstler aus seinem Heimatland ihre Arbeiten einem Grazer Publikum präsentieren können.

Drei niederländische Künstler bei Klanglicht

Zu den niederländischen Beiträgen zählen Robin Beekman, Heleen Blanken und Omer van Soldt. Ihre Installationen verteilen sich auf unterschiedliche Bereiche von Schloss Eggenberg und dem Schlosspark.

Robin Beekman zeigt mit „Continuum“ eine Installation in der Schlosskirche. 24 eigens entwickelte Leuchten erzeugen wechselnde Lichtmuster und beschäftigen sich mit der Wahrnehmung von Zeit.

Heleen Blanken ist mit „ABIOSIS“ im Lapidarium vertreten. Ihre mechanisch wirkenden Skulpturen greifen den Übergang von unbelebter Materie zum Leben auf und verbinden diesen Gedanken mit der historischen Umgebung des Schlossparks.

Omer van Soldt wiederum setzt bei „The Self at 50 Hertz“ auf eine rotierende Spiegelkonstruktion. Die Besucher werden durch ihre Spiegelbilder selbst Teil der Installation.

Die niederländische Beteiligung erhält zudem Unterstützung durch den Mondriaan Fonds. Auch darauf ging Peter Potman bei seiner Ansprache ein. Für ihn zeigt diese Förderung, welchen Stellenwert die Niederlande der internationalen kulturellen Zusammenarbeit beimessen.

„Die Komplexität unserer Welt ist zu groß für Alleingänge“

Potman nutzte seine Ansprache, um über die Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit zu sprechen.

Die Komplexität unserer Welt ist zu groß für Alleingänge.

Dabei bezog er seine Aussage nicht allein auf Kunst und Kultur. Zusammenarbeit brauche es ebenso auf politischer Ebene. Gleichzeitig könne gerade Kultur Menschen über Landes- und Sprachgrenzen hinweg erreichen. Lichtkunst eigne sich aus seiner Sicht besonders dafür, allgemein verständliche Eindrücke und ästhetische Erfahrungen zu vermitteln.

Nicht der erste Besuch von Peter Potman in Graz

Für Peter Potman war Klanglicht nicht der erste Anlass für einen Besuch in Graz. Der Diplomat ist seit 2023 Botschafter des Königreichs der Niederlande in Österreich. Bereits im Oktober 2023 kam er zu einem offiziellen Besuch ins Grazer Rathaus und trug sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Im Mai 2025 folgte ein weiterer Besuch bei Bürgermeisterin Elke Kahr.

Bei Klanglicht stand diesmal jedoch die Kultur im Mittelpunkt. Potman bedankte sich bei den Veranstaltern, der Stadt Graz und den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern. Besonders hob er die Möglichkeit hervor, dass die Niederlande mit mehreren Arbeiten Teil des Festivals sein können.

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