Start Graz Chronik Grazer Herbstmesse 2026 zieht Bilanz zum 120-jährigen Jubiläum

Grazer Herbstmesse 2026 zieht Bilanz zum 120-jährigen Jubiläum

Tastefactory Herbstmese

Die Grazer Herbstmesse ist am Sonntag nach vier Messetagen zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt der Jubiläumsausgabe standen neue Formate wie die TasteFactory und die GameFusion sowie bekannte Bereiche rund um Wohnen, Mode, Wintersport, Floristik und den Vergnügungspark.

Die Messe Graz zieht nach dem 120-jährigen Jubiläum eine positive Bilanz. Konkrete Besucherzahlen nennt der Veranstalter in seiner Aussendung allerdings nicht.

MCG-Geschäftsführer Martin Ullrich sieht vor allem die neuen Formate als wichtigen Bestandteil der diesjährigen Messe. Er erklärt: „Wie man sieht, ist auch nach 120 Jahren nicht Schluss mit Innovationen. Uns ist es wieder gelungen mit neuen Publikumsmagneten [TasteFactory] eine völlig neue Zielgruppe für die Grazer Herbstmesse zu begeistern. Aber auch das junge Publikum ließ sich heuer in einer bisher noch unerschlossenen Dimension abholen [GameFusion] – das freut uns ganz besonders.“

TasteFactory erstmals Teil der Herbstmesse

Eine der größten Neuerungen war die TasteFactory in der Stadthalle. Rund 90 Aussteller präsentierten sich auf etwa 4.000 Quadratmetern. Dazu kamen mehr als 140 Programmpunkte mit Verkostungen, Live-Cooking und weiteren kulinarischen Formaten.

Auch die Erlebnisregion Graz bewertet den Auftakt positiv. Sylvia Loidolt, Vorsitzende der Erlebnisregion, und Geschäftsführerin Susanne Haubenhofer erklären: „Der Tourismusverband freut sich über den gelungenen Auftakt der TasteFactory Graz. Dieses Format bietet großes Potenzial für unser zentrales Thema Kulinarik und holt jene vor den Vorhang, die auf diese Bühne gehören: unsere Betriebe, Köch, Produzent und Direktvermarkter.“

Zum Programm gehörten unter anderem das TasteDinner, ein Coffee Rave mit LAVA.FM sowie verschiedene Live-Formate.

Auch René Kollegger von Wein Steiermark zieht eine positive Bilanz: „Es ist wirklich eine fantastische Veranstaltung. Die Gäste kommen, verkosten und haben Freude am Wein. Auch die Vorträge bringen die steirische Weinwirtschaft weiter und unsere Weinbauern präsentieren sich fantastisch. Für das erste Mal ist die TasteFactory ein Riesenerfolg.“

GameFusion setzte auf Gaming und Sport

Mit der GameFusion richtete sich die Messe gezielt an ein jüngeres Publikum. Das Programm umfasste unter anderem Cosplay, Mario Kart, Futsal, die Lange Nacht des Spiels sowie eine Wrestling-Veranstaltung.

Aussteller berichteten laut Messe ebenfalls von positiven Erfahrungen. Larissa Kulis von WOOP sprach von „intensive, lustige und erfolgreiche Messetage“ und verwies insbesondere auf neu geknüpfte Geschäftskontakte.

Auch Thomas Muck von MediaMarkt bewertet den ersten Messeauftritt positiv. Nach Angaben des Unternehmens hätten sowohl Kundengespräche als auch neue Kontakte und mögliche Kooperationen eine Rolle gespielt. Sein Fazit: „Für uns war die Teilnahme ein voller Erfolg.“

Wohnen, Mode und Wintersport als weitere Schwerpunkte

Im Bereich WohnWert standen Bauen, Sanieren, Einrichten und Wohnen im Mittelpunkt. Aussteller nutzten den Bereich vor allem für persönliche Beratung und Kundengespräche.

Der Sofaklub Luxemburg bezeichnet die Grazer Herbstmesse als „ein wichtiger Fixpunkt im Messekalender“. Das Unternehmen verweist dabei auf den direkten Austausch mit Besuchern und die langjährige Zusammenarbeit mit der Messe.

Auch Mode und Beauty waren wieder vertreten. In Halle C fanden Modenschauen statt, zudem präsentierten Unternehmen aktuelle Produkte und Trends. Isabel Tropper-Hölzl vom Modehaus Hufnagl hob insbesondere die Präsentation von Hochzeits- und Ballmode hervor: „Es hat uns sehr gefreut, heuer wieder auf der Herbstmesse dabei gewesen zu sein.“

In der Winterwelt konnten Besucher verschiedene Angebote rund um Wintersport und die kalte Jahreszeit ausprobieren. Dazu gehörte auch eine Indoor-Eisfläche.

Rüdiger Wagner, Sportdirektor des Bunds Österreichischer Eis- und Stocksportler, sieht die Messe als Möglichkeit, den Stocksport einem breiteren Publikum näherzubringen: „Einfach zum Stock greifen, ausprobieren, lachen und den eigenen Schuss feiern – genau diese Energie suchen wir.“

Floristik-Wettbewerb mit internationaler Beteiligung

Ein weiterer Programmpunkt war der Alpe Adria Cup Florist. Floristen aus Österreich und anderen Ländern präsentierten dabei Wettbewerbsarbeiten und florale Gestaltung.

Landesinnungsmeister Johann Obendrauf bezeichnet den Wettbewerb als „Highlight des Jahres für Gärtner und Florist“ und ergänzt: „Der Wettbewerb zeigt, wie vielfältig und besonders unser Handwerk ist.“

Street Food und Vergnügungspark auch nach Messeschluss

Außerhalb der Messehallen ergänzte der Street Food Park das Angebot. Laut Veranstalter nutzten Besucher diesen Bereich auch am Abend.

Stefan Roth vom Street Food Market Österreich erklärt: „Der Street Food Park ist mittlerweile eine Institution der Grazer Herbstmesse. Auch heuer hat es sich wieder bewahrheitet, dass Food Trends immer ein Thema sind.“

Der Vergnügungspark lief heuer insgesamt zehn Tage und damit deutlich länger als die eigentliche Messe. Am letzten Messetag blieb er bis 22 Uhr geöffnet.

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