Start Steiermark 11,3 Millionen Euro: Neue Bundesheer-Werkstätte in Straß eröffnet

11,3 Millionen Euro: Neue Bundesheer-Werkstätte in Straß eröffnet

Das Bundesheer hat in der Erzherzog-Johann-Kaserne in Straß eine neue Werkstättenhalle eröffnet. Rund 11,3 Millionen Euro flossen in das Gebäude, das künftig Fahrzeuge, Waffen und IKT-Ausrüstung des Jägerbataillons 17 instand halten soll. Damit reagiert das Bundesheer auch auf die wachsende Zahl neuer Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände.

Panzerwerkstatt Straß Eröffnung
Foto Bundesheer

Mit einem Festakt nahm das Bundesheer die neue Werkstätte des Jägerbataillons 17 in Straß offiziell in Betrieb. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom und Bataillonskommandant Oberst Georg Pilz nahmen ebenso an der Eröffnung teil wie Militärkommandant Brigadier Heinz Zöllner, Nationalratsabgeordneter Christian Schandor und Heeresimmobiliendirektor Johannes Sailer.

Die Investition von rund 11,3 Millionen Euro soll vor allem die technische Einsatzbereitschaft des Standorts verbessern. Das neue Gebäude ersetzt ältere Werkstätten und bietet mehr Platz für die Wartung moderner Fahrzeuge und Ausrüstung.

Acht Werkstattplätze für Fahrzeuge

Die neue Halle umfasst rund 2.525 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Fünf Werkstattplätze stehen für Lkw und gepanzerte Radfahrzeuge bereit. Weitere drei Plätze sind für kleinere Fahrzeuge vorgesehen.

Darüber hinaus verfügt das Gebäude unter anderem über Werkstätten für Waffen sowie Informations- und Kommunikationstechnik. Dazu kommen ein Bremsenprüfstand, eine Kfz-Waschanlage, eine Reifenmontierwerkstätte, ein Werkzeugdepot und ein Ersatzteillager.

Auch Arbeits-, Aufenthalts- und Sanitärbereiche für das Personal gehören zur neuen Infrastruktur.

Auf dem Dach erzeugt eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 40 kWp Strom.

Hunderte Fahrzeuge und Waffen pro Jahr

Der technische Aufwand am Standort ist bereits jetzt beträchtlich. Nach Angaben des Landes Steiermark überprüften und reparierten die zuständigen Kräfte bisher jährlich rund 400 Fahrzeuge, 800 Waffen und 500 IKT-Geräte.

Mit den laufenden Beschaffungen des Bundesheeres steigen diese Anforderungen weiter. Die neue Werkstätte soll deshalb ausreichend Kapazitäten bieten, um zusätzliche Fahrzeuge und neue Ausrüstung am Standort betreuen zu können.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner erklärte bei der Eröffnung:

Eine moderne Ausrüstung braucht eine leistungsfähige Infrastruktur. Mit diesem Bauprojekt schaffen wir die notwendigen Voraussetzungen, um Fahrzeuge und Waffensysteme rasch und zuverlässig instand zu halten. Damit stärken wir nachhaltig die Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit unseres Bundesheeres.

Auch wirtschaftliche Bedeutung für die Region

Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom verwies neben der militärischen Bedeutung auch auf die Rolle der Kaserne für die Südsteiermark:

Wer Sicherheit will, muss auch in Sicherheit investieren. Dazu gehört nicht nur moderne Ausrüstung, sondern vor allem auch die Infrastruktur, um diese einsatzbereit zu halten. Die neue Werkstätte ist daher eine wichtige Investition in die Einsatzbereitschaft unseres Bundesheeres. Gleichzeitig ist sie ein klares Bekenntnis zum Standort Straß und zur Südsteiermark. Eine starke Kaserne bedeutet schließlich auch Arbeitsplätze, Wertschöpfung und wichtige Impulse für die umliegenden Gemeinden.

Bauzeit von zwölf Monaten

Das Bundesheer errichtete die Werkstättenhalle innerhalb von zwölf Monaten. Aktuell übersiedeln die bisherigen Fachwerkstätten in das neue Gebäude.

Einzelne Arbeiten auf dem Gelände laufen noch weiter. Dazu zählt unter anderem ein neuer Löschwasserteich. Diese Maßnahmen sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Außerdem stellte das Bundesheer bestehende Gebäude im Garagenbereich von Gas auf Nahwärme um.

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