Ein Brand in einem E-Scooter-Geschäft hat in der Nacht auf Samstag, 24. Oktober 2026, einen Feuerwehreinsatz im Bezirk Lend ausgelöst. Anwohner hörten Knallgeräusche und bemerkten Rauch aus dem Geschäftslokal. Die Berufsfeuerwehr Graz konnte die Flammen rasch löschen und verhindern, dass sich Brandrauch in die darüberliegenden Wohnungen ausbreitete. Verletzt wurde niemand.
Anwohner meldet Knallgeräusche und Rauch
Kurz nach 3 Uhr morgens bemerkte ein Anrainer ungewöhnliche Geräusche und Rauchentwicklung in einem Geschäft für den Verkauf und die Vermietung von E-Scootern.
Das Geschäft befindet sich im Erdgeschoss eines Mehrparteienhauses. Die Feuerwehr erhielt gegen 3:15 Uhr den Alarm und erreichte den Einsatzort bereits vier Minuten später.
Zu diesem Zeitpunkt drang dichter Rauch durch ein zerbrochenes Fenster des Geschäftslokals.
Die Einsatzkräfte begannen sofort mit der Brandbekämpfung. Ein Atemschutztrupp drang mit einer Löschleitung in das Geschäft ein.
Feuer greift auf Geschäftseinrichtung über
Nach Angaben der Feuerwehr hatte sich der Brand von einem E-Scooter auf Teile der Einrichtung ausgebreitet.
Die Feuerwehrleute konnten die Flammen innerhalb weniger Minuten eindämmen und anschließend vollständig löschen.
Parallel dazu setzten sie zwei leistungsstarke Lüfter ein. Einer entfernte den Rauch aus dem Geschäft, während der zweite im Stiegenhaus einen Überdruck erzeugte. Dadurch sollte verhindert werden, dass gesundheitsschädliche Brandgase in das Wohnhaus gelangen.
Gleichzeitig kontrollierten die Einsatzkräfte die benachbarten und darüberliegenden Wohnungen.
Dabei stellte sich heraus, dass sich das Feuer und der Rauch nicht auf die Wohnbereiche ausgebreitet hatten.
Defekter E-Scooter-Akku als mögliche Brandursache
Nach ersten Erkenntnissen dürfte ein technischer Defekt am Akku eines E-Scooters den Brand verursacht haben.
Ob tatsächlich ein Akkuschaden für das Feuer verantwortlich war, müssen die weiteren Ermittlungen klären.
Bei dem Vorfall kam niemand zu Schaden. Wie hoch der Sachschaden im Geschäft ist, steht noch nicht fest.
Die Berufsfeuerwehr Graz war mit sechs Fahrzeugen und 24 Einsatzkräften vor Ort.
Warum beschädigte Lithium-Ionen-Akkus gefährlich sein können
E-Scooter verwenden in der Regel Lithium-Ionen-Akkus. Bei Beschädigungen, Produktionsfehlern oder anderen technischen Defekten kann es zu einer Überhitzung einzelner Akkuzellen kommen.
Im schlimmsten Fall entsteht eine unkontrollierte Kettenreaktion, bei der große Hitze, brennbare Gase und Feuer freigesetzt werden.
Deshalb sollten Besitzer von E-Scootern insbesondere auf ungewöhnliche Erwärmung, Verformungen oder sichtbare Beschädigungen des Akkus achten.
Ein auffälliger Akku sollte nicht weiter verwendet oder geladen werden. Zudem empfiehlt es sich, ausschließlich geeignete Ladegeräte zu benutzen und die Herstellerhinweise zu beachten.


























































