Mehrere Brände haben am Mittwochabend, 7. Oktober, die Einsatzkräfte in der Grazer Innenstadt beschäftigt. Innerhalb von knapp zwei Stunden brannten vier Mistkübel in verschiedenen Gebäuden. Die Polizei nahm einen 30-jährigen Tatverdächtigen fest, der erst Ende Juli wegen ähnlicher Delikte aus der Haft entlassen worden war.
Die Brände ereigneten sich zwischen 20 und 21:45 Uhr im Bereich der Sporgasse, Hofgasse und Herrengasse. Neben den Feuerwehreinsätzen lösten mehrere beschädigte Brandmelder zusätzliche Alarme aus.
Vier Brände und mehrere beschädigte Gebäude
Die betroffenen Mistkübel standen unter anderem im Stiegenhaus eines Mehrparteienhauses sowie in Innenhöfen. Durch die Feuer entstanden erhebliche Schäden an Innenräumen und Hausfassaden.
Die Berufsfeuerwehr Graz rückte mit rund 26 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen aus und löschte die Brände.
Zusätzlich schlug jemand vier Brandmelder ein, darunter auch einen in einer Tiefgarage. Dadurch kam es zu Fehlalarmen.
Wie hoch der gesamte Sachschaden ausfällt, steht noch nicht fest.
Videoaufnahmen führen Polizei zu Verdächtigem
Bei der Suche nach dem Brandstifter halfen den Ermittlern Aufnahmen einer Überwachungskamera. In der Nähe der Tatorte trafen Polizisten schließlich auf einen 30-jährigen Mann aus dem niederösterreichischen Bezirk Lilienfeld.
Aufgrund seines gesundheitlichen Zustands musste der Verdächtige zunächst ins Krankenhaus. Ein Alkoholtest fiel positiv aus.
Bei einer ersten Befragung gestand der Mann laut Polizei die Taten. In einer späteren Beschuldigtenvernehmung machte er allerdings keine weiteren Angaben.
Verdächtiger spricht von Faszination für Feuer
Bei seiner ersten Befragung nannte der 30-Jährige auch ein Motiv. Er gab an, bereits seit seiner Kindheit bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig gewesen zu sein. Außerdem erklärte er, dass ihn Feuer fasziniere.
Ob diese Angaben zutreffen und welche Hintergründe die Taten tatsächlich hatten, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Erst Ende Juli aus Haft entlassen
Die Polizei stellte außerdem fest, dass der Verdächtige erst Ende Juli 2026 aus der Haft entlassen worden war. Zuvor hatte er wegen einschlägiger Delikte eine Haftstrafe verbüßt.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz soll der 30-Jährige nun in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert werden.
Die Ermittlungen wegen der Brandstiftungen, Sachbeschädigungen und des Missbrauchs von Notzeichen laufen weiter.


























































